Toyota Corolla Verso

Toyota Corolla Verso Toyota Corolla Verso

Toyota Corolla Verso

— 15.04.2004

Der große Corolla ...

... guckt sogar ums Eck: Toyotas Kompakt-Van sieht dank Frontkamera mehr als der Fahrer. Der neue Verso kommt am 24. April.

Der Executive scannt die Umgebung

Sprechende Affen, zweitstärkster Automobilhersteller der Welt, Geld wie Heu – wir haben schon immer geahnt, dass Toyota es mit seinem Werbespruch "Nichts ist unmöglich" möglicherweise ganz ernst meint. Ab dem 24. April wird dieser Verdacht nochmals erhärtet. Dann startet, nach rekordverdächtig kurzen 28 Monaten, die zweite Auflage des Kompakt-Vans Corolla Verso.

Und – ist es denn möglich? – dieser japanische Zafira kann sogar ums Eck gucken! Mit einer Kamera am Heck und einem weiteren elektronischen Auge vorn scannt er die Umgebung ab, zeigt dem Fahrer am Monitor oben in der Mittelkonsole, was der mit bloßem Auge nicht sehen kann. Diesen Spaß gibt's allerdings nur im Topmodell Executive.

Auf den ersten Blick ist der Corolla Verso durchaus wieder zu erkennen. Die stärker akzentuierte Front, das dynamische Profil und die modernen Leuchten am Heck schließen Verwechslungen aber aus. Viel wichtiger als jede Kosmetik: Mit 4,36 Metern macht sich der komplett neue Van zwölf Zentimeter länger, die Achsen rückten sogar um 15 Zentimeter auf 2,75 Meter auseinander. Klingt viel und schafft ordentliche Platzverhältnisse, die Toyota auf sieben Plätze verteilt (nur Basis fünfsitzig).

Sicheres Fahrverhalten dank VSC

Ganz vorn genießen wir große, straffe Polster und ein modern eingerichtetes Cockpit. Die zweite Reihe sitzt ebenfalls bequem auf 24 Zentimeter längs verschiebbaren Einzelsitzen, die sich mit einem Handgriff flach in den Boden falten lassen. Auf ganz ähnliche Art und Weise verschwinden die Sitze sechs und sieben in der Versenkung.

Wer ganz hinten Platz nimmt, sollte aber noch jung sein, trotz großer Fondtüren und galant vorfahrender Mittelsitze. Und möglichst nicht größer als 1,70 Meter. Sonst hockt man selbst auf Kurzstrecken auf dem Sitz wie der berühmte Schluck Wasser in der Kurve.

Die nimmt der kommod abgestimmte Corolla ohne Sicherheitsrisiko. Wozu neben dem gründlich überarbeiteten Fahrwerk vor allem der serienmäßige Elektronik-Engel VSC beiträgt. Komplettiert wird die Sicherheits-Crew aller Corolla Verso durch ABS mit Bremsassistent, sieben Airbags (inkl. Kniebag für den Fahrer) sowie Dreipunktgurte und Kopfstützen auf allen Sitzplätzen.

Trotz 129 Automatik-PS nicht spritzig genug

Weniger überzeugte uns das automatisierte Schaltgetriebe MMT. Für 650 Euro erhält der Fahrer damit zwar die Möglichkeiten einer Vollautomatik, nicht aber deren Komfort. Schaltvorgänge laufen teilweise mit deutlicher Verzögerung und recht planlos ab, der 1,8-Liter wirkte trotz 129 PS nicht gerade spritzig. Kritik, die wohl auch der Gewöhnungseffekt nicht restlos vom Tisch wischen kann. Dann lieber einen handgeschalteten 1.6er mit 110 PS, der uns auch preislich eher zusagt.

Im fünfsitzigen Basistrimm kostet der Corolla Verso 1.6 exakt 19.600 Euro. Am anderen Ende der Preisskala steht der 2.0 D-4D Executive mit 116 PS für 26.600 Euro – inklusive DVD-Navigation, Klimaautomatik, Alurädern – und dem großen Durchblick.

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