Test Subaru Impreza 2.5 WRX STi

Subaru Impreza 2.5 WRX STi Subaru Impreza 2.5 WRX STi

Test Subaru Impreza 2.5 WRX STi

— 14.07.2006

Dezent ist irgendwie anders

Zwar gibt es den Subaru Impreza 2.5 WRX STi außer in Leuchtblau auch einfarbig silber; zur dezenten Limousine macht aber auch das den Renner nicht.

Kleine Limousine oder Supersportwagen?

Die straßenzulässige Rennversion des Subaru Impreza, der WRX STi, war bisher nur mit ausladendem Spoilerwerk, in leuchtendem Metallicblau und mit goldfarbenen Felgen zu haben. Das Sondermodell "Limited" trägt mit einem kleineren Heckflügel, ohne Dachkantenspoiler und mit silbernen Felgen weniger dick auf und ist in Grau, Silber und Schwarz lieferbar. Dazu ist es mit Nebelscheinwerfern und vor allem der zusätzlichen Geräuschdämmung ein wenig alltagsorientierter.

Gegenüber dem 2005er Modell hat der aktuelle STi einen kleineren Lufteinlass in der Frontschürze, und die Hutze für den Ladeluftkühler ist nun flacher, was die Sicht verbessert. Innen fallen die trotz gutem Seitenhalt nicht zu engen Sportsitze und der zentrale Drehzahlmesser ins Auge.

Wie der "normale" blaue WRX STi hat auch der optisch abfrisierte Limited den neuen 2,5-Liter-Boxer mit 280 PS unter der Haube. Dessen Leistungsentfaltung ist zwar nicht mehr ganz so spektakulär wie beim früheren Zweiliter mit 265 PS; dennoch prägt das ab gut 3500 Touren brutal einsetzende Drehmoment das Fahrerlebnis nachhaltig. Trocken schaltet man durchs knochige Sechsganggetriebe; die direkte Lenkung reagiert nicht unangenehm nervös. Das STi- Allradsystem unterscheidet sich von anderen Subaru durch das hecklastig ausgelegte Zentraldifferential mit manuell verstellbarem Sperrgrad.

Fahrleistung, Kosten, Fazit

Auf der Autobahn stößt der Turbo-Boxer an die Drehzahlgrenze; aber um die auf 250 km/h beschränkten Sportlimousinen abzuhängen, reicht’s allemal. Beschleunigen und Überholvorgänge geschehen wie im Zeitraffer. Elektronische Fahrhilfen wie ESP würden zu diesem Sportgerät nicht passen. Dafür kann man per Zentralsperrenverstellung den Kurven-Driftwinkel variieren.

Komfort ist kein zentrales Merkmal des Straßenrenners. Die Federung ist hart, die doppelte Schottwand dämpft das Boxer-Bollern auf ein wütendes Fauchen bei Vollast. Kommen wir zum Preis: 41.600 Euro für eine kleine Limousine sind viel, 148 Euro pro PS aber nicht. Nur Kleingeister fragen bei solch einer Rennmaschine nach dem Verbrauch – Bleifußfahrt treibt ihn auf über 20 Liter.

Fazit Für den Vernunftmenschen ist ein Straßen-Viersitzer mit zehn bis 15 Liter Verbrauch und ohne ESP ein Alptraum. Doch wer es schafft, den nüchternen Verstand vorübergehend beiseite zu schieben, wird sich dem Spaß, den eine unauffällige kleine Limousine mit den Fahrleistungen eines Supersportwagens macht, nicht verschließen können.

Autor: AS

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