Knöllchen an der Windschutzscheibe

Teure Verkehrsüberwachung in Lübeck

— 30.01.2009

Knöllchen machen Minus

Sind hier etwa Schildbürger am Werk? Die Jagd nach Verkehrssündern kostet die Stadt Lübeck deutlich mehr als sie einbringt. Das liegt an teuren Politessen und renovierungsbedürftigen Blitzern.

Knöllchen kosten Geld. Und zwar meist den Autofahrer. Anders in der Hansestadt Lübeck: Hier zahlen Raser und Parksünder zwar auch, aber offenbar nicht genug. In der Heimat von Günter Grass, Holstentor und Marzipan verursacht die Jagd nach steuernden Sündern ein jährliches Minus von mehreren Hunderttausend Euro. Lübecks Innensenator Thorsten Geißler (CDU) bestätigte jetzt, dass Einnahmen und Ausgaben bei der Überwachung von Verkehrs- und Ordnungswidrigkeiten um rund 550.000 Euro auseinanderklaffen. Lokalen Medienberichten zufolge soll das Minus bei Bußgeldern sogar mehr als 800.000 Euro betragen – Einnahmen von rund 4,6 Millionen Euro stünden demnach Ausgaben von gut 5,4 Millionen Euro gegenüber.

Gründe für die hohen Kosten sind teures Personal im städtischen Bereich, veraltete Blitzgeräte sowie "verwaltungsinterne Verrechnungen", so Geißler. Abhilfe sollen nun zwei neue Blitzer für mehr als 460.000 Euro schaffen. Und überhaupt: Die Verkehrsüberwachung diene in erster Linie der Sicherheit und der Verkehrserziehung, nicht der Erzielung von Einnahmen, sagte der Senator.

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