Toyota Celica 1.8 von Permanne Ludovic

Toyota Celica von Permanne Ludovic Toyota Celica von Permanne Ludovic

Toyota Celica von Permanne Ludovic

— 23.03.2007

Flach & Furious

Es waren drei Kinofilme, die unsere Autowelt bunter werden ließen. Permanne Ludovic sah sich darin – und zwar voll bestätigt! Denn er ist schon seit 2000 auf "Japan-Trip", auch wenn mit seinem Toyota Celica kein "Tokyo Drift" drin ist.

Das neue Jahrtausend sollte gut anfangen – mit einem neuen Auto! Permanne Ludovic stand der Sinn nach einem "ausbaufähigen" Sportwagen. In diesem Zusammenhang bot sich ein Besuch beim Toyota-Händler an. Dort ist ja bekanntlich nichts unmöglich, und man wusste auch sofort Rat. Logisch, dass die 2000 soeben in siebter Generation erschienene Celica mit 143 PS empfohlen wurde! Ihre schnittige, flache Karosserie schien tatsächlich genau das Richtige zu sein, um in optischer Hinsicht Muskelspiele zu betreiben.

Ein Airride-Fahrwerk im Sportwagen erhöht den Spaß-Faktor ungeheuerlich.

Zunächst einmal aber mussten größere Räder her. Die Wahl fiel auf TSW-Felgen von 19 Zoll Durchmesser, bereift in der Dimension 235/35. Damit kam der Wagen reichlich hochbeinig daher. Um wirklichen Tiefgang zu erreichen, blieb kaum etwas anderes übrig, als ein Airride-Fahrwerk einzubauen. Die Anlage aus dem Hause Air-Baggit reduziert die Bodenfreiheit vorn um maximal 14 Zentimeter; hinten sind sogar 15 Zentimeter drin. Um genau zu sein: Das Fahrwerk lässt diese Werte zu – die serienmäßige Karosserie nicht! Folglich wurden die Kotflügel vorn um 25 Millimeter pro Seite geweitet. Hinten nahm das Blechkleid gar um imposante 100 Millimeter an Gesamt breite zu! Hierbei war unter anderem ein Karosserie-Kit von Veilside sehr hilfreich, obwohl die GFK-Teile vor allem im Bereich der Schweller und Schürzen ebenfalls der neuen "Breitenwirkung" der Flunder angepasst werden mussten.

Glasklare Optik

Ein großzügig dimensioniertes Luftleitwerk sorgt für stabile Fahrt.

Davon unberührt blieben der monströse Heckflügel sowie das außergewöhnliche Luftleitwerk auf der Motorklappe. Scheinwerferblenden lassen das Fahrzeug ein wenig finsterer dreinblicken, während am Heck Rückleuchten im Crystal-Look für glasklare Optik sorgen. Mit "glasigen Blicken" hat das allerdings ebenso wenig zu tun wie die Türscharniere mit LSD! Der berauschende Effekt geht hier auf die Bemühungen eines kleinen belgischen Unternehmens zurück. Um einen Besuch beim Lackierer kam Permanne nun nicht mehr herum. Hier schleppte er noch ein Paar Rückspiegel mit integrierten Blinkern im M3-Look an und äußerte seine Wünsche. Das Dach durfte den Originalfarbton behalten, doch unterhalb der Gürtellinie sollte ein Marmoreffekt in Anthrazit entstehen. Zu diesem Zweck musste der Meister der Spritzpistole vorübergehend eine Folie auf die frische Farbe legen. Tuner TTE stellte zwei äußerst sportliche "Hocker" links und rechts neben den vom Toyota Team Europe stammenden Handbremshebel. Wer sich in die Schalen fallen lässt, bemerkt zunächst das fein säuberlich in graues Leder gehüllte Armaturenbrett, das akkurate Doppelnähte zieren. Kaum weniger Eindruck macht das wegen des Airbags beibehaltene Serienlenkrad, dem ebenfalls ein fachgerecht handgefertigter Überzug verpasst wurde.

TFT-Bildschirme vorne und hinten

Trotz Qual der Wahl: Der Blick auf die Straße hat natürlich vorrang.

Nachdem es auch das Manometer des Fahrwerks in Szene zu setzen galt, bot sich die Montage von "A-Pillar-Pods" an. Instrumente an der vorderen linken Dachsäule lassen den Fahrer die technische Seite des flotten Japaners nie aus den Augen verlieren. Die Ohren dagegen sind anderweitig beschäftigt. Ihnen zu schmeicheln, steckt ein Kenwood KVT 675 im dafür vorgesehenen Schacht. Der Beifahrer kann während der Fahrt sogar mit der Playstation2 spielen, die im Handschuhfach ihr Zuhause fand. Damit das den Steuermann nicht stört, steht ein zweiter Sieben-Zoll-TFT-Monitor auf dem Armaturenbrett. Wahlweise kann das Ausgangssignal der Spielkonsole auch auf den Bildschirm im Heckabteil geleitet werden.

Mit Bild und Ton punkten

Gern hätte Permanne auch in Sachen PS noch ein bisschen nachgelegt. Leider ist es nicht ganz einfach, einem 1800-VVT-I-Triebwerk nennenswert auf die Sprünge zu helfen. Tuner TTE hat mittels Sport-Kat und Raid-HP-Sportluftfilter wenigstens einen soliden Grundstock für weitere Maßnahmen gelegt. Der Sound klingt allerdings schon heute nach mehr, weil der edelstählerne Sportauspuff mit zwei Motorrad-Endschalldämpfern bestückt wurde. Der ganze Aufwand soll sechs zusätzliche Pferdchen antraben lassen. Da es aber gelang, "Bild und Ton" perfekt aufeinander abzustimmen, punktet das Fahrzeug kräftig bei den beliebten "Pokalspielen". Eine prall mit Trophäen gefüllte Vitrine gibt Permanne Ludovic natürlich keinerlei Anlass, über mögliche Fehlinvestitionen auch nur ansatzweise nachzudenken!

Autor: Guido Naumann

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