Test Subaru Tribeca

Subaru Tribeca Subaru Tribeca

Test Subaru Tribeca

— 01.08.2006

Subaru fürs Grobe

Er kann klettern und mit Wasser spritzen. Aber in erster Linie zielt der Tribeca auf trendiges Großstadtpublikum. Unter der Haube: ein Sechszylinder-Boxer mit satten 245 PS.

Subaru strebt zu neuen Ufern. Bisher bauten die Japaner geländetaugliche Allrad-Kombis, die vor allem durch eins auffielen: ihre Unauffälligkeit. Das soll der B9 Tribeca nun ändern. Das SUV zeigt nicht nur das frische Gesicht der Marke, sondern mit 4,86 Meter Länge auch eine neue Größe im Modellangebot.

Beim Tribeca wagen die Designer einen Neuanfang. Der knopfnasige Kühlergrill mit lamellenförmigen Lufteinlässen soll das neue Subaru-Gesicht werden. Und Konkurrenten wie Volvo XC90 oder BMW X5 die Stirn bieten. Unter der Motorhaube arbeitet bei Subaru nach wie vor ein Boxer-Benziner, erst einmal das einzige Aggregat für den großen Wagen. Zwar bringt Subaru für den Legacy Ende 2007 einen Zweiliter-Diesel, doch der kleine Boxer ist nicht für den Tribeca geplant. Das dürfte seine Marktchancen stark eingeschränken.

Der Sechszylinder startet fast geräuschlos. Beim Rollen über die Autobahn herrscht stiller Frieden. Erst durch Hochschalten meldet sich der 245-PS-Motor. Dann aber mit einem Heulen, das kräftig nervt. Was eher am unentschlossenen Fünfgang-Getriebe liegt. Man möchte die Automatik beruhigen, das Schalten gern auch selbst übernehmen, aber: Nichts hilft. Auch nicht Wechseln der Gänge in der linken Gasse. Entweder der Wagen kreischt, oder ihm fehlt Kraft.

Unter der Motorhaube arbeitet ein Sechszylinder-Boxer mit 245 PS.



Ständig hat man das Gefühl, im falschen Gang zu sein. Nicht aber im falschen Wagen. Unebenheiten schluckt der SUV gelassen, in Kurven neigt er sich nur sanft zur Seite. Seine amerikanischen Wurzeln sind kaum zu spüren. Aus den USA kommt auch sein Name. In New York ist Tribeca (Triangle Below Canalstreet) ein angesagtes Szene-Viertel, multikulti und sehr bunt. Im Innenraum spiegelt sich das nicht wider.

Das Cockpit strahlt technische Kühle aus, ohne an Gemütlichkeit zu verlieren. Die Sitze bieten den Beinen großzügige Auflagen, den Schultern schenken sie wenig Halt. Im Tribeca sitzt man SUV-typisch hoch, trotzdem ist die Rundumsicht bescheiden. Dafür gibt es in Kombination mit dem Navigationsgerät eine Rückfahrkamera, die das Bild auf einen Monitor projiziert. Alles Serie.

Der siebensitzige Tribeca für 49.900 Euro ist ausgestattet mit der Multimedia-Welt einer Erste-Klasse-Suite: DVD-System für die Rückbank, MP3-Spieler, CD-Wechsler und neun Lautsprecher. Da steckt Musik drin, schließlich bietet das SUV einen großen Klangkörper mit 1495 Liter Kofferraum.

Für das neue Subaru-Gesicht werden mindestens 49.900 Euro fällig.



Auch wenn die Dachlinie eher flach verläuft. Alle Sessel lassen sich verrücken und klappen. Die mittlere Sitzreihe fährt um 200 Millimeter nach hinten, klappt nach vorn, und die Lehnen sind in der Neigung verstellbar. Beide Notsitze verschwinden unauffällig im Boden. Aber das ist auch schon das einzige, was am Tribeca unauffällig ist.

Technische Daten Sechszylinder-Boxer • vier Ventile pro Zylinder • vier obenliegende Nockenwellen • Hubraum 3000 cm³ • Leistung 180 kW (245 PS) bei 6600/min • max. Drehmoment 297 Nm bei 4200/min • Allradantrieb • Anhängelast 2000 kg • Spitze 195 km/h • 0-100 km/h in 9,7 s • Preis 49.900 Euro

Autor: Margret Hucko

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