Tests bei AUTO BILD

— 12.05.2011

So testet AUTO BILD

2000 Fahrberichte und mehr als eine Million gefahrene Kilometer pro Jahr, dazu akribisch genaue Bewertungen: Ein Blick hinter die Kulissen von AUTO BILD erklärt die anspruchsvolle Arbeit der Testredaktion.

In Zeitungen, im Internet oder am Stammtisch: Zum Tester fühlt sich heute fast jeder berufen. Überall wird getestet, was das Zeug hält. Doch zu objektiven Testergebnissen trägt das bei wie TV-Kochduelle zum Abendessen. Und für das Testobjekt Auto gilt das ganz besonders. Während sich bei Rasenmähern oder bei Kühlschränken die Testkriterien an einer Hand abzählen lassen und messtechnisch voll erfassbar sind, handelt es sich beim Auto um ein komplexes, vielschichtiges Gebilde. Viele seiner Qualitäten entziehen sich einer exakten, objektiven Messung und lassen sich nur subjektiv beurteilen.
Die vier Kategorien Tests bei AUTO BILD
Der Fahrbericht Der Einzeltest
Der Vergleichstest Der Dauertest

Beim Tanz um die Pylonen zeigt sich, ob das Fahrwerk hält, was es verspricht. Unsere Tester finden jede noch so kleine Schwäche.

Für Basiswerte wie Beschleunigung oder Bremsweg ist die Messtechnik unverzichtbar. Aber zuverlässige Aussagen über das Fahrverhalten oder den Fahrkomfort zum Beispiel können nicht allein aus genormten Fahrmanövern oder aus Rundenzeiten auf der Nordschleife des Nürburgrings abgeleitet werden. Das gelingt nur durch ausgiebiges Fahren auf unterschiedlichen Straßen. Und genau das tut AUTO BILD. Wir testen sowohl auf abgesperrter Strecke als auch im ganz normalen Alltagsverkehr oder auf dem Prüfstand. Und am Ende werden alle Eindrücke in unserem Punkteschema gesammelt.

AUTO BILD Wertungsschema

In der Kategorie Karosserie werden maximal 150 Punkte vergeben, verteilt auf elf Kriterien wie Platzangebot, Zuladung, Funktionalität und Übersichtlichkeit. Um maximale Vergleichbarkeit zu erreichen, erfolgt die Bewertung bei den meisten Testkriterien nach einem detaillierten Schlüssel. Natürlich ist es dazu auch wichtig, dass die Testwagen alle genau vermessen werden – Millimeter um Millimeter, Kilogramm um Kilogramm. 

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Das Punkteschema von AUTO BILD fragt jedes Detail eines Autos ab. Keine Chance für den Hersteller, etwas unter den Teppich zu kehren.

Das hat es in sich. Alles wird gemessen und bewertet, vom Platzangebot über Variabilität, Zuladung, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Drehfreude, Laufkultur, Verbrauch, Reichweite, Federung, Bedienbarkeit, Fahrsicherheit, Dynamik, Lenkung und Bremsweg bis hin zu Traktion und Wendekreis, um nur ein paar zu nennen. In einer getrennten Wertung führen wir die Kosten auf. Ist die Punktetabelle fertig ausgefüllt, gibt sie detailliert Auskunft über die Qualitäten der Autos. Genauso wie über ihre Schwächen. Wermutstropfen: Es kann nicht immer alles, was in die Punktevergabe einfließt, im Heft abgedruckt werden. Dazu reicht der Platz nicht.

Leser testen AUTO BILD: Unser Leserbeirat

Was für ein Gefühl löst ein bestimmtes Auto eigentlich im Bauch des Testredakteurs aus? Der Lustfaktor klärt auf.

Fundierte Testurteile sind schön und gut, wichtig sowieso, aber wo bleibt da der Bauch? Jener Bereich, der beim Autokauf bei vielen ein Wörtchen mitredet. Mit anderen Worten: Was nützt mir das beste Testergebnis, wenn mir das Auto nicht gefällt? Oder wenn es mich langweilt? Oder ich auf Image achten möchte? Zugegeben, schwer zu fassen, so was, aber wir trauen uns. AUTO BILD hängt sich aus dem Fenster und präsentiert zusätzlich zu den Messwerten den Lustfaktor. Fünf Kriterien (Design, Temperament, Handling, Wohlfühlfaktor, Image) werden von der Redaktion nach Gefühl bewertet, abseits der regulären, allgemeingültigen Punktewertung. Oben in der Galerie gibt es einen Blick in den Arbeitsalltag unserer Testredaktion. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns doch einen Kommentar!

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Kommentare zum Artikel (7)

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Range Robert
20.04.2013, 14:59Uhr

Es mag ja durch aus sein, dass die Testresultate akribisch erarbeitet werden, nur auch hier gilt was bei allen Statistischen Sachen gilt: Traue nur den Zahlen, die du selber getürkt hast. Bei Vergleichstests fällt mir immer wieder ein, dass man nicht die entsprechenden Varianten gegeneinander antreten lässt, ein mal nimmt man die Fahrzeuglänge als Basis und sucht sich dann denjenigen, den man gewinnen lassen will dazu so aus, dass das andere Fahrzeug gar keine Chance hat oder eben mit zwei Punkten geschlagen werden kann. Und wenn das nicht reicht, dann kommt man mit dem Bauchgefühl und wertet den Verlierer wieder auf. Schlussendlich sind es nicht sture Zahlen, die ein Auto beschreiben, sondern der Wunsch des Käufers.

V70er
23.03.2013, 20:19Uhr

von haus aus 50 pluspunkte für autos aus dem hause vw, audi, scoda und seat. für die restlichen deutschen hersteller gibt es nur 30 pluspunkte gegenüber ausländischen fahrzeugen.

Kracke Pöili
07.06.2012, 10:48Uhr

@ Hex: genau so ist es!

Beweispflicht
10.06.2011, 19:42Uhr

@der_beobachter.
Leider kommen die als "Gut" getesteten Autos im Gebrauchtwagen-Report oft schlecht davon. Woran das liegt ? Das Mehrverbrauch im Test, einen Wagen zu einem Testsieger küren könnte ist Absurd! Da wären meiner Ansicht nach Strafpunkte angesagt! Das ist für mich eine Vortäuschung falscher Tatsachen. Wenn nämlich ein anderes Ergebnis als das der Mehrheit entstünde, würde die Zielgruppe die seit eh und jeh VW oder Opel kaufen und fahren, die Zeitung im Ständer liegen lassen. Deshalb sind in den Medien die subjetiven Empfindungen beim Test gespickt!

Deichgraf63
02.06.2011, 23:21Uhr

Ich wäre noch für die Ermittlung der Motordrehzahl bei 100km/h im höchsten Gang, um eine gute Elastizität zu bekommen, sind einige Getriebe wegen der heute üblichen "Modellflugmotoren" recht kurz, nervige Drehzahlen sind die Folge. Auch sollte die Verkehrsfläche pro Sitzplatz und das Volumenverhältnis von umbauten Raum zu Nutzraum ermittelt werden. Mehr Wert sollte auf Praxistauglichkeit gelegt werden: Unlackierte Stoßfänger, kratzergeschützte Schweller und Ladekanten, Parkschutzleisten... Wie lange dauert ein Lampenwechsel?

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