Bilder: Drei kompakte SUVs im Vergleich

Tiguan, CX-5, Evoque, XV: SUVs im Test

— 15.02.2012

Drei gegen den Tiguan

Er kam spät, sah brav aus und siegte fast immer: der VW Tiguan. Jetzt bitten neue starke Konkurrenten zum Vergleich: Mazda CX-5, Subaru XV und Range Rovers Evoque.

Klar, die Sportwagen – verlockend! Doch die Testwagen, die die AUTO BILD-Chefredakteure auf dem Bridgestone-Testgelände in der Nähe von Rom magisch anziehen, sind günstiger, höher, praktischer. Die kompakten SUVs – optisch Bergsteigerstiefel, technisch immer mehr Pkw – sind pausenlos besetzt, ständig unterwegs auf Testfahrten. In dieser Boomklasse stellen sich gleich drei neue SUV mit klingenden Namen erstmals dem VW Tiguan: Mazda CX-5, Subaru XV und Range Rover Evoque. Drei Premieren, die beweisen, dass die Zeiten des Einheitslooks vorbei sind – hier wachsen jetzt markante Typen heran.

Überblick: Alle News und Tests zu Offroadern und Allradlern

Video: CX-5, Tiguan, XV, Evoque

Wer schlägt den Tiguan?

Der Mazda spielt eindeutig den Angreifer. In jeder Richtung etwas größer, ausladender als der VW, gefallen vor allem seine Charakternase, die sportlichen Proportionen und sanften Rundungen dort, wo der Tiguan noch klare (und etwas langweilige) Kante zeigt. Innen sitzt man etwas höher und luftiger, vorn ein modern geschwungenes Cockpit, hinten der größere Kofferraum im Familienreiseformat – 503 bis 1620 Liter liefern vor dem Familienrat (oder dem eigenen Gewissen) gute Argumente für den Aufstieg vom Kombi. Mazda hat seinen Neuling mit Sinn fürs Alltägliche durchdacht, mit XXL-Ablagen und einem Laderollo, das beim Öffnen der Heckklappe mitschwenkt. Nur die hinteren Kopfstützen sind deutlich zu kurz geraten. Lobenswert, mit welcher Akribie sich Mazda nach dem Wankel- nun auch dem Dieselmotor zuwendet.

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Komfortabel: Das Fahrwerk des Mazda CX-5 schluckt auch schlechtere Straßen.

Der neue "Skyactiv"-Selbstzünder (leichter Aluguss, zweistufiger Turbolader) schafft Euro 6 ohne zusätzliche Harnstoff-Beigabe und knurrt angenehm gedämmt vor sich hin. Der 2,2-Liter soll weniger verbrauchen als der Motor des Tiguan, versprüht sogar ein wenig Sportgeist, wenn er dieseluntypisch bis zu 5500 Touren dreht, bevor der Begrenzer eingreift, oder wenn der Schalthebel auf kurzen Wegen reinklackt. Drumherum will der CX-5 verwöhnen. Seine langhubige Federung schluckt die schlimmsten Sünden italienischer Straßenbauer. Dafür greift der Schleuderschutz ESP rigoros früh und kräftig ein. Die mittlere Ausstattung Centerline vereint für 29.990 Euro Schmeichler wie Klimaautomatik, Regensensor oder 5,8-Zoll-Touchscreen. Die Topversion Sports-Line für 33.490 Euro hat alles, was sich die wenigsten bei VW bestellen würden.

News und Tests: VW Tiguan

Könnte eng werden für den Tiguan. Der VW ist ein paar parkfreundliche Zentimeter kürzer, hat Sitze und Polster für die Ewigkeit und den schönen Luxus der verstellbaren Rückbank, die entweder mehr Knie- oder Kofferraum zulässt. Schön, aber selten genutzt – wetten, dass dieses Ding den nächsten Modellwechsel nicht übersteht? So besticht das Wolfsburger SUV mit seiner ganzen Golfigkeit, vieles richtig und nur wenig falsch zu machen. Die Kinder haben hinten viel Platz und freuen sich über kleine Ablagetischchen.

Für einen Hochbeiner lenkt der Tiguan agil ein, sein Dieselknurren bleibt noch im Rahmen, um als Offroad-Folklore durchzugehen. Typisch VW auch das kantige Cockpit, das noch aus dem Golf Plus stammt und schon recht angestaubt wirkt, die billige Hutablage oder die sparsame Ratsche zum Verstellen der Beifahrerlehne. Der Tiguan spendiert nur das, was er muss (Klima, Radio), der Rest kostet extra, wie das Start-Stopp-System für 400 Euro, das im CX-5 serienmäßig ist. Dafür lässt sich der Bestseller mit Extras wie adaptiven Dämpfern, Autohold und Parkassistent zum Edel-SUV hochpäppeln. Der Champ hat viele Gesichter.

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Video: Subaru XV

Subaru auf neuen Wegen

Der Subaru XV passt gar nicht recht zu den Möchtegern-Geländewagen. Er ist viel flacher, man steigt eine Etage tiefer ein und genießt trotzdem vorzügliche Sicht - ach, so schmal können Dachpfosten sein? Im Subaru machen der niedrige Schwerpunkt und das ausgefallene Motorprinzip die Musik. Der Diesel-Boxer brummelt lebhaft wie ein junger Wachhund und animiert zur flotten Gangart, unterstützt von der direkten Lenkung und der leichtgängigen Schaltung. Er ist halt der Sportler, kein Praktiker, wie der kleine Kofferraum (380 bis 1270 Liter) und die straffe Federung beweisen.

Weitere Details zu den vier Kompakten gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten, Tabellen und der Wertung gibt's direkt hier als PDF-Download.

Drei starke Neulinge fordern den Tiguan

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.

Veröffentlicht:

15.02.2012

Preis:

2,00 €

Joachim Staat

Joachim Staat

Fazit

Die SUVs boomen, die Auswahl wächst: Der neue Mazda CX-5 will das vielseitige Allzweckauto sein, der Richtige für junge Familien und Senioren mit Platzbedarf – sein Vorbild heißt Tiguan. So viel Normalität lässt Platz für Extreme: Der Range Rover Evoque verpackt Marken-Image und Allrad-Können in ein schickes Coupé, Subaru baut ein halbes SUV. Tiefer, leichter und sportlicher wählt der XV einen dynamischen Weg.

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