Toyota auf der Tokyo Motor Show 2011
— 17.11.2011
Sport und sparen
Toyota schlägt in Tokio 2011 den Bogen zwischen Emotion und Effizienz. Für den Sport steht die Serienversion des FT-86, für Sparsamkeit der Prius C oder das Brennstoffzellen-Auto FCV-R.
Für
Toyota ist die
42. Tokio Motor Show (30. November bis 11. Dezember) ein Heimspiel, entsprechend will der Autobauer dem Publikum auch etwas bieten. Ein echter Blickfang ist die futuristische Studie FCV-R, die mit einem emmissionsfreien Brennstoffzellen-Antrieb zur Messe rollt. Die 4,75 Meter lange Limousine mit abenteuerlichem Schwung in der Karosserie und extrem schmalen Scheinwerfern soll komfortable Platzverhältnisse für vier Personen und einen großen Kofferraum bieten, da die Brennstoffzellen-Einheit platzsparend im Fahrzeugboden untergebracht ist. Der Hochdruck-Wasserstofftank erlaubt laut Toyota eine Reichweite von rund 700 Kilometern. 2015 sollen die ersten Brennstoffzellen-Fahrzeuge von Toyota auf der Straße rollen.
Ob der neue Sportler FT-86 heißen wird oder doch Celica, ist immer noch offen. In Tokio steht die Serienversion.
Außerdem stellt Toyota endlich die lang angekündigte Serienversion eines gemeinsam mit
Subaru entwickelten Sportwagens vor. Sein Zweiliter-Boxermotor leistet 213 PS und treibt die Hinterräder an. In Europa könnte das Coupé den Traditions-Namen
Celica tragen, die Preise beginnen bei 30.000 Euro. Das Sportscar ist das Endprodukt des FT-86 II concept, der auf dem Genfer Salon 2011 als Toyotas sportliche Zukunft (FT = "Future Toyota") präsentiert und auf der IAA 2011 in der Fortentwicklung gezeigt wurde. Ebenfalls im Serientrimm kommt der
Prius+ C nach Tokio. Der vierte
Prius nach der Limousine, deren Plug-in-Variante und dem Van Prius+ ist in Wahrheit ein
Toyota Yaris ist, der sich in den Abmessungen nur minimal vom aktuellen
Yaris unterscheidet. In nackten Zahlen bedeutet das: Der Prius C ist vier Meter lang, 1,70 Meter breit und 1,45 Meter hoch, der Radtstand misst 2,55 Meter.
Der Prius C ist in Wahrheit ein Yaris mit Hybridantrieb und veränderter Karosserie.
Optisch wird der kleine Hybride etwas flotter gestaltet als der glatt gebügelte Yaris, besonders Frontscheinwerfer und Heckleuchten heben sich von den konventionell angetriebenen Brüdern ab und nehmen Anleihen beim
Toyota Urban Cruiser und eben beim Prius selbst. Er kombiniert einen 1,5-Liter-Benziner mit 75 PS und einen E-Motor mit 61 PS, die Systemleistung soll bei gut 100 PS liegen. Kombiniert wird das Ganze mit einem CVT-Getriebe – das kennen wir aus dem Prius. In Japan wird der Mini-Prius unter dem Namen Aqua bereits ab Dezember 2011 verkauft, in Europa wird er überraschender Weise nicht angeboten. Speziell für den Einsatz in urbanen Regionen ist der FT-EV III (Future Toyota – Electric Vehicle III) konzipiert, der einen rein elektrischen Antrieb mit vier Sitzen, kompakten Abmessungen und Leichtbaumaßnahmen verbindet. Ausgerüstet mit einer Lithium-Ionen-Batterie erzielt der FT-EV III, der auf dem iQ basiert, eine Reichweite von rund 105 Kilometern. Toyota plant die Markteinführung eines Elektrofahrzeugs auf dem amerikanischen Markt für das Jahr 2012.
Kommentare zum Artikel (1)
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Toll war 2003 der UFE-II, ein 4-Sitzer
mit nur 1,7 Litern Benzin auf 100 km;
leicht, aerodynamisch, Hybridantrieb.
Wird ja so teuer eigentlich nicht sein.
Entwicklung, gut... doch ich spare da
über die Zeit so 10.000 E Spritkosten.