Test Spurwechselassistenten

— 10.01.2008

Schwächen im Detail

Mit neuen Assistenzsystemen sollte der Tote Winkel der Vergangenheit angehören. Bei einem Test des ADAC offenbarten die elektronischen Helfer allerdings durchweg einige Schwächen.



In einem aktuellen Test hat der ADAC vier so genannte Spurwechsel-/Totwinkelassistenten untersucht. Das Ergebnis: Die Fahrerhilfen arbeiten schon recht zuverlässig, sind aber je nach Auslegung und eingesetzter Technik unterschiedlich wirkungsvoll. Nach Ansicht der Experten sind Zuverlässigkeit und Wirkungsweise der Systeme noch verbesserungswürdig. Das Optimum in Sachen Sicherheit wäre eine Kombination der unterschiedlichen Systeme, die sowohl den Nah- als auch den Fernbereich abdecken und optisch wie akustisch vor Gefahren warnen. So erkennt der auf Radartechnik basierende "Totwinkel-Assistent" von Mercedes Objekte erst, wenn sie sich schon auf etwa drei Meter dem eigenen Pkw genähert haben. Helfen kann das System also nur, wenn ein Fahrzeug sich im toten Winkel befindet. Bei schnell herannahenden Fahrzeugen auf der anderen Fahrspur dagegen kommt die Warnung meist zu spät. Aktiv wird das System ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h und funktioniert auch in engen Kurven gut. Die Warnung erfolgt optisch und beim Betätigen des Blinkers zusätzlich auch akustisch.

Volvos Technik mag kein schlechtes Wetter

Auch das "Blind Spot Information System" (BLIS) von Volvo arbeitet im Nahbereich von etwa zehn Metern und eignet sich dadurch eher für den Stadt- und Kolonnenverkehr mit geringen Geschwindigkeitsunterschieden. Der schwedische Hersteller setzt dabei auf Videotechnik. Der Vorteil: Die Funktion steht bereits ab zehn km/h zur Verfügung, zudem erkennt es selbst Radfahrer. Die Information, ob sich Fahrzeuge in der Nähe befinden, erfolgt hier durch eine Signalleuchte im Fahrzeuginnenraum. Bei schwierigen Lichtverhältnissen oder schlechtem Wetter kommt BLIS laut ADAC an seine Grenzen und arbeitet nicht mehr zuverlässig.

Ganz anders die Funktionsweise von "Side Assist" von Audi und VW. Das mit Radarsensoren ausgestattete System erfasst Verkehrsteilnehmer bis etwa 50 Meter hinter dem eigenen Auto. Dadurch werden selbst mit hoher Geschwindigkeit herannahende Fahrzeuge sicher erkannt. Allerdings steht seine Funktion erst ab 60 km/h zur Verfügung und eignet sich deshalb nur für Fahrten außerorts. Befindet sich ein Objekt im Gefahrenbereich, wird beim Setzen des Blinkers aus einem schwach leuchtenden Informationssignal ein stark aufblitzendes Warnsignal. Nachteil des Systems: Bereits bei Kurven mittleren Radius ist es den Experten zufolge wirkungslos.

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