Test SsangYong Kyron 270XDi — 27.08.2007
Dezente Retusche
SsangYong hat dem Kyron einige optische Retuschen und einen stärkeren Motor spendiert. Der Südkoreaner mit Offroad-Qualitäten gewinnt damit ein wenig an Schwung.
Die Kraft wird über eine langsam schaltende Fünfstufen-Automatik permanent an alle vier Räder übertragen, dank einer zuschaltbaren Geländeuntersetzung und einer Bergabfahrhilfe (Hill Descent Control/HDC) muss er sich auch im Gelände nicht verstecken. Der Verbrauch soll 9,5 Liter Diesel betragen, was einen CO2-Ausstoß von 242 g/km bedeuten würde, ein offenes Dieselpartikelfiltersystem ist jetzt Serie.
Platz satt auf allen Plätzen
Auf der Autobahn gibt sich der Kyron als ruhiger Gleiter, zur Raserei verleiten die Blechmassen nicht. Geringe Windgeräusche und der leise säuselnde Fünfzylinder sorgen für entspanntes Fahren. In engeren Kurven neigt sich der Koreaner kräftig, die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung vermittelt bis 80 km/h zu wenig Rückmeldung und ist extrem leichtgängig. Die Sitze – besonders in Leder gekleidet – sind zwar ausreichend groß, bieten aber wenig Seitenhalt. Ansonsten ist das Platzangebot dank des großen Radstandes von 2,74 Metern üppig, der Kofferraum fast zwischen 623 und 2322 Liter Gepäck. Das Umklappen der Rückbank geht leicht von der Hand, es bleibt aber eine kleine Kante zwischen Ladeboden und den Sitzen.Die Ausstattung des Top-Modells ist üppig: Lederausstattung, Klimaautomatik, ESP oder ein Tempomat sind zum Preis von 35.295 Euro immer an Bord des 4,66 Meter langen Koreaners. Vier Airbags sind in dieser Klasse wenig. Als neues Basis-Aggregat 200 XDi dient ein Zweiliter-Selbstzünder mit 141 PS. Er soll vor allem preisbewusste Käufer locken und wird in Verbindung mit Hinterradantrieb und einem manuellen Schaltgetriebe für 24.995 Euro angeboten. Mit zuschaltbarem Allradantrieb ist er 3000 Euro teurer, die Automatik kostet noch einmal 2060 Euro zusätzlich. Auch das ESP schlägt hier mit 710 Euro extra zu Buche. Das nominell nicht wesentlich schwächere Triebwerk (310 Nm bei 1800/min) wirkt mit dem schweren Kyron allerdings schnell überfordert. Die 167 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht er erst nach längerem Anlauf, 16,2 Sekunden vergehen bis zum Erreichen der 100-km/h-Marke.

































