Test Toyota Urban Cruiser

Toyota Urban Cruiser Toyota Urban Cruiser

Test Toyota Urban Cruiser

— 03.04.2009

Der Mini-Macho

Keine vier Meter lang, aber groß im Auftritt – das kleine Toyota-SUV besetzt eine neue Nische. Dieser Toyota hat das richtige Format: Statt wuchtiger Masse bringt der Urban Cruiser modernes SUV-Fahrgefühl in zeitgemäßer Form rüber.

Viel hilft viel – das war vorgestern. Toyotas neues SUV zeigt, wie es heute ist: Nicht einmal vier Meter misst der neue Urban-Cruiser und ist damit nur zwei Fingerbreit länger als ein VW Polo. Der stämmige Viertürer hat zwar nicht die Bodenfreiheit, aber immerhin Sitzhöhe und Proportionen eines Geländewagens. Und als Diesel sogar dessen Technik. Der 1.4 D-4D Trek (22.950 Euro) setzt auf variablen Allradantrieb und elektrisch zuschaltbare 50:50-Kraftverteilung aus dem RAV4. Bei normaler Fahrt treibt er nur die Vorderräder an, erst auf rutschigem Grund variiert die Kraft.

Der Urban Cruiser kommt mit 4,9 Liter Diesel aus

Neben der Handbremse gibt es eine Taste, die eine feste Kraftverteilung (50:50) bestimmt.

Dem 90 PS starken Diesel (205 Newtonmeter Drehmoment) fehlt leider etwas Druck im Keller. Speziell beim Anfahren setzt sich der fast 1,3 Tonnen schwere Kleinwagen nur widerwillig in Bewegung. Dafür läuft er dann schön geschmeidig. Sparsam ist er auch: Laut Toyota kommt der Urban Cruiser 1.4 D-4D mit 4,9 Liter Diesel aus. Das wäre ja mal was Neues unter den kompakten Allradlern. Auf anderen Pfaden pirscht die Benzinversion namens 1.33 Dual-VVT: Der laufruhige Motor kommt ausschließlich mit Frontantrieb, ist in einfacheren Ausstattungen zu haben und kostet ab 16.950 Euro. Auch der 101 PS starke Vierzylinder gibt sich erfreulich sparsam. Bescheidene 1,3 Liter Hubraum und elektrische Servolenkung sollen den Verbrauch laut Werk auf 5,5 Liter senken.

Das Start-Stopp-System arbeitet mit einem kleinen Trick

Da steckt RAV4 drin: nicht nur optisch – den Allradantrieb kennen wir aus dem größeren Modell.

Ein Start-Stopp-System ist Serie, es funktioniert schnell und unauffällig. Ein kleiner Trick minimiert das Anlasser-Kratzen beim Starten: Ritzel des Starters und Schwungradverzahnung sind bei Stillstand ständig miteinander verbunden, erst bei laufendem Motor wird der Zahnkranz entkoppelt – das beschleunigt den Startvorgang, macht ihn leiser. Der Urban Cruiser schnurrt relativ geräuscharm, allenfalls die übermäßig sportlich ausgelegten Dämpfer nerven mit ihrer Härte. Das kleine SUV hat zwar eine verschiebbare Rückbank (nicht beim Allrad-Modell), die sich einfach umklappen lässt, doch der Kofferraum mit tiefer Ladekante und störender Stufe im Boden schluckt nur maximal 749 Liter. Das wenigstens können Polo und Co besser.

Brauchen wir diese Auto?

"SUV-Lebensgefühl in vernünftiger Portion" sagt AUTO BILD-Redakteur Joachim Staat. "Nicht der SUV an sich ist so beliebt, sondern das hohe Sitzen. Und dass die Autos halt anders aussehen. So wurde auch der erste RAV4 ein Erfolg. Der ging auch neue Wege – und war ähnlich groß wie der Urban Cruiser. Der hat was, ihr werdet sehen!" AUTO BILD-Redakteur Gerald Czajka meint:"Hat Toyota seine automobile Intelligenz mit dem iQ verbraucht? Scheint so! Denn der Urban Cruiser belegt mit unsinnigem Mix aus Offroad-Optik und Mini-Mode: Der kann alles ein bisschen, aber nichts richtig. Ich freu mich schon auf den Cross-iQ."
Technische Daten Toyota Urban Cruiser 1.33 Dual-VVT-i
Motor Vierzylinder, vorn quer
Hubraum 1329 cm³
Leistung 74 kW (101 PS) bei 6000 U/min
max. Drehmoment 132 Nm bei 3800 U/min
Länge/Breite/Höhe 3930/1725/1525 mm
Kofferraum 314–749 l
EU-Verbrauch 5,5 l S
CO2-Ausstoß 129 g/km
Preis ab 16.950 Euro
Jan Horn

Jan Horn

Fazit

Dieser Toyota hat das richtige Format: Statt wuchtiger Masse bringt der Urban Cruiser modernes SUV-Fahrgefühl in zeitgemäßer Form rüber. Aber billig ist er nicht.

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