Test Subaru Tribeca 3.6

Subaru Tribeca 3.6 Subaru Tribeca 3.6

Test Subaru Tribeca 3.6

— 18.07.2008

Nasen-Operation

Nach einer umfassenden Modellüberarbeitung versucht Subaru nun erneut, mit dem Tribeca in der großen Klasse Fuß zu fassen. Leider wird der Kundschaft keine Alternative zum großen Benziner geboten.

Ein durchschlagender Erfolg war dem Tribeca bislang nicht vergönnt. Der im amerikanischen Subaru-Werk in Lafayette/Indiana gebaute Allradler mit dem Namen eines New Yorker Stadtteils kam vergangenes Jahr gerade einmal auf 286 neu zugelassene Exemplare — ein magerer Platz 65 in der deutschen Allradstatistik.

Karosserie/Qualität

Vor allem am Gesicht zeigt der 2008er Tribeca viel Neues: Die mutige Gestaltung mit dem riesigen Nasenloch als mittigem Kühlergrill wich einem konservativeren Design. Bei Außenabmessungen und Platzangebot ist der Riesen-Subaru vergleichbar mit dem Volvo XC 90. Eine längs verschieb- und doppelt teilbare Rückbank schafft viel Variabilität. Alle Sitze sind bequem, fallen aber für Großgewachsene nicht besonders üppig aus. Auf Wunsch gibt es eine versenkbare dritte Sitzreihe für Kinder.

Fahrfreude/Antrieb

Nach wie vor gibt es nur einen Motor, einen Sechszylinder-Benziner, selbstverständlich Subaru-typisch in flacher Boxer-Bauweise. Das Neue daran: 3,6 statt 3,0 Liter Hubraum, 258 statt 245 PS, vor allem aber 350 statt 297 Nm Drehmoment. Und das macht das Fahren mit dem Tribeca wesentlich souveräner. Die neue Motorversion ist nicht mehr derart auf hohe Drehzahlen angewiesen, arbeitet viel harmonischer mit der serienmäßigen Fünfstufenautomatik zusammen.

Fahrleistungen

Für die Höchstgeschwindigkeit muss die Automatik in Stufe vier bleiben.

Fahrwerk/Sicherheit

Die gegenüber dem Vorgänger deutlich verbesserte Bremsleistung steht dem Tribeca gut zu Gesicht.

Geländetauglichkeit

Die Bodenfreiheit ist ok, aber die lange und tiefe Nase setzt frühzeitig auf.

Komfort

Angenehmer Federungskomfort ist die starke Seite.

Preis/Kosten

Der Preis von 44.900 Euro ist angemessen, auch wegen der großzügigen Grundausstattung: elektrisch einstell- und beheizbarer Fahrersitz, Xenon-Licht, CD-Wechsler, Metalliclack, 18-Zoll-Aluräder. Subaru verspricht per Normverbrauch eine Einsparung von 0,7 Liter/100 km gegenüber dem Vorgänger, aber der Test konnte das nicht bestätigen.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Martin Braun

Pardon, Subaru: Trotz des Gewinns an Motordrehmoment und Fahrsouveränität wird sich der Tribeca nicht durchsetzen, solange man der Kundschaft keine Alternative zum großen Benziner bietet.
Technische Daten Subaru Tribeca 3.6
Motor 6-Zyl.-Boxer-Benziner, vorn längs
Hubraum 3630 cm³
Leistung 190 kW (258 PS) bei 6000/min
Drehmoment 350 Nm bei 4000/min
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben
Reifen 255/55 R 18
Leergewicht/Zuladung 1950/636 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst 2000/750 kg
Länge/Breite/Höhe 4865/1880/1720 mm
Bodenfreiheit 205 mm
Wattiefe 300 mm
Böschungswinkel vorn/hinten 17°/21°
Rampenwinkel 19°
Achsverschränkung/Index 175 mm/64 %
Kraftübertragung
Fünfstufenautomatik ohne Geländereduktion, Allradantrieb permanent über Zentraldiff. mit el. Lamellenbremse (v:h 45:55); el. Bremseingriff v+h
Messwerte
0–100 km/h 9,0 s
0–130 km/h 14,9 s
60–100 km/h mit Kickdown 4,9 s
80–120 km/h mit Kickdown 6,5 s
Höchstgeschwindigkeit 207 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm 40,3/39,3 m
Normverbrauch/CO2-Ausstoß 11,6 l/275 g/km
Testverbrauch Ø (l/100 km) 13,2 l Super
Kosten
Steuer/Jahr (Euro 4) 249 Euro
Typklassen HPF/VK/TK 21/27/24
Grundpreis 44.900 EURO

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