Test Toyota LandCruiser 3.0 D-4D

Toyota LandCruiser 3.0 D-4D Toyota LandCruiser 3.0 D-4D

Test Toyota LandCruiser 3.0 D-4D

— 02.03.2007

Auf EU 4 gebracht

Kleine Änderungen am Turbodieselmotor erhalten die Zulassungsfähigkeit. Nach wie vor bremst der LandCruiser aber zu schwach.

Durch kleine Modellpflege-Maßnahmen versucht Toyota, den 2002 vorgestellten LandCruiser (intern J12) attraktiv zu halten. 2005 gab es neue Getriebe mit mehr Gängen, und der Motor erhielt eine Auffrischung in Form von mehr Einspritz- und Ladedruck. Resultat: 166 statt 163 PS, vor allem aber 410 Nm Drehmoment statt zuvor 343 Nm. Nun ist erneut der Motor dran: EU4-Einstufung, 173 statt 166 PS, aber bei unverändertem Drehmoment.

Karosserie/Qualität Schon das Einsteigen, erst recht aber das Fahren ist beim LandCruiser immer wieder eine Freude. Alles wirkt akkurat verarbeitet, jeder Schalter, jeder Knopf. Mühselig ist nur die Bedienung der Heizung und Belüftung via Berührungs-Bildschirm. Das dauert und gibt hässliche Fingerabdrücke. Platz bietet der LandCruiser reichlich. Der 620 Liter große Kofferraum lädt mit satten 630 Kilogramm Zuladung zur großen Reise ein.

Fahrfreude/Antrieb Auch mit 173 PS ist der LandCruiser kein Auto für Schnellfahrer. Temperamentvoll wirkt er nie, aber durchsetzungsfähig, wenn erst mal das kleine Turboloch überwunden ist. Motor und Automatikgetriebe (1950 Euro) arbeiten gut zusammen. Der permanente Allradantrieb agiert souverän, die elektronischen Bremseingriffe simulieren echte Achssperren gut. Fahrleistungen Die sieben Mehr-PS resultieren offenbar aus der Serienstreuung. Jedenfalls zeigen die Messungen keinerlei Fortschritt bei Sprint oder Höchstgeschwindigkeit.

Fahrwerk/Sicherheit Die Bremsen genügen heutigen Ansprüchen nicht mehr. Sie verzögern bereits bei der ersten Bremsung schwach.

Geländetauglichkeit Die Bodenfreiheit (205 mm) fällt für einen
Geländewagen dieser Klasse dürftig aus. Ansonsten überzeugt der LandCruiser mit wirksamem Allradantrieb und stabilem Fahrwerk.

Komfort Schon ohne manuelle Stoßdämpferverstellung federt er angenehm. Mit Verstellung kann man wählen zwischen Schaukel und Härtefall – oder Mittelmaß.

Preis/Kosten Der Preis ist Durchschnitt, der Verbrauch günstig. Bitte bedenken: Die Rußfilter-Nachrüstung kostet 790 Euro.

Fazit

Noch immer macht die gefühlte Solidität den Reiz des Toyota LandCruiser aus. Angenehm ist auch der Komfort. Die schwachen Bremsen hätte Toyota allerdings bei der jüngsten Modellpflege verbessern müssen.

Autor: Martin Braun

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