Test Sport-Limousinen
— 07.05.2010Porsche Panamera S versägt Maserati
Spektakulärer Dreikampf in der 400-PS-Liga: Der Porsche Panamera S, fährt die V8-Konkurrenz BMW 750i M-Paket und Maserati Quattroporte Sport GTS auf der Piste in Grund und Boden.
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Übersicht: Alle News und Tests zum BMW 750i
Der 7er geigt schon beim Vorspiel mächtig auf. Als 750i mit Biturbo-V8 spritzt er den Sprit hochpräzise direkt in die Brennräume, leistet 407 PS und pumpt ab 1750 Touren 600 Nm in die Sechsstufenautomatik. Dazu jonglieren extrem aufwendig gestaltete Alu-Aufhängungssysteme mit Nick- und Wankausgleich mit den angreifenden Kräften. Zusätzlich würzt das M-Sportpaket (7200 Euro) Performance und Auftritt etwas nach. Per Knopfdruck wählt man zwischen den Charakteren Comfort, Normal, Sport und Sport Plus. Ein hoffnungsvoller Steckbrief also. Der Maserati tritt kompromissloser an: Sportfahrwerk, Klappenauspuff, Sechskolben-Brembobremse, Schaltwippen, digitaler Zusatzdrehzahlmesser und 20-Zoll-Räder schmücken die Dreizackdiva. Unter der Haube: Maseratis Allzweckwaffe, der 4,7-Liter-V8 mit 440 PS. Deutlich kühler, technischer und funktionaler präsentiert sich der Panamera.Übersicht: Alle News und Tests zum Maserati Quattroporte
So elegant und doch so giftig. Unter dem Divenkleid steckt italienische Sportwagenkultur in Reinform.
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News und Tests zum Panamera
Ganz anders der Maserati: Wer die Sporttaste drückt, ruft einen Höllensound hervor, so unanständig, dass er alles und jeden um sich herum erst einschüchtert und dann begeistert. Ebenso die Automatik, die ihre Gangstufen durchklopft, als würde es kein Morgen geben. Auf der Rennstrecke lässt man am besten die Automatik walten; die Strategie passt, und man bleibt nicht versehentlich im Begrenzer hängen. Bei hohen Tempi wird es kritisch. Schon bei leichten Lastwechseln schaukelt der Maserati über alle vier Ecken – eine Nervosität, die man überhaupt nicht gebrauchen kann. Beim Antritt auf dem Sachsenring bestätigt sich der Eindruck. Zwei schnelle Runden, dann schmiert der Maserati nur noch an der Ideallinie vorbei. Trotzdem ist er schneller als der BMW. Der Panamera S sortiert sich bei der Langstreckenwertung dazwischen ein. Er wirkt souveräner als der Maserati, aber nicht so reisegewandt wie der BMW. Wer mittels Sport- oder Sport-Plus-Taste nachwürzt, bekommt aggressivere Gasund Schaltkennlinien serviert, die aber – gerade in Sport Plus – gern noch eine Spur wilder sein dürften, wie auch der Auspuffsound.Übersicht: News und Tests zu allen Automarken
Auf der Autobahn marschiert der Panamera absolut unaufgeregt bis Topspeed 283 km/h und fühlt sich dabei authentisch nach Sportwagen an, der mit fester Hand geführt werden will. Sportfans verzeihen ihm die Stößigkeit auf Querfugen. Seine Direktheit verhilft dem Panamera S auf Landstraßen zu unglaublicher Leichtfüßigkeit. Das weckt die Vorfreude auf den Sachsenring. Nachdem er die schnellste Beschleunigungszeit und dank der Verbundbremsen auch die kürzesten Bremswege abgeliefert hat, düpiert er die beiden Kontrahenten auf der Rennstrecke. Ultrapräzise lässt er sich in die Kurven werfen, wobei