Test Smart fortwo II

— 31.01.2007

Ist länger auch besser?

Der neue Smart kommt. Ab April 2007 ist der frische fortwo für mindestens 9490 Euro zu haben. BILD testete, was der gewachsene Kleine draufhat.



Vor neun Jahren startete Mercedes mit dem Smart ein spektakuläres Kleinstwagen-Projekt. Das kleinste, echte Auto der Welt sollte ein ganz Großer werden. Nach vielen verpulverten Millionen, verpufften Mobilitätskonzepten, aufgebauten und wieder eingestellten Modellreihen kommt jetzt der neue Smart. Ohne Riesenshow, aber mit vielen kleinen und einer ganz großen Stärke. Obwohl fast alle Teile neu sind, sieht der Smart noch so aus wie vorher. Leicht veränderte Scheinwerfer, andere Rückleuchten, ein verschönertes Cockpit – all das lässt ihn wie die ersten Falten im Gesicht eines Mannes reifer, souveräner wirken. Dass er jetzt 20 Zentimeter länger ist, spürt man drinnen kaum. Nur 5,5 Zentimeter gewann der Radstand dazu, der Kofferraum schluckt jetzt 220 statt 150 Liter. Die restlichen Extra-Zentimeter dienen der Crash-Sicherheit.

Drei Benziner und einen Diesel gibt's für den Neuen – von 45 bis 84 PS.

Erster Eindruck beim Losfahren: Der Smart fährt sich wie ein Smart. Man freut sich über die unverändert hohe Sitzposition, hört den Motor hinter sich leise röhren und muss sich erst mal an das automatisierte Schaltgetriebe gewöhnen. Nach 50 Metern wird klar, dass der Neue zwei Dinge viel besser kann: Die Gangwechsel funktionieren flüssiger, das Autochen beschleunigt jetzt ohne Nickpausen. Dazu haben alle drei Benziner (Einliter-Dreizylinder von Mitsubishi) mehr Dampf. Je nach Leistung (61, 71, 84 PS) beschleunigt der Smart ca. zwei Sekunden schneller auf Tempo 100 als früher. Mit 61 PS braucht er 16,7 Sekunden für den Sprint, mit 84 PS 10,9 Sekunden. Maximal darf er jetzt 145 km/h fahren, zehn Stundenkilometer mehr als vorher. Gerade der 84-PS-Turbo fühlt sich wie ein richtig fescher Flitzer an. Dazu genügen ihm jetzt fünf statt früher sechs Gänge. Das hektische Schalten hat ein Ende.

Endlich vorbei sind die Zeiten, als Smart-Fahrer jeden Gullideckel beim Vornamen kannten. Der Neue ist zwar keine Komfort-Sänfte, rollt aber viel harmonischer ab. Unverändert hingegen blieben Preis und Verbrauch. Der Smart kostet 9490 Euro und schluckt in allen Benziner-Versionen 4,9 Liter. Spitze ist der überarbeitete 45-PS-Diesel. Er verbraucht 3,4 Liter auf 100 Kilometer, spuckt nur 90 Gramm Kohlendioxid aus und ist damit das sauberste Großserienauto auf dem Planeten. Wenn auch zu einem satten Aufpreis von 1700 Euro gegenüber dem vergleichbaren Benziner.

Autor: Timo Friedmann

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