Test Seat Altea Freetrack 2.0 TFSI

Seat Altea Freetrack 2.0 TFSI Seat Altea Freetrack 2.0 TFSI

Test Seat Altea Freetrack 2.0 TFSI

— 28.02.2008

Spanisches Renn-Ei

Die Kombination aus Van und SUV ist ja schon ungewöhnlich. Als 2.0 TFSI mimt der Seat Altea Freetrack auch noch den Sportler. Der kann das alles ein bisschen. Aber in Wahrheit nichts richtig gut.

In Ermangelung eines eigenen SUV will sich Seat mit einem scheinbar simplen Rezept ein Stück vom Markt-Kuchen sichern: Man nehme den Kompaktvan Altea XL, verpasse ihm eine Höherlegung, einen Allradantrieb aus dem VW-Regal und etwas unlackierten Kunststoff. Die sportliche Ausrichtung zeigt die Motorwahl: Außer dem 2.0 TDI mit 170 PS gibt es den nochmals 30 PS stärkeren Turbobenziner 2.0 TFSI.

Karosserie/Qualität

Mit eigenwilligen Details hebt sich die Karosserie von anderen Vans ab. Über Ästhetik ist nicht zu urteilen, wohl aber über den teils recht einfachen Qualitäts-eindruck und den relativ enttäuschenden Kofferraum. Die Insassen haben dafür reichlich Platz; vorn steckt man fest zwischen den hohen Seitenwangen der Sportsitze.

Fahrfreude/Antrieb

Der Spanier spricht den sportlich orientierten Fahrer an. Der freut sich über die zumindest bei mäßigem Tempo präzise Lenkung und das recht zackige Handling. Und natürlich über den starken und über einen breiten Drehzahlbereich hinweg spontan ziehenden Turbobenziner, der seine Kraft prima auf den Boden bringt.

Fahrleistungen

Von wegen biederer Windelfrachter: In 7,7 Sekunden ist man auf hundert, erst bei echten 216 km/h endet die Beschleunigung. Das traut dem grauen Ei keiner zu.

Fahrwerk/Sicherheit

Ständiges Ausfahren der Spitzengeschwindigkeit ist aber nicht zu empfehlen: Jenseits der 200er-Marke fühlt man sich unbehaglich, bekommt feuchte Hände. Daran ändern auch die serienmäßigen Straßensportreifen nichts, aber sie tragen immerhin zu den kurzen Bremswegen bei.

Komfort

Obwohl das Fahrverhalten bei hohem Tempo teigig wird, verärgert bei langsamer Fahrt die unbeholfen bockige Federung. Die harten Sitze machen es nicht besser. Geländetauglichkeit gibt es nur wenig: lange Überhänge, schwache Bodenfreiheit, kurze Federwege.

Preis/Kosten

Für einen 200-PS-Allradler ist der Seat nicht teuer; auch die Fixkosten sind überschaubar. Der Verbrauch hängt – typisch Turbobenziner – extrem von der Fahrweise ab: Zwischen acht und 20 l/100 km Super Plus ist alles drin.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Thorsten Rönnberg

Wer sich nicht entscheiden kann, ob er ein Auto fürs Gelände, für die Familie oder für die Rundstrecke will, nimmt den Seat Altea Freetrack TFSI. Der kann das alles ein bisschen. Aber in Wahrheit nichts richtig gut.
Technische Daten Seat Altea Freetrack 2.0 TFSI
Motor R4, Turbolader, vorn quer
Hubraum 1984 cm3
Leistung 147 kW (200 PS) bei 5100/min
Drehmoment 280 Nm bei 1800/min
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben
Reifen 225/50 R 17
Leergewicht/Zuladung 1672/519 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst 1400/750 kg
Länge/Breite/Höhe 4493/1788/1622 mm
Bodenfreiheit 165 mm
Wattiefe 300 mm
Böschungswinkel vorn/hinten 18°/23°
Rampenwinkel 18°
Achsverschränkung/Index 130 mm/50%
Kraftübertragung
Sechsgang-Schaltgetriebe ohne Geländereduktion, Allradantrieb permanent mit zentraler Lamellenkupplung (Kraftverteilung v:h 100:0 bis 50:50)
Messwerte
0–100 km/h 7,7 s
0–130 km/h 12,2 s
60–100 km/h im 4. Gang 6,2 s
80–120 km/h im 6. Gang 9,1 s
Höchstgeschwindigkeit 216 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm 37,2/36,1m
Normverbrauch gemischter Zyklus 9,4 l
Testverbrauch Ø (l/100 km) 10,1 l Super Plus
Kosten
Steuer/Jahr (Pkw Benziner, Euro 4) 135 Euro
Typklassen HPF/VK/TK 14/22/26
PREIS 29.990 EURO

Autor: Thomas Rönnberg

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