Peng! Durchdringend knallt die Schallwelle der vier verchromten Endrohre des Wendland TTS Roadster ins Ohr. Die Alu-Schaltpaddel am Lenkrad fungieren quasi als Zünder. Eine Downpipe samt Sportkat sowie der Wegfall des Vorschalldämpfers verstärken den DSG- Schaltknall nahezu auf DTM-Niveau.

Karosserie/Qualität

Wendland tastet die TTS-Optik mit 30 Millimeter Tieferlegung sowie schwarzen 19-Zoll-Rädern kaum an – und wahrt so den akustischen Oha-Effekt.

Fahrfreude/Antrieb

Drehfreudig und durchzugsstark: Die Vorzüge des 2.0-TFSI-Triebwerks sind hinlänglich bekannt. 0,3 Bar zusätzlicher Ladedruck ergeben 38 Mehr-PS und 50 Newtonmeter extra. Zusammen mit der recht kurzen Getriebeübersetzung sprintet der TTS enthemmt los. Serienmarotte: Nach plötzlichen Bremsmanövern oder Stau-Kriecherei verweigert das DSG für ein paar Sekunden den Vortriebsbefehl.

Fahrleistungen

Beim Sprint auf 100 km/h liegt die Ausgangsbasis gleichauf – bis 180 km/h fährt der Wendland TTS zum Serien–TTS–Roadster mit DSG immerhin 1,3 Sekunden Vorsprung (15,4 statt 16,7 Sekunden) raus. Der Topspeed erhöht sich um gemessene 4 km/h.

Fahrwerk/Komfort

Michelin-Semislicks verkürzen die Bremswege gegenüber der Serie um etwa zwei Meter. Quicklebendig schwingt der TTS bei Lastwechseln das schicke Hinterteil – das ESP pariert aber stets souverän. Die sorgsam auf das Magnetic-Ride-Fahrwerk abgestimmten Federn ermöglichen gierige Richtungswechsel und bieten annehmbarem Restkomfort. Nur die direkte Serienlenkung mutet leicht synthetisch an.

Preis/Kosten

Bis auf den teuren Radsatz sind die Preise fair, der Liter Mehrverbrauch ebenfalls.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Frank Wiesmann

DTM–Renner ohne Dach – mit markigem Auspuffknallen brennt sich der Wendland TTS ins Fahrerherz. Beeindruckend: die tiefgreifende Wirkung des fahrdynamischen Feinschliffs. Nur marginal besser: die Spurtstärke. Note: 2+

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