Strafzettel Ticket

Toter bekommt sieben Strafzettel

— 05.03.2009

Knöllchen für eine Leiche

Da haben die Cops aber richtig gepennt: In Gainesville (Florida) bekam ein BMW innerhalb von 14 Tagen sieben Strafzettel. Dann findet die Polizei den Besitzer auf dem Rücksitz – tot!

Nach 14 Tagen im Halteverbot und sieben verteilten Strafzetteln bricht die Polizei von Gainesville im US-Bundesstaat Florida einen falsch geparkten BMW auf – und macht eine grausige Entdeckung auf dem Rücksitz. Fahrzeugbesitzer John Waldo (42) sitzt komplett bekleidet auf der Rückbank – tot! Der Mann sei seit dem 11. Februar 2009 als vermisst gemeldet gewesen, berichtete Polizist John Smith gegenüber der Lokalzeitung "Gainesville Sun". Außerdem habe man im Kofferraum eine geladene Pistole gefunden. Über die genaue Todesursache ist aber noch nichts bekannt – eine Autopsie verlief ergebnislos. Weitere toxikologische Untersuchungen sollen jetzt klären, wie Waldo starb. Und das kann dauern.

Tief getönte Scheiben verhindern den Blick ins Innere

Unklar ist auch, warum die Knöllchenverteiler die Leiche auf dem Rücksitz tagelang nicht bemerkten. Erst als Anwohner sich über die Papierberge unter dem Scheibenwischer des BMW 3ers wunderten, schauten die Cops genauer hin. Stadtsprecher Bob Woods betonte, dass die eingesetzten Kontrolleure lediglich Hilfspolizisten seien und keine geschulten Polizeikräfte. Und was sagt die US-Polizei zu diesem Fauxpas? "Normalerweise werden falsch geparkte Autos nach drei Straftickets abgeschleppt. Das verzögert sich aber oft, weil eine Weile dauert, bis die ganzen Strafzettel im System registriert sind", berichtet John Smith. Außerdem seien die Seitenscheiben des BMW stark getönt gewesen, was Einblicke ins Fahrzeuginnere erschwere. Klar, dass man da schonmal etwas übersehen kann.

Autoren: , Jan Kretzmann

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