Dakar

Todesopfer bei Rallye Dakar 2016

— 10.01.2016

Zuschauer von Auto erfasst

Auch im Jahr 2016 fordert die Rallye Dakar wieder ein Leben. Seit 2009 gab es damit jedes Jahr mindestens ein Todesopfer: Die Kritik an der Rallye wächst.

Die umstrittene Rallye Dakar hat in Bolivien ihr erstes Todesopfer in diesem Jahr gefordert. Auf der siebten Etappe von der Salzwüste von Uyuni bis zum nordargentinischen Salta wurde ein Zuschauer vom Auto des Franzosen Lionel Baud erfasst. Der 63 Jahre alte Mann erlag seinen Verletzungen, berichteten mehrere Medien am Samstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf die Rallye-Organisatoren. Die Ursache des tödlichen Unfalls bei Kilometer 82 der Etappe war vorerst unklar. Es ist bereits der 67. Todesfall im Rahmen der Rallye seit 1980. Besonders beunruhigend ist dabei die jüngste Serie: Trotz stetig steigender Sicherheitsvorkehrungen, gab es seit 2009 in jedem Jahr mindestens ein Opfer bei der Wüstenrallye, was die Kritik am Event zunehmen lässt.
Chinesin rast mit Mini in Zuschauer: Verletzte zum Dakar-Auftakt

Unglück in Bolivien: Das Auto des Franzosen Lionel Baud

Auch in diesem Jahr waren bereits zum Start der Rallye zwölf Menschen in der argentinischen Stadt Arrecifes verletzt worden, als die Chinesin Guo Meiling die Kontrolle über ihr Auto verloren hatte. Die siebte Etappe am Samstag musste unterdessen wegen schwerer Gewitter unterbrochen werden. Während die Autos nach der Zwangspause ihre Fahrt fortsetzten, wurde das Teilstück bei den Motorrädern abgebrochen. Sportlich eroberte sich Peugeot-Pilot Sebastién Loeb nach nur einem Tag die Gesamtführung zurück, die er wegen einer Reifenpanne kurzzeitig verloren hatte. Der französische Rallye-Rekordweltmeister belegte auf dem Tagesabschnitt Platz zwei hinter seinem Markenkollegen Carlos Sainz aus Spanien.

Damit verdrängte Loeb auf dem 336 Kilometer langen Teilstück Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel, der ebenfalls einen Peugeot fährt, wieder von Platz eins des Gesamtklassements. Loeb liegt nun 1:58 Minuten vor Peterhansel. Sainz hat als Dritter 5:08 Minuten Rückstand. Für Peugeot war es der sechste Etappensieg in Serie, nachdem schon der erste Tagesabschnitt wegen schlechten Wetters abgesagt worden war. Ob die Witterungsbedingungen für den tödlichen Unfall am Samstag mitverantwortlich waren, war zunächst unklar. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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