Toyota iQ in Genf

Toyota iQ Toyota iQ

Toyota iQ in Genf

— 06.03.2008

Smarter Japaner

Der Smart bekommt Konkurrenz aus Japan: Toyota stellt mit dem iQ in Genf eine charmante Lösung für den urbanen Transport vor. Die ist knapp 30 Zentimeter länger als der fortwo und nimmt vier Personen mit.

Den Beginn des Jahres 2009 dürften sich die Smart-Bauer in Böblingen rot im Kalender markieren: Denn hatte der Smart fortwo bisher einen Solo-Auftritt im Segment der ultrakurzen Stadtflitzer, stellt Toyota dann einen flott gemachten Konkurrenten auf die 16-Zoll-Räder. iQ heißt der Kleine, der mit 2,99 Metern Länge zwar fast 30 Zentimeter länger ist als ein fortwo (2,70 Meter), dafür aber auch bis zu vier Personen mitnimmt. Auf dem 78. Genfer Automobilsalon feiert er seine Serienpremiere. Und auch das Design des iQ ist durchaus zeitgemäß und könnte dem Smart den Rang ablaufen. iQ steht für "Individualität" und "Qualität" und so soll der Japaner kein Billigheimer werden, sondern auch preislich mit dem fortwo konkurrieren. 13.000 Euro nennt Toyota als Hausmarke, viel Geld für einen Kleