Test Subaru B9 Tribeca 3.0R Exclusive

Subaru B9 Tribeca 3.0R Exclusive Subaru B9 Tribeca 3.0R Exclusive

Test Subaru B9 Tribeca 3.0R Exclusive

— 04.05.2007

Der Schwergewichts-Boxer

Subarus erster SUV schlägt mit 245 PS zu. Klingt hart, fühlt sich aber weich an. Geradeaus cruisen passt zu seinem leisen, kultivierten Wesen am besten.

Er ist größer als ein VW Touareg, kostet in Exclusive-Ausstattung mehr als ein Mercedes ML 350, und er teilt sich das Motorkonzept mit dem Porsche 911. Der 4,86 Meter lange und 51.200 Euro teure Subaru B9 Tribeca 3.0R Exclusive tritt mit seinem Sechszylinder-Boxermotor gegen die hochkarätigen SUV-Gegner an – und setzt dabei auf Extravaganz.

Das gilt sogar für seinen Namen: Tribeca ist ein trendiges New Yorker Stadtviertel. Und tatsächlich hat Subaru sein Topmodell vor allem für Einsätze auf dem US-Markt trainiert. So ist der Tribeca nur mit Fünfstufen-Automatik und 245 PS starkem Dreiliter-Benziner zu haben – eine Kombination, die spürbar auf den gemächlichen Highway-Einsatz zugeschnitten ist. Geradeaus cruisen passt zu seinem leisen, kultivierten Wesen am besten. Alles andere stresst den Fahrer. Beim Ausdrehen klingt der Motor angestrengt, für entspannte Überholmanöver fehlt der Maschine schlicht Druck, und Sprintqualitäten scheitern an den fast zwei Tonnen Leergewicht. Dabei wirkt die häufig herunterschaltende Automatik übermotiviert – was sich aber nicht negativ auf den Verbrauch auswirkt.

12,3 Liter im Testschnitt sind in dieser Klasse ein passabler Wert. Im Gegensatz zu den Bremsen: fast 43 Meter, inakzeptabel. Dass auch die Fahrwerkabstimmung des Tribeca dem amerikanischen Geschmack schmeichelt, passt umso besser zu ihm. Weiches Abrollen und lange Federwege sichern in Verbindung mit bequemen Sitzen beste Fernreisequalitäten.Zur perfekten Sitzposition fehlt eine Lenkrad-Tiefenverstellung. Keine Diskussionen gibt es bei Ausstattung und Sicherheit. Das Top-Modell Exclusive steigt als Siebensitzer unter anderem mit Lederpolstern, Klimaautomatik, DVD-Entertainment-Anlage und Navigationssystem in den Ring. Dazu sind sechs Airbags, aktive Kopfstützen und außerdem eine Rückfahrkamera ab Werk an Bord. Ganz schön extravagant.

Fazit


Was Exklusivität und Extravaganz angeht, landet der luxuriös ausgestattete Tribeca wirkungsvolle Treffer. An seinen Allroundtalenten muss der Schwergewichtler jedoch noch feilen. Sein Dreiliter-Boxermotor wirkt angestrengt. Ein kräftiger Diesel würde besser zu ihm passen.

Autor: Jan Horn

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