Toyota auf der IAA 2009 — 11.09.2009
Neues vom Stöpsel-Prius
Toyota verzichtet in Frankfurt auf neue Modelle und setzt stattdessen auf Weiterentwicklungen: ein Prius für die Steckdose, der erste Auris mit Hybridantrieb, dazu zwei Showcars auf Basis des Minis iQ.
Der Hybrid-Pionier
Toyota zeigt in Frankfurt, wie seine Flotte von Benzin-/E-Autos weiter wachsen wird: Der
Prius Plug-in kann auch an der Steckdose "auftanken". Dank moderner Lithium-Ionen-Batterien soll zum einen die Ladezeit auf 1,5 Stunden sinken, zum anderen die Reichweite im rein elektrischen Betrieb auf etwa 20 Kilometer steigen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h. Die Beschleunigung verbessert sich durch die höhere Leistungsfähigkeit der Lithium-Ionen-Batterien. Die CO
2-Emissionen rangieren wegen der gestiegenen Reichweite etwa 30 Prozent niedriger als beim herkömmlichen Prius, laut Toyota unter 60 Gramm pro Kilometer. Der Prius Plug-in kommt allerdings vermutlich nicht vor 2011 in Serie.
| Technische Daten Toyota Prius Plug-in |
| Länge |
4460 mm |
| Breite |
1745 mm |
| Höhe |
1490 mm |
| Benzinmotor |
| Hubraum |
1797 ccm |
| Leistung |
73kW/99PS bei 5200 Umin |
| Nm |
142 |
| E-Motor |
| Max. Leistung |
60 kW/82 PS |
| Max. Drehmoment |
207 Nm |
| Batterie-Typ |
Lithium-Ionen |
| E-Reichweite |
~ 20km |
| Ladezeit (100V) |
~ 180 Min. |
| Ladezeit (200V) |
~200 Min. |
| CO2-Emission (kombiniert) |
< 60g/ km |
Auris HSD, der nächste Vollhybrid der Japaner
Der Auris Hybrid übernimmt die Antriebseinheit vom Prius. Damit pustet er pro Kilometer weniger als 100 Gramm C02 in die Luft.
Früher dürften wir den Hybriden
Auris HSD erleben: Der Kompakte mit dem Antriebsstrang des normalen Prius soll mit gut 4,0 Liter Benzin auskommen und weniger als 100 Gramm CO
2 pro Kilometer in die Luft pusten. Er ist laut Toyota der nächste Schritt auf dem Weg zur Einführung der Vollhybrid-Technik in der gesamten Modellpalette von Toyota Europa bis 2020. Im zweiten Halbjahr 2010 soll er auf den Markt kommen. Um den Luftwiderstand zu minimieren, liegt der Auris 20 Millimeter tiefer, ist an der Front aerodynamisch überarbeitet worden und trägt Unterboden-Verkleidungen. Als Vollhybrid kann er auch rein elektrisch fahren – zwei Kilometer bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h sind möglich.
Eines der beiden iQ-Showcars bekommt Sitzbezüge mit extravagantem Design: kuscheliges Kuhfell, Marke Schwarzbunt.
Außerdem zeigt Toyota auf der IAA zwei Showcars auf Basis des IQ. Der eine in Schneeweiß und mit Panorama-Glasdach: Innen kriegt dieser iQ Lack-Akzente in Weiß und "exklusive Ledersitze mit weißer Paspelierung und extravagantem Design der Bezüge" (O-Ton Toyota). Der zweite iQ kommt in Giftgrün mit bösem Bodykit, Leichtmetallrädern, LED-Tagfahrbeleuchtung, Dachspoiler und einem mittigen, trapezförmigen Endrohr. Über einen 10-Zoll-Touchscreen im Inneraum lassen sich alle wesentlichen Entertainment- und Navigationsfunktionen bedienen. Mehr Eindrücke von Toyota in Frankfurt gibt es oben in der Bilderagalerie.
Kommentare zum Artikel (6)
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Wann kommt endlich eine bezahlbare
Basisversion des IQ (ohne Klimaanlage,
Multimedia, Servolenkung)?
@tokaido: Nach Deiner Rede wäre Toyota also gut beraten, für den Plug-in-Prius NiMH zu verwenden? Vollhybrid heißt meines Wissens, dass das Auto auch vollelektrisch fahren kann. Die rein elektrische Reichweite beim aktuellen Prius ist aber ein Witz – und diese zu vergrößern, ist meines Erachtens dringend notwendig, um den Prius weiterzuentwickeln (ansonsten ist er so gut wie perfekt, da bin ich ganz bei Dir). Jetzt sage mir bitte: Ist das immer noch viel besser mit NiMH möglich? Gibt es etwa eine Li-Ion-Lobby, die unausgereifte Technik als Allheilmittel verkauft?
@Akku Mulator: Nein, Hakru hat schon Recht. Der Ni-MH Akku im Prius ist sehr zuverlässig und reicht für die derzeitigen technischen Anforderungen völlig aus. Die AB kloppt immer auf Toyota herum, da noch keine Li-Ion Akkus verbaut werden. Das ist aber totaler Blödsinn, da Li-Ion Akkus derzeit noch kein ausgereiftes Vollhybridsystem mit der bekannten Zuverlässigkeit des Prius ermöglichen. Das dürfte sich frühestens mit dem Chevy Volt ändern. Da wird Toyota dann sicher nachziehen. Derzeit reicht der Ni-MH Akku völlig aus. Übirgens, ab wann kann man den Golf-Hybriden noch kaufen? 2014 oder so ...
@Hakru: Was ist daran idiotisch, LiIon als zeitgemäß zu bezeichnen? Hast Du etwa noch einen Bleiakku im Handy? Mit LiIon wird der ohnehin schon gute Prius noch besser. Findest Du das etwa idiotisch?
Gäääääääääähn....