In der Kategorie Karosserie werden maximal 150 Punkte vergeben, verteilt auf elf Kriterien wie Platzangebot, Zuladung, Funktionalität und Übersichtlichkeit. Um maximale Vergleichbarkeit zu erreichen, erfolgt die Bewertung bei den meisten Testkriterien nach einem detaillierten Schlüssel. Natürlich ist es dazu auch wichtig, dass die Testwagen alle genau vermessen werden – Millimeter um Millimeter, Kilogramm um Kilogramm.
In der Kategorie Antrieb geht es um die sogenannte Längsdynamik. Die Fahrleistungen werden gemessen, die Kraftentfaltung des Motors sowie seine Laufkultur beurteilt und die Getriebeeigenschaften geprüft. Der am stärksten gewichtete Unterpunkt in diesem Kapitel ist der Verbrauch, für den es bis zu 30 von insgesamt höchstens 125 erreichbaren Punkten gibt. Grund: Der Kraftstoffpreis ist hoch, und er wird in Zukunft weiter steigen.
Der Komfort ist schwierig zu beurteilen, doch er gewinnt auch immer mehr an Bedeutung. Deshalb werden entscheidende Kriterien wie Einstieg, Sitzposition, Multimediaausstattung und Assistenzsysteme in dieser Kategorie bewertet. Grundsätzlich gilt: Je schwerwiegender das Kriterium, desto mehr Punkte können vergeben werden. So favorisiert diese Gewichtung beim Komfort verständlicherweise die Qualitäten der Federung.
Die Kategorie Fahrdynamik betrifft die sogenannte Querdynamik des Autos, die Fahreigenschaften also. Kriterien wie Lenkung und Agilität werden hier bewertet, denn diese machen den entscheidenden Unterschied zwischen guten und weniger guten Autos aus. Dabei obliegt es dem subjektiven Eindruck, die Spreu vom Weizen zu trennen – nicht nur bei AUTO BILD, sondern auch in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller.
In der Kategorie Umwelt entscheidet sich letztlich die Zukunft des Autos. Bei Kriterien wie der Effizienzklasse werden die Herstellerangaben übernommen, doch bei Leergewicht oder Außenmaßen wird natürlich selbst gemessen. Für letztere gilt: Je kleiner, desto mehr Punkte gibt es. Schließlich ist der Parkraum in unseren Städten begrenzt. Beim Kriterium Umwelttechnik bringen Besonderheiten wie ein Start-Stopp-System Pluspunkte.
Welches Auto am meisten zu bieten hat, sagt die Eigenschaftswertung – in der Kategorie Kosten finden Sie dazu einen Überblick über die entscheidenden Ausgaben. Dabei basieren die Kraftstoffkosten auf dem Testverbrauch, während die Bewertung des Wiederverkaufswerts auf Erkenntnissen des Spezialisten Schwacke fußt. Der Testwagenpreis entspricht der Preisliste. Die Addition mit den Eigenschaftspunkten ergibt dann die Gesamtwertung.
Alles, was über die objektiv nachvollziehbaren Testergebnisse hinausgeht, präsentiert AUTO BILD in der separaten Kategorie Lustfaktor, einer Wertung, die die Redaktion nach Gefühl vornimmt. Hier geht es um Geschmack – die Wertung fließt nicht in das Gesamturteil ein. Bewertet werden beim Lustfaktor fünf Kriterien: Design, Temperament, Handling, Wohlfühlfaktor, Image.
Unser Testsieger nach Punkten kann immer nur eines bieten: den besten Kompromiss. Individuelle Bedürfnisse müssen da zwangsläufig zurückstehen. Unser Tipp: Wer auf bestimmte Kriterien keinen Wert legt, sollte die betreffenden Punkte einfach abziehen. Etwa so: Sie brauchen im Fond nicht viel Platz, Variabilität ist Ihnen egal? Dann streichen Sie die Punkte, und bestimmen Sie Ihren persönlichen Testsieger.
Kommentare zum Artikel (7)
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Es mag ja durch aus sein, dass die Testresultate akribisch erarbeitet werden, nur auch hier gilt was bei allen Statistischen Sachen gilt: Traue nur den Zahlen, die du selber getürkt hast. Bei Vergleichstests fällt mir immer wieder ein, dass man nicht die entsprechenden Varianten gegeneinander antreten lässt, ein mal nimmt man die Fahrzeuglänge als Basis und sucht sich dann denjenigen, den man gewinnen lassen will dazu so aus, dass das andere Fahrzeug gar keine Chance hat oder eben mit zwei Punkten geschlagen werden kann. Und wenn das nicht reicht, dann kommt man mit dem Bauchgefühl und wertet den Verlierer wieder auf. Schlussendlich sind es nicht sture Zahlen, die ein Auto beschreiben, sondern der Wunsch des Käufers.
von haus aus 50 pluspunkte für autos aus dem hause vw, audi, scoda und seat. für die restlichen deutschen hersteller gibt es nur 30 pluspunkte gegenüber ausländischen fahrzeugen.
@ Hex: genau so ist es!
@der_beobachter.
Leider kommen die als "Gut" getesteten Autos im Gebrauchtwagen-Report oft schlecht davon. Woran das liegt ? Das Mehrverbrauch im Test, einen Wagen zu einem Testsieger küren könnte ist Absurd! Da wären meiner Ansicht nach Strafpunkte angesagt! Das ist für mich eine Vortäuschung falscher Tatsachen. Wenn nämlich ein anderes Ergebnis als das der Mehrheit entstünde, würde die Zielgruppe die seit eh und jeh VW oder Opel kaufen und fahren, die Zeitung im Ständer liegen lassen. Deshalb sind in den Medien die subjetiven Empfindungen beim Test gespickt!
Ich wäre noch für die Ermittlung der Motordrehzahl bei 100km/h im höchsten Gang, um eine gute Elastizität zu bekommen, sind einige Getriebe wegen der heute üblichen "Modellflugmotoren" recht kurz, nervige Drehzahlen sind die Folge. Auch sollte die Verkehrsfläche pro Sitzplatz und das Volumenverhältnis von umbauten Raum zu Nutzraum ermittelt werden. Mehr Wert sollte auf Praxistauglichkeit gelegt werden: Unlackierte Stoßfänger, kratzergeschützte Schweller und Ladekanten, Parkschutzleisten... Wie lange dauert ein Lampenwechsel?