Tokyo Motor Show 2007
— 25.10.2007Klein ist wieder fein
Japanische Großstädte haben vor allem ein Problem: Der Platz wird echt knapp. Was die einfallsreichen Asiaten dagegen tun wollen, zeigt die Zwergenparade der Tokyo Motor Show.
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Genau das unterscheidet ihn grundlegend von den in Japan äußerst beliebten Kleinstwagen, den so genannten K-Cars. Jene extrem kompakten 660 Kubik-Zwerge, die man hier an jeder Ecke trifft. Die höchstens 3,40 Meter kurzen und 1,50 Zentimeter schmalen Zweckmobile sind steuerbefreit, genießen eine vereinfachte Zulassung direkt beim Händler (Einsteigen, mitnehmen) und benötigen keinen Parkplatznachweis. Im Gegensatz zum neuen Smart. Der ist leider ein paar Zentimeter zu breit geraten und deshalb in Japan kurioserweise kaum noch in der City zu finden, sondern hauptsächlich draußen auf dem Lande. Die mittlerweile über zwanzigjährige Tradition der K-Cars treibt kuriose Blüten wie den Bonsai-Roadster Daihatsu Copen, aber auch rein funktionale Zweckmobile wie den Suzuki Palette oder den Daihatsu Tanto. Es könnten Zwillinge sein: Kasten-Design, spindeldürre Türen, aber jede Menge Platz und Mini-Durst.Über kurz oder lang bekommen wir ganz ähnliche Platz-Probleme wie Japan. Und dann ist Kreativität auf kleinstem Raum gefragt. Toyota zeigt sie schon heute. Zum Beispiel beim Hi-CT (hi ride city truck). Das ist ein Würfel auf Rädern, der dir spontan die Mundwinkel nach oben zieht und sofort in jedem Walt Disney-Comic die Hauptrolle bekommen würde. Die 3,33-Meter-Studie macht einen ultracoolen Eindruck und ist mit Hybrid-Antrieb (aufladbar an der Steckdose) fit für die Zukunft. Das ist bei Toyotas Fahr-Stuhl gleich nebenan nur schwer vorstellbar. Auch wenn sein Name i-REAL genau das vorgaukelt, fährt diese Vision der urbanen Mobilität doch höchstens auf der Milchstraße in irgendeinem Science Fiction spazieren. Schöne neue Welt.
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