Test Subaru Outback 2.0D

Subaru Outback 2.0D Subaru Outback 2.0D

Test Subaru Outback 2.0D

— 14.05.2008

Besonderer Diesel

Der erste Boxer-Turbodiesel kommt von Subaru und beschert dem bekannten Outback gute Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch. Er wertet den bewährten Outback für Vielfahrer auf.

Legacy und Outback wird die Ehre zuteil, als erste Subaru-Modelle den neuen Boxer-Turbodiesel zu erhalten.

Karosserie und Qualität

Der 2004 präsentierte Outback der zweiten Generation gefällt auch heute durch zeitgemäße Optik und ordentliche Platzverhältnisse. Der 459-Liter-Gepäckraum fällt mit 720 mm Innenhöhe reichlich flach aus, lässt sich dafür aber bis auf 1,90 Meter Ladelänge erweitern.

Fahrfreude und Antrieb

Der von Subaru selbst entwickelte Boxer-Turbodiesel ist schon etwas Besonderes. Er hat nur ein kleines Turboloch, hängt sonst gut am Gas und läuft in jedem Drehzahlbereich auffällig vibrationsarm. Er klingt prinzipiell wie die bewährten Benziner-Boxer, allerdings mit einem harten Unterton, der an einen Benziner mit Pleuellagerschaden erinnert. Vorerst gibt es den Diesel-Boxer ausschließlich mit Fünfgang-Schaltgetriebe, nicht mit Automatik und auch nicht mit Reduktionsgetriebe. Der bewährte Allradantrieb über Zentraldifferenzial hat keinerlei Mühe, die Kraft auf den Boden zu bringen.

Fahrleistungen

Ab 1500 Touren zieht der Turbodiesel kräftig los. Mit einigem Anlauf erreicht der Diesel-Outback echte 201 km/h.

Fahrwerk und Sicherheit

Ein unproblematisches Fahrverhalten, brauchbare Bremswerte, sechs Airbags, serienmäßiges ESP — all das gehört zum Diesel-Outback.

Geländetauglichkeit

Gegenüber dem niedrigen Legacy Kombi bietet der Outback insgesamt vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit. Mehr als seine 190 mm hat auch ein VW Tiguan nicht. Der Outback setzt aber früh mit der langen, tiefen Nase auf. Und die Kupplung bettelt am Berg vergeblich um die Untersetzung des 2,5-l-Benziners. Diesel-Nachteil: die auf 1700 Kilogramm verringerte Anhängelast (2.5i: bis zu 1960 kg).

Komfort

Der Outback federt straff, aber nicht unkomfortabel.

Preis und Kosten

720 Euro Aufpreis kostet der 2.0 D gegenüber dem 23 PS stärkeren Benziner 2.5i, der praktisch die gleichen Fahrleistungen bietet. Im Grundpreis sind Klimaautomatik, 17"-Aluräder und hintere Niveauregulierung drin.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Martin Braun

Ein gelungener Motor, der neue Diesel-Boxer: kräftig, sparsam. Er wertet den bewährten Outback für Vielfahrer auf. Allerdings kommt erst im August die Vollwertversion mit korrektem Dieselrußfilter.
Technische Daten Subaru Outback 2.0D
Motor 4-Zyl.-Boxer-Turbodiesel, vorn längs
Hubraum 1998 cm³
Leistung 110 kW (150 PS) bei 3600/min
Drehmoment 350 Nm bei 1800/min
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben
Reifen 215/55 R 17
Leergewicht/Zuladung 1604/426 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst 1700/750 kg
Länge/Breite/Höhe 4730/1770/1545 mm
Bodenfreiheit 190 mm
Wattiefe 300 mm
Böschungswinkel vorn/hinten 22°/24°
Rampenwinkel 17°
Achsverschränkung/Index 180 mm/67 %
Kraftübertragung
Fünfgang-Schaltgetriebe ohne Geländereduktion, Allradantrieb permanent über Zentraldiff. mit Viskobremse (v:h 50:50); el. Bremseingriff v+h
Messwerte
0–100 km/h 10,5 s
0–130 km/h 17,8 s
60–100 km/h im 4. Gang 9,0 s
80–120 km/h im 5. Gang 12,0 s
Höchstgeschwindigkeit 201 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm 40,0/39,3 m
Normverbrauch/CO2-Ausstoß 5,9 l/156 g/km
Testverbrauch Ø (l/100 km) 7,4 Diesel
Kosten
Steuer/Jahr (Euro 4) 332 Euro
Typklassen HPF/VK/TK 18/23/21
Grundpreis 33.230 EURO

Autor: Martin Braun

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