Test VW Eos V6

VW Eos V6 VW Eos V6

Test VW Eos V6

— 22.11.2006

Mit 250 PS der Sonne entgegen

Das stärkste VW-Cabrio ist ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Für 35.500 Euro bietet der Eos V6 mehr Luxus als die teurere Konkurrenz.

Bequeme Ledersessel, Klimaanlage, Sound von Dynaudio, Farb-Navigation, Windschott bereits vormontiert. Nein, der Eos V6 ist kein Geiz-ist-geil-Cabrio. Sondern ein Auto für Menschen, die sich gern bedienen lassen. Sonne gefällig? Kurzes Ziehen an der Chromlasche zwischen den Sitzen, und schon öffnet sich binnen 25 Sekunden der dreiteilige Baldachin. In diesem Volkswagen funktioniert fast alles automatisch. Fensterheber und Zentralverriegelung sowieso, dazu die Sitzverstellung samt Lordosenstütze und auch das Getriebe.

Wem die Frisur wichtig ist, der sollte bei schneller Fahrt das Verdeck schließen. Ab 160 zieht's mächtig.

DSG ist angesagt, das heißt automatisches Schalten ohne Zugkraftverlust. Manuelle Eingriffe sind möglich, aber unnötig, denn die Chips reagieren auf Tempo und Fahrstil. Im Gegensatz zum gleich starken Golf R32 verzichtet der Eos V6 auf vier angetriebene Räder. Das spart Gewicht und hilft dem Verbrauch, doch wenn 250 PS und 320 Nm ihr Bestes geben, müssen Traktionskontrolle und ESP Überstunden machen. Vor allem der Ampelstart hat bei Vollgas etwas leicht Prolliges, und auch in engen Kurven zerren die Kräfte gehörig am Lenkrad. Man muss dem Schlupf ein Schnippchen schlagen, um in 7,3 Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen. Verbraucht werden sollen 9,2 Liter, doch in der Praxis sind es gern zehn Liter und mehr. Die Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h erleben Genussmenschen bevorzugt mit geschlossenem Verdeck, denn trotz Windschotts herrscht ab 160 Sachen glatter Durchzug.

Auch bei geschlossenem Verdeck herrscht kein Mangel an Frischluft – dank Glasschiebedach.

Nicht genug Licht, nicht genug Frischluft? Kein Problem. Als einziger Vertreter der Coupés mit versenkbarem Hardtop besitzt der Eos nämlich ein großes gläsernes Schiebedach, das ebenfalls auf Knopfdruck funktioniert. Die vier Eos-Clubsessel kosten in Verbindung mit dem sämigen 250-PS-Motor mindestens 35.500 Euro. Natürlich tut es auch der 5300 Euro günstigere Vierzylinder mit 200 PS, aber wer auf Sechszylinder-Komfort und Automatik-Luxus nicht verzichten will, der kommt selbst mit dem teuersten Eos immer noch billiger weg als bei der Konkurrenz. So kostet der Volvo C70 mit 220 PS satte 5000 Euro mehr – und hat nur einen Fünfzylinder unter der Haube.

Technische Daten

V6, vorn quer eingebaut • 3189 cm³ • vier Ventile pro Zylinder • Leistung 184 kW (250 PS) bei 6300/min • max. Drehmoment 320 Nm bei 2500/min • Vorderradantrieb • Sechsgang-DSG • Einzelradaufhängung • Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet • Reifen 235/45 R 17 W • Leergewicht 1627 kg • Zuladung 463 kg • 0 bis 100 km/h in 7,3 Sekunden • Spitze 247 km/h • Verbrauch 9,2 l S • Preis: 35.500 Euro

Autor: Georg Kacher

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