Tödlicher Unfall mit Mercedes-Erlkönig

Tödlicher Unfall mit Mercedes-Erlkönig Tödlicher Unfall mit Mercedes-Erlkönig

Tödlicher Unfall mit Mercedes-Erlkönig

— 26.04.2010

Erlkönig rast in Unfallstelle

Ein Unfall mit einem Mercedes-Erlkönig endete tödlich für einen jungen Mann. Der Fahrer des Testwagens wurde schwer verletzt. Die Polizei in Rottweil ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

(dpa) Ein Erlkönig von Mercedes ist auf der Autobahn 81 durch die Nacht gerast und hat einem jungen Mann den Tod gebracht: Der Testfahrer krachte in der Nacht zum Samstag (24. April 2010) bei Rottweil mit hoher Geschwindigkeit in eine Unfallstelle und wurde dabei selbst schwer verletzt. Inzwischen konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Der Erlkönig erfasste einen 26-jährigen Mann, der gerade aus seinem ramponierten Wagen aussteigen wollte, wie die Polizei Rottweil mitteilte. Der junge Autofahrer war sofort tot. Sein Wagen wurde bei dem Aufprall mit dem Erlkönig völlig zerfetzt und der Motor herausgeschleudert. Gegen den 52 Jahre alten Testfahrer ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Sein Prototyp schleuderte rund 250 Meter weiter, überschlug sich und landete auf dem Dach. Wie schnell er unterwegs war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Allerdings gelte auf der Strecke keine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte ein Polizeisprecher. Ein Sachverständiger sei bereits am Unfallort gewesen, um den Unfall zu rekonstruieren. Das könne aber noch Wochen dauern. Bisher verweigert der Testfahrer nach Angaben der Polizei jede Aussage.

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Von Auto des Unfallopfers blieben nur Trümmer übrig-

"Bei dem Testfahrer handelt es sich um einen sehr erfahrenen Mann, der seit vielen Jahren unfallfrei fährt", sagte eine Daimler-Sprecherin am Sonntag (25. April). Er habe zudem – wie alle Testfahrer – regelmäßig Schulungen besucht und hatte die Anweisung, sich strikt an die Straßenverkehrsregeln zu halten. Der 52-Jährige stehe unter Schock. Im Moment könne sich das Unternehmen nicht erklären, wie es zu dem Unfall kam. "Wir müssen die Ermittlungen abwarten." Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat nach dem tödlichen Unfall Konsequenzen der Automobilhersteller gefordert. Der BILD-Zeitung sagte er: "Testpiloten sind Berufsautofahrer. Sie dürfen sich nicht wie Rambos benehmen, sondern müssen sich noch vorbildlicher als alle anderen an die Verkehrsregeln halten." Der Minister betonte: "Deutsche Straßen sind nicht der Nürburgring." Ramsauer appellierte an die Autokonzerne, für Testfahrer einen besonderen Verhaltenskodex mit strengen Regeln zu erlassen.

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Nur mit Glück wurden bei dem Unfall zwei weitere Männer nur leicht verletzt. Zwei 27- und 59-Jährige hatten auf dem Standstreifen angehalten, um dem 26-Jährigen nach seinem Unfall zu helfen. Als der Erlkönig kam, wollten sie gerade die Unfallstelle absichern. Der 59-Jährige rettete sich noch rechtzeitig mit einem Sprung über die Leitplanke vor schlimmeren Verletzungen. Er und der 27-Jährige wurden aber durch umherfliegende Trümmerteile verletzt. Vor dem Todescrash war der 26-Jährige aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Mittelschutzplanken geprallt. Danach kam er auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Nach dem tödlichen Unfall war die Autobahn für mehrere Stunden gesperrt. Insgesamt entstand ein Schaden von mindestens 80.000 Euro. Schon vor einem Monat hatte es auf der Autobahn 81 Richtung Singen einen Unfall mit einem Erlkönig gegeben. Damals rammte ein Lastwagen das Vorserien-Modell.

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