Toyota Corolla

Toyota Corolla IX Toyota Corolla IX

Toyota Corolla

— 14.02.2002

Auf Euro-Kurs

Toyota traut sich was. Ausgerechnet der Bestseller Corolla setzt in der neunten Auflage voll auf europäischen Geschmack.

Karosserie und Fahrwerk

Japan gehört zwar nicht zum Euro-Land, trotzdem macht auch Toyota die Euro-Umstellung mit. Und das nicht nur bei den Preisen, sondern ab 19. Januar 2002 auch mit dem neuen Corolla. Nach weltweit fast 30 Millionen verkauften Fahrzeugen seit 1966 (in Deutschland seit 1971 rund 770.000 Corolla) wurde die neunte Generation des kompakten Japaners zum ersten Mal in und gezielt für den europäischen Markt entwickelt.

Schon die Optik lässt daran keinen Zweifel. Ähnlichkeiten mit Peugeot 307 oder Fiat Stilo mögen zufällig sein oder auch nicht - der Corolla besticht auf jeden Fall mit modernen Linien und unaufgeregter Eleganz. Von den jährlich 40.000 Corolla, die Toyota uns verkaufen möchte, sollen 35 Prozent fünf Türen besitzen (jeder vierte Verso, jeder fünfte Dreitürer, 15 Prozent der Kombis, ab Sommer Stufenheck mit fünf Prozent).

Im Innenraum überzeugt der von uns gefahrene Fünftürer mit vernünftigen Platzverhältnissen bis hin zur Rückbank (aber nur 289 Liter Kofferraum), bequemen Sportsitzen vorn und einem ansehnlichen Interieur. Schwarze Kunststoffe mit fingerfreundlichen Oberflächen bietet der Corolla ab der Basis-Version; Linea sol und TS verwöhnen zusätzlich mit silbrig schimmernden Blenden im Alu-Carbon-Look. Weil zudem Verarbeitung und - bis auf das nur höhenverstellbare Lenkrad - Funktionalität stimmen, wirkt Corolla Nr. 9 insgesamt deutlich erwachsener als sein Vorgänger.

Das Fahrerlebnis fällt dagegen nicht ganz so überzeugend aus. Die eher sportlich ausgelegte Federung bewahrt die Insassen zwar vor allzu heftiger Schlagseite, reicht kurze Stöße mitunter aber sehr trocken und direkt nach innen weiter. Beim gemütlichen Familienausflug kommt so schon mal leichte Unruhe auf.

Motorisierung und Preise

Ohne Probleme lässt sich der Corolla dagegen auf Kurven-Kämpfe ein. Die elektrische Servolenkung (nur im Verso hydraulisch) liefert akzeptable Rückmeldung vom Geschehen auf der Straße, die elektronische Straßenwacht VSC (Serie in 3-/5-Türer 1.6/1.8 außer Basis, soll für andere Modelle folgen) nimmt dem ohnehin braven Corolla auch das letzte Stück Gefahrenpotenzial.

Schnell beantworten lässt sich auch die Frage nach der Ausstattung. Finger weg von der Basis Corolla "C", hier fehlen so nützliche Dinge wie Bremsassistent, VSC oder Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Das alles und zusätzlich noch elektrische Außenspiegel und elektrische Fensterheber vorn bietet der Corolla ohne Kürzel, der im Prinzip reicht.

Mehr Luxus für mehr Geld bieten schließlich linea sol (inkl. Klimaautomatik) und TS (inkl. Alus, 192 PS). Wobei die Preise insgesamt familienfreundlich ausfallen. Der dreitürige Corolla 1.4 mit 97 PS kostet nur 29.044 Mark, ein Basis-Golf mit 105 PS immerhin 2396 Mark mehr - eine Ersparnis, an der auch die Euro-Umstellung mit dann halbierten DM-Beträgen nichts ändert.

Technische Daten

Gering auch die Gefahr, nicht den richtigen Motor zu finden - immerhin stehen sechs Triebwerke von 90 bis 192 PS zur Wahl (1.8/135 PS nur im Verso). Unsere Empfehlung: 110 PS. Entweder als ausreichend kräftiger und kultivierter 1,6-Liter-Benziner oder im kraftvoll knausernden 2.0 D-4D.

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