Nürburgring

Tourenwagen-WM: López mit Doppelschlag

— 29.05.2016

Höllenritt bringt Vorentscheidung

Mit zwei Siegen am Nürburgring hat sich Weltmeister José María López in eine sehr gute WM-Ausgangslage gebracht. Honda doppelt bestraft.

Die Jagd durch die Grüne Hölle wurde für Honda zum Höllenritt: Nicht nur dass die Japaner wegen nicht regelkonformen Bauteilen fürchten, die Punkte aus Ungarn und Marokko zu verlieren. Am Nürburgring waren alle drei Fahrer auch noch chancenlos gegen Citroën und Weltmeister José María López.

Ausgerechnet auf der härtesten Strecke des Jahres gelang dem Argentinier gleich ein Zweifach-Sieg – so etwas gab es zuletzt in Argentinien 2014, natürlich auch durch López. Im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT schwärmt Serienchef François Ribeiro schon vor dem Nürburgring-Rennen: „Der Mann ist eine Klasse für sich, absolut dominierend. Ich bin mir sicher, der könnte in der Formel 1 mit Sebastian Vettel, Nico Rosberg und allen anderen mithalten.“

Zugegeben: Im ersten Lauf profitierte er noch vom Horrorcrash des bis dato Führenden Tiago Monteiro. Dem Portugiesen platzte ein Reifen, der Abflug war nicht zu verhindern. Und Yvan Muller im zweiten Werks-Citroën krachte auch noch in das Wrack. Beide Fahrer blieben unverletzt, schieden aber aus. Bis zum zweiten Rennen konnten beide Autos nicht mehr repariert werden.

Da war López dann nicht zu schlagen: Norbert Michaelisz gewann zwar den Start, doch noch bevor die rund 380 PS starken Rennwagen auf die Nordschleife einbogen, war López schon wieder vorne. In der Tabelle führt er nun mit 193 Punkten, vor dem Honda-Duo Tiago Monteiro (124 Zähler) und Rob Huff (122). Allerdings ist noch nicht entschieden, ob Honda die Punkte aus Ungarn und Marokko verliert. Dann wäre der Vorsprung noch wesentlich größer.

Nordschleifen-Königin Sabine Schmitz wiederholte ihren zehnten Platz aus dem Vorjahr und griff damit immerhin einen WM-Punkt ab. Erstmals starteten im selben Rennen auch die Fahrer der Tourenwagen-Europameisterschaft, allerdings in einer separaten Wertung. Sieger dort waren die in der Meisterschaft führenden Petr Fulín im Seat León Cup Racer und Kris Richard im Honda Civic TCR.

Als nächstes gastiert die WTCC am 12. Juni in Moskau.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: WTCC

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