die Lenkung nie zu spitz, aber stets direkt wirkt. Der Motor hängt fein am Gas. Das Fahrwerk liefert Bodenkontakt vom Feinsten. Der Panamera S weckt sofort Vertrauen und ermöglicht auf Anhieb Topzeiten. Drei Sekunden schenkt er so den anderen ein. Auf den Panamera Turbo (500 PS, Allrad) verliert er nur sieben Zehntel, fühlt sich wegen des Hinterradantriebs jedoch agiler an. Unter den Sportlimousinen ist der Panamera S also das Maß der Dinge, und diese Erkenntnis färbt mit Sicherheit auf die Besitzer ab. Lassen Sie sich also überraschen.| Fahrzeugdaten | BMW | Maserati | Porsche |
|---|---|---|---|
| Motor | V8, Biturbo | V8 | V8 |
| Einbaulage | vorn längs | Front-Mitte längs | vorn längs |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/4 | 4 pro Zylinder/4 | 4 pro Zylinder/4 |
| Hubraum | 4395 cm³ | 4691 cm³ | 4806 cm³ |
| Bohrung x Hub | 89,0 x 88,3 mm | 94,0 x 85,0 mm | 96,0 x 83,0 mm |
| Verdichtung | 10,0:1 | 11,0:1 | 12,5:1 |
| kW (PS) bei 1/min | 300 (407)/5500–6400 | 323 (440)/7000 | 294 (400)/6500 |
| Literleistung | 93 PS/Liter | 94 PS/Liter | 83 PS/Liter |
| Nm bei 1/min | 600/1750–4500 | 490/4750 | 500/3500–5000 |
| Antriebsart | Hinterrad | Hinterrad | Hinterrad |
| Getriebe | 6-Stufen-Automatik | 6-Stufen-Automatik | 7-Gang-Doppelkupplung |
| Bremsen vorn | 374 mm/innenbel. | 360 mm/innenbel./gelocht | 390 mm/innenbel./gelocht |
| Bremsen hinten | 370 mm/innenbel. | 330 mm/innenbel./gelocht | 350 mm/innenbel./gelocht |
| Radgröße vorn/hinten | 8,5 x 19 / 9,5 x 19 | 8,5 x 20 / 10,5 x 20 | 9,5 x 20 / 11 x 20 |
| Reifengröße vorn/hinten | 245/45 R 19 / 275/40 R 19 | 245/35 R 20 / 295/30 R 20 | 255/40 R 20 / 295/35 R 20 |
| Reifentyp | Goodyear Excellence | Pirelli P Zero | Michelin Pilot Sport PS2 NO |
| Länge/Breite/Höhe | 5072/1902/1479 mm | 5097/1895/1423 mm | 4970/1931/1418 mm |
| Radstand | 3070 mm | 3064 mm | 2920 mm |
| Leistungsgewicht | 5,1 kg/PS | 4,7 kg/PS | 4,8 kg/PS |
| Zuladung | 488 kg | 293 kg | 487 kg |
| Tankvolumen | 82 l | 90 l | 80 l |
| Serienfahrzeug ohne Extras | 91.600 Euro | 133.310 Euro | 94.575 Euro |
| Messwerte | BMW | Maserati | Porsche |
|---|---|---|---|
| Beschleunigung | |||
| 0–50 km/h | 2,2 s | 2,1 s | 2,0 s |
| 0–80 km/h | 4,2 s | 3,8 s | 3,6 s |
| 0–100 km/h | 5,5 s | 5,2 s | 5,0 s |
| 0–130 km/h | 8,5 s | 8,1 s | 7,9 s |
| 0–160 km/h | 11,9 s | 11,5 s | 11,8 s |
| 0–200 km/h | 18,3 s | 18,7 s | 19,1 s |
| Viertelmeile | |||
| 0–402,34 m | 13,84 s | 13,46 s | 13,46 s |
| Zwischenspurt | |||
| 60–100 km/h | 2,8 s | 2,8 s | 2,8 s |
| 80–120 km/h | 3,5 s | 3,5 s | 3,2 s |
| Höchstgeschwindigkeit | |||
| Herstellerangabe | 250 km/h (abger.) | 285 km/h | 283 km/h |
| Bremsweg | |||
| 100–0 km/h kalt (Verzögerung) | 36,1 m (–10,7 m/s²) | 35,6 m (–10,9 m/s²) | 33,4 m (–11,6 m/s²) |
| 100–0 km/h warm (Verzögerung) | 36,4 m (–10,6 m/s²) | 35,2 m (–11,0 m/s²) | 35,0 m (–11,4 m/s²) |
| 200–0 km/h warm (Verzögerung) | 144,3 m (–10,7 m/s²) | 143,4 m (–10,8 m/s²) | 139,2 m (–11,1 m/s²) |
| Testverbrauch | |||
| Ø auf 100 km | 13,3 l Super Plus | 17,5 l Super | 13,1 l Super Plus |
| Reichweite | 620 km | 510 km | 610 km |
| Leergewicht | 2087 kg | 2072 kg | 1918 kg |
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