Test Radmutternschlüssel

Produkttest Radmutternschlüssel Produkttest Radmutternschlüssel

Test Radmutternschlüssel

— 01.12.2004

Mehr als nur Not-Schlüssel

Wie gut ist Billig-Werkzeug? AUTO BILD probierte es an fünf Radmutternschlüsseln aus – und war überrascht.

Gefahr durch rutschende Gummigriffe

Zum Glück ereilt uns dank moderner Reifen ein Plattfuß ausgesprochen selten. Laut Statistik alle 150.000 Kilometer. Warum es aber immer passiert, wenn man es eilig hat, steht dort nicht. Ist der Reifen platt, braucht Mann oder Frau drei Dinge: ein aufgepumptes Ersatzrad, einen Wagenheber und einen guten Radmutternschlüssel.

Und wenn Sie jetzt sagen: Hab’ ich doch, ist alles serienmäßig an Bord, müssen wir zumindest beim Radmutternschlüssel widersprechen. Was uns die meisten Hersteller da ins Auto legen, reicht bestenfalls fürs Alteisen. Denn meistens sitzen die Räder verdammt fest. Dabei müssen taugliche Schlüssel gar nicht teuer sein, wie unser Produkttest beweist. Zwischen 4,90 Euro und 8,70 Euro kosten unsere Testexemplare aus dem Zubehörhandel. Erfreulich: Alle sind ausreichend stabil, um selbst festsitzende Bolzen zu lösen.

Trotzdem gibt es Details, die Spreu und Weizen, sorry, Schrott und Werkzeug, voneinander trennen. Zum Beispiel der Schlüssel von Netda (4,99 Euro, Conrad). Sein Gummigriff rutscht viel zu leicht vom Hebel ab. Passiert dies, wenn man gerade mit voller Kraft am Hebel zieht, ist eine Verletzung programmiert. Auch der Griff des Unitec-Schlüssels (8,70 Euro, Bauhaus) könnte etwas fester sitzen.

Gute Schlüssel gibt es schon ab fünf Euro

Besser die Schlüssel von Titan tec (4,95 Euro, ATU), Kinzo (4,90 Euro, Matthies) und SW-Stahl (8,70 Euro, PVAutoteile). Der Schlüssel von SW-Stahl kann zusätzlich mit einem besonders langen Hebel punkten. Schließlich gilt: "Groß ist des Schlossers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft." Zum sicheren Radwechsel gehört indes mehr als ein guter Radmutternschlüssel.

Folgendes ist zu beachten: • Gefährliche Straßen oder Autobahnen verlassen. • Gegen Wegrollen sichern. Feststell- oder Handbremse anziehen. Ersten Gang einlegen. Automatikgetriebe auf "P". Keil unterlegen. • Radschrauben leicht lösen, nicht herausdrehen. • Wagen anheben, die Radschrauben ganz lösen. • Rad wechseln, Radschrauben leicht anziehen. • Wagen absetzen. Schrauben über Kreuz gleichmäßig anziehen. Wichtig: Hebelschlüssel einschieben. Ausgezogen besteht Gefahr, zuviel Kraft aufzubringen. • Anzugdrehmoment und Reifendruck prüfen.

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