Test Porsche Cayenne Diesel und Konkurrenz

BMW X5 xDrive 30d Porsche Cayenne Mercedes ML 320 CDI VW Touareg 3.0 V6 TDI Audi Q7 3.0 TDI VW Touareg 3.0 V6 TDI

Test Porsche Cayenne Diesel und Konkurrenz

— 22.04.2009

Die Elefanten-Renner

Match fun beim großen Vergleich der Edel-Dickhäuter: Der Porsche Cayenne stampft ins Diesel-Gehege und fordert die Konkurrenten Audi Q7, BMW X5, Mercedes ML und VW Touareg heraus.

Na klar, wir hätten zum Vergleich der Diesel-Dickhäuter auch nach Rüsselsheim reisen können. Doch da machen sie ja momentan aus jeder Mücke einen Elefanten. Also haben wir die Lüneburger Heide mal so richtig wackeln lassen. Die Jumbos aus dem Serengeti-Park Hodenhagen bekommen Verwandten- Besuch. AUTO BILD rückt zum Fototermin mit fünf dicken Brummern auf vier Rädern an, den edlen deutschen Geländewagen mit fetten Diesel-Sechszylindern. Das heißt: großer Auftrieb hinterm Gatter, denn seitdem auch Porsche mit dem Cayenne Diesel in dieser Klasse mitmischt, besteht die Herde aus fünf Schwergewichten. Der neue Cayenne mit 240-PS-V6 trifft auf etablierte Konkurrenz: allen voran Mercedes. Die Stuttgarter grasen das Feld bereits seit Jahren mit dem 224 PS starken ML 320 CDI ab. BMW macht sich ebenfalls seit Längerem erfolgreich breit mit dem X5 30d, der 235 PS leistet. Audi drängelt seit 2006 mit dem Q7 3.0 TDI quattro und 240 PS ins Gehege. Und bei VW schlackert seit sieben Jahren der Touareg, Technikspender für Audi und Porsche, mit seinen großen Außenspiegelohren. Als V6-TDI leistet er ebenfalls 240 PS.

Wer der König der Dickhäuter wird, sehen Sie in der Bildergalerie

Bei einer so starken Gruppe bebt der Heidesand. Hier treffen 2680 Newtonmeter Diesel-Mumm aufeinander – die Zugkraft von 20 ausgewachsenen Polo. Aber in unserem Elefantenrennen geht es (nicht nur) um Geschwindigkeit und Sprintvermögen, bei diesen Typen zählt mehr als die schiere Kraft. Große Edel-SUV wie diese stehen für einen ganz besonderen Anspruch: Hohes Prestige trifft auf modernen Luxus. Viel Platz, beste Übersicht und hoher Reisekomfort sind selbstverständlich. Leider ist mittlerweile ebenso klar, dass man am Steuer dieser Dickschiffe schief angesehen wird. Die Edel-Elefanten sind halt – sagen wir es gnädig – nicht gerade vorbildliche Umweltengel.

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Mit ihren Diesel-Aggregaten tragen die Dicken zumindest ein Öko-Feigenblatt. Sogar der Porsche, wo Selbstzünder doch lange verpönt waren – tja, auch wir haben da ein Elefanten-Gedächtnis. In Zuffenhausen hören sie nicht besonders gern, dass der Diesel-Cayenne sich technisch bei seinen Verwandten bedient: Die Karosserie teilt er sich im Prinzip mit dem VW Touareg, der Motor stammt von Audi. Und die stehen ja nicht gerade im Ruf, lethargische Triebwerke zu bauen. Es ist der Feinschliff, der den Unterschied machen soll. So kann Porsche für seinen Diesel einen günstigeren Verbrauch angeben, hat das Gewicht gesenkt, die Lärmdämmung verbessert und verspricht mehr Fahrspaß und Reisekomfort. Reicht das, um den neuen Leitbullen der Herde zu spielen? Keine leichte Aufgabe. Denn preislich zieht der Porsche eher einsam durchs Revier. Mit einem Grundpreis von 56.436 Euro lässt er die Konkurrenten beinahe wie Sonderangebote erscheinen. Selbst den teuren Mercedes ML 320 CDI hängt er um einen satten Tausender ab. Und einfach nur teuer sein reicht für den Führungsanspruch sicher nicht aus.
Gerald Czajka

Gerald Czajka

Fazit

Eine beeindruckende Gattung, die starken und genügsamen Elefanten. Besonders der BMW trägt fast nur positive Eigenschaften in sich – das macht ihn zum Sieger. Der ganz neue Porsche kann – wie erwartet – nur mit sportlichen Attributen gegenhalten. Audi trägt zu dick auf, VW merkt man das Alter an, Mercedes fehlt Fitness.

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