Topmanagement

Topmanagement

— 07.03.2008

Lenkt der Porsche-Chef bald auch VW?

Sind die Tage von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn in Wolfsburg schon gezählt? Nach Ansicht eines Branchenexperten vom IFA könnte Porsche-Boss Wendelin Wiedeking den 60-Jährigen in "überschaubarer Zukunft" ablösen.

Die von der Porsche Holding geplante Erhöhung des Volkswagen-Anteils auf mehr als 50 Prozent wird personelle Konsequenzen im Topmanagement nach sich ziehen. Das glaubt Branchenexperte Prof. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Fachhochschule in Nürtingen. "Die Verzahnung zwischen den Unternehmen wird nicht nur auf der technischen Seite größer", so Diez zu AUTO BILD. "Der personelle Einfluss von Porsche wird weiter steigen, auch auf der Führungsebene." So sei denkbar, dass der in Wolfsburg erfolgreiche, aber schon 60 Jahre alte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn in "überschaubarer Zukunft" abgelöst wird – von Porsche-Boss Wendelin Wiedeking (55) selbst. Diez: "Seine hochgesteckten Ziele kann Wiedeking von einem Aufsichtsratsposten nur schwer erreichen."

Der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE hatte am vergangenen Montag den Vorstand ermächtigt, die aufsichts- und kartellrechtlichen Schritte für eine Erhöhung der VW-Beteiligung auf mehr als 50 Prozent einzuleiten. Die Prüfungen der Aufsichtsbehörden würden voraussichtlich einige Monate dauern, hieß es in einer Porsche-Erklärung.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.