WTCC

Tourenwagen-WM: Saisonvorschau

— 01.04.2016

Weltmeisterliche Abschiedstour

Citroën will sich mit dem dritten Titel in Folge aus der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC verabschieden. Die Konkurrenz ist 2016 größer geworden.

Ausgerechnet die letzte Saison von Citroën in der Tourenwagen-WM WTCC wird die schwierigste. Die Konkurrenz ist so stark wie nie, fürchtet Doppelweltmeister José María López (32) vor dem Saisonauftakt am Sonntag (Eurosport, ab 12 Uhr) in Le Castellet im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Das aktuelle Reglement geht 2016 in die dritte Saison, da ist es normal, dass alle konkurrenzfähiger werden.“

Konkurrenz belebt das Geschäft: Volvo greift 2016 an

Einen Mann hat der Argentinier dabei besonders auf der Rechnung: Ex-Champion Rob Huff (36). López überzeugt: „Er ist wirklich sehr stark, und jetzt bei Honda wohl auch in einem starken Auto - das ist eine interessante Mischung.“ Honda lässt für 2016 nichts unversucht: neues Auto, neue Fahrer, neue Hoffnungen. Pisten-Rambo Gabriele Tarquini (54) wurde abserviert, dafür docken Rob Huff und Norbert Michelisz (31) als Teamkollegen von Tiago Monteiro (39) an.

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Tarquini ist auch mit 54 Jahren noch kein bisschen rennmüde. Er soll nun neben Nick Catsburg (28) und Hugo Valente (23) für Lada angasen.

Yvan Muller fährt einen von zwei verbliebenen Citroëns

Und dann gibt es auch noch Neueinsteiger Volvo - bei den Testfahrten in Vallelunga hinter Citroën bereits die zweite Kraft. Der Volvo S60 Polestar wird seit Jahren schon erfolgreich in der skandinavischen Tourenwagenmeisterschaft eingesetzt - daher rechnet López von Anfang an mit den Schweden: „Sie haben gut gearbeitet, und das ist toll für die Meisterschaft, aber auch für uns. Bei einem engen Kampf ist der Titel noch mehr wert.“

Citroën hat vor der Saison Rallye-Rekordmeister Sébastien Loeb (42) und Ma Qing Hua (28) rausgeworfen und startet damit nur mit López und Yvan Muller (46). Ein Nachteil? López glaubt, ja: „Wir haben nur drei Trainingssitzungen à 30 Minuten. Da ist es mit mehr Autos einfacher, weil man auch mal unterschiedliche Setups ausprobieren kann. Das geht jetzt nicht mehr.“ So erschwert sich Citroën zusätzlich die Titelverteidigung.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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