Test Skoda Fabia Combi
— 06.12.2007Kombi vom Kleinsten
Am Nikolaustag beschert uns Skoda den Fabia Combi. Geschenkt gibt es ihn nicht, er kostet ab 10.740 Euro. Gegenwert: ein kleines Familienauto mit massig Platz.
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Im Kofferraum siegt Einfachheit vor Kreativität
Von dem profitieren auch Reisende auf der Rückbank. Die Knie entspannt, die Schultern locker – selbst im Fond fühlt sich der Fabia eine Nummer größer an, als er tatsächlich ist. Obwohl: Zu den ganz Kleinen seiner Klasse zählt er mit 4,24 Meter Länge ja nicht. Im Kofferraum verlangt der Fabia gedankliches Downsizing. Hier siegt Einfachheit vor Kreativität. Kopfstützen raus, dann Polster und Lehnen umklappen, bevor eine nicht ganz ebene Ladefläche entsteht. An das praktische Talent des Roomster reicht der Fabia nicht heran. Sein raffiniertestes Detail ist der Heckklappen-Innengriff: Der hängt sauber wie ein Schlips an der Kofferraumtür, kinderleicht zu packen und schmuddelfingerfrei. Auch im Cockpit geht es stilvoll zu. Bequeme Sitze, viele hochwertige VW-Teile – deshalb lässt sich ein Fabia auch so sicher wie ein Golf bedienen.Keine Überraschung: Der Fabia fährt und klingt wie gewohnt. Das Fünfganggetriebe schaltet tadellos, die Lenkung agiert präzise, und über Unebenheiten rollt der Combi souverän hinweg. Alle sieben Motoren (drei Diesel, vier Benziner) kennen wir bereits von der Limousine. Aber das Nageln des von uns gefahrenen 1.4 TDI (80 PS) klingt mittlerweile wie eine alte Langspielplatte – nostalgisch und gar nicht mehr schön. Erst 2009 reicht VW die leisere Common-Rail-Technik an Skoda weiter. Als erstes sollen die Diesel-Aggregate im Octavia zum Einsatz kommen, der Fabia reiht sich da ganz hinten ein. Vielleicht bekommt er bis dahin wenigstens noch ESP ohne Aufpreis.
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