Test VW Touareg V6

Volkswagen Touareg V6 FSI Volkswagen Touareg V6 FSI

Test VW Touareg V6

— 12.06.2006

Teurer Einstieg

VW tauscht seinen Basis-Benziner aus. Der neue Touareg V6 3.6 FSI leistet 39 PS mehr – ist aber weder sparsam noch günstig.

Von wegen Volkswagen: Bei 46.200 Euro geht es los. Darunter ist kein Touareg mit Ottomotor mehr zu haben. Der V6 3.6 FSI mit 280 PS hat den alten V6 3.2 abgelöst und wird so im Handstreich 4150 Euro teurer. Aua!

Immerhin: Zumindest der hohe Einstieg im wahrsten Sinne des Wortes läßt sich im Touareg tieferlegen. Wer das optionale Sportfahrwerk bestellt, muß 25 Millimeter weniger Höhendifferenz bewältigen, um den VW zu erklimmen. Natürlich gibt es mehr als nur zusätzlichen Hubraum: 39 PS mehr, 50 Nm mehr Drehmoment. Moderner wird der große SUV ebenfalls. So setzt VW im 3.6 auf die prestigeträchtigere FSI-Technik, die gleichzeitig Sparvorteile bringen soll.

Im Test haben wir das nicht gerade gespürt. 14,3 Liter Durchschnittsverbrauch bedeuten ein Plus von 0,5 Liter gegenüber dem Vorgänger. Das ist zwar im Konkurrenzumfeld (Mercedes ML 350 15,6 Liter) noch akzeptabel, absolut gesehen aber unzeitgemäß viel. Dagegen stehen eine feine Laufkultur, kraftvoller Durchzug und der tolle Klang des V6. Mit der Mischung aus mechanischem Unterton und kernigem Grummeln zeigt der drehfreudige FSI-Benzindirekteinspritzer eindrucksvoll, daß moderne Benziner mit Dieseln in puncto Fahrspaß durchaus mithalten können.

Wohliger Motorenklang, ein dickes Leistungsplus und modernere Einspritztechnik sind nicht allein für den Preisaufschlag verantwortlich. Gleichzeitig mit dem Motorwechsel gehört im 3.6 nun ein Automatikgetriebe zur Serienausstattung. Dieser Sechsstufenautomat mit Tiptronic reagiert besonders beim Anfahren angenehm spontan auf Gaspedalbefehle. Auch schaltet die Automatik verzögerungsarm herunter. Nur beim Wechseln der Gänge unter Vollast arbeitet das Getriebe nicht ganz ruckfrei. Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis: Dieser Touareg kommt recht teuer, dürfte aber vielen sein Geld wert sein.

Autor: Jan Horn

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