Test Startech 300C 3.0 CRD Touring

Startech 300 3.0 CRD Touring Startech 300 3.0 CRD Touring

Test Startech 300C 3.0 CRD Touring

— 11.05.2007

Unter Brüdern

Die Blues Brothers würden ihn sofort in die Familie aufnehmen: Der Startech 300C 3.0 CRD Touring punktet mit kaum zu überbietender Coolness.

Bisweilen sollten auch Ikonen mit der Zeit gehen: Jake und Elwood Blues dürfen ihren 74er Dodge Monaco endlich guten Gewissens in Zahlung geben – für einen Chrysler 300C von Startech. Lediglich der Umstieg vom US-Big-Block auf deutschen V6-Diesel kostet die Brüder wahrscheinlich etwas Eingewöhnungszeit.

Karosserie/Qualität


Startech übt sich in Einschüchterungstaktik: Bodykit, monströser Chromgrill und gediegene 20-Zöller verschaffen dem stämmigen Ami einen fast furchteinflößenden Auftritt. In den Seitenschwellern findet sich die von Brabus bekannte Unterboden-Lichterkette. Vier gewaltige Endrohre lassen auf imposante Donnerwetter hoffen: leider Fehlanzeige – Diesel bleibt Diesel.

Fahrfreude/Antrieb


Leistung satt: Unterstützt von einem Zusatzsteuergerät leistet der Selbstzünder 262 PS, statt serienmäßiger 218. Der von Mercedes stammende Sechszylinder tut sich erfreulich leicht: Unbekümmert pfeilt das Auto nach vorn. Bis 4000 Umdrehungen – darüber geht dem Motor schlagartig die Luft aus.

Fahrleistungen


Routiniert knöpft das Tuningfahrzeug dem Serienauto 0,6 Sekunden von null auf 100 km/h ab (7,3 statt 7,9 Sekunden). Auf die serienmäßige Höchstgeschwindigkeit von 227 km/h packt Startech lediglich ein kümmerliches km/h mehr drauf. Die maue Bremsanlage hat der Tuner versäumt aufzumöbeln. Das täte aber not: Mehr als 40 Meter von Tempo 100 bis zum Stand sind echt unzeitgemäß.

Fahrwerk/Komfort


Das Gewindefahrwerk ist mitteilsam, vermeidet aber unnötige Härten. Den nüchtern gestylten Innenraum wertet Startech nach allen Regeln der Kunst auf: Das Armaturenbrett täfelt der Tuner aus Bottrop mit Holz und überzieht es mit Leder. Die Serien-Sessel werden durch edle Recaro-Sportsitze ersetzt. Die sind allerdings so eng geschnitten, dass amerikanisch dimensionierte Hinterteile hoffnungslos auflaufen.

Preis/Kosten


Was die Preise anbelangt, orientiert sich Startech am Mutterunternehmen Brabus: Allein der generalüberholte Innenraum schlägt mit 21.990 Euro zu Buche.

Autor: Bernd Ahrens

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