Toyota Celica von Pierre Koch

Toyota Celica Toyota Celica

Toyota Celica von Pierre Koch

— 20.06.2008

Stylige Celica mit Lambo-Lack

Die Toyota Celica T20 von Pierre Koch fällt nicht nur durch die grelle Lamborghini-Lackierung auf. Der Japaner brilliert mit fabelhaften Inspirationen – und mit einem außergewöhnlich sauberen Finish.

Zwei Hände umgreifen einen Monitor. Das ist doch nichts Besonderes heutzutage – oder doch? Das Szenario spielt sich im Freien ab, genauer gesagt, auf der rechten Flanke der Heckschürze. Ganz nüchtern betrachtet sitzen die Zusatzinstrumente exakt an der richtigen Stelle. Natürlich ebenfalls im Freien auf der Motorhaube. Würde Pierre eine DVD über das Leben der Hauskatze einlegen, die Hunde am Straßenrand hätten dank der Monitore im Kotflügel ihr volles Programm. Warum all das, fragst Du Dich? "Es zählt nur, was sonst keiner hat", lautet die Devise des gelernten Mechanikers, der sein Ziel in Summe aller Features mit dieser Toyota Celica erreicht hat. Toyota-Kenner identifizieren die Hutze als die des Celica Turbo 4x4 und wundern sich über den zweiten Lufteinlass. "Alles wegen der Symmetrie", spricht unser Celica-Koch. Die beiden Kotflügel-Monitore baute er natürlich nicht zur Freude der bellenden Vierbeiner ein, sondern, und wir wiederholen uns gern, weil Monitore in beiden Kotflügeln sonst keiner hat.

Mutti durfte am Lambo fleißig Hand anlegen

Die spektakuläre Heckschürze ist ein Eigenbau aus einer V1T-Schürze und jeder Menge GFK.

Die Montage der Seitenschweller von Underground Systems blieben im Rahmen, wobei Pierre den Einsatz seiner Mutter lobend erwähnt. "Mutti, hilf mir mal!" Der Ruf des Sohnes blieb nicht ungehört, und so fanden nicht nur die Schweller mit Hilfe mütterlicher Hände ihre Position. Wie in der ersten Phase der ersten Generation der Toyota Celica bis 1972 (erkennt man an den flachen Heckleuchten), sitzt der Tankeinfüllstutzen hinter dem Nummernschild. Die ehemalige Position des Tankdeckels zeigt sich heute als aalglatte Fläche, weil Öffnung und Rohr nach hinten verlegt wurden. Überhaupt zählt die Heckpartie zur arbeitsintensiven Sorte, weil sich billiger Einkauf meist mit erhöhtem Zeitaufwand rächt. Pierre ersteigerte eine No-Name-Heckschürze, die wahrscheinlich in einem Hinterhof Taiwans gefertigt wurde.

Der Lack wurde nach einem Lamo-Rezept angemischt

Der 1,8-Liter-Motor wurde aufgebohrt und leistet nun mit 1,9 Liter Hubraum 150 PS.

Selbst Ideen lassen sich ersteigern. Einer für 5,50 Euro in Ebay erworbenen Schaufensterpuppe amputierte Pierre beide Hände. Dann meißelte er einen Schacht in die Schürze, setzte Befestigungswinkel an und fixierte Monitor sowie beide Hände. Kein Millimeter bleibt zwischen Hand und Monitor, dessen Funktion nach Lösen der Handbremse deaktiviert wird. Die Show ist dem Celica-Heck gewiss, und auch die Lackierung spielt den Eyecatcher. Pierre ließ den Lack nach der Lamborghini-Rezeptur abmischen und mit Airbrush von Ronny Schindler verfeinern. Die Leistungskur erhöhte nicht nur den Hubraum, sondern schärfte auch die Nockenwellen und vergrößerte die Ventile. Nach Abstimmung mit dem Steuergerät stehen über 150 PS an, was zwar nicht ganz an den originalen Zweiliter-Vierventiler des T20 heranreicht, aber dennoch für mehr Fahrspaß sorgt. In der kommenden Phase spielt nur die Leistungssteigerung eine Rolle, denn die Suche nach dem passenden Garrett-Turbolader ist längst angelaufen.

Meterweise Kabel

Das zum Fahrer orientierte Cockpit des Celica T20 vermittelt Sportlichkeit. Der US-Tacho legt einen Schuss Exotik in das Blickfeld des Fahrers. Halbschalensitze, die zu Vollschalen umbeledert wurden, erfordern eine  Erklärung. "Vollschalen bekomme ich nicht eingetragen", erklärt Pierre, "also nahm ich Halbschalen und ließ diese komplett mit Leder bestücken." Beiges und braunes Leder dominieren und drängen den schwarzen Toyota-Kunststoff in den Hintergrund. Natürlich wurden in Innenraum meterweise Kabel verlegt, um das Car-Entertainment mit Energie zu versorgen. Vor allem die drei außen angebrachten Monitore brauchen Saft, um die auf DVD gespeicherten Bilder dieser außergewöhnlichen Celica zu zeigen.

Autor: Guido Naumann

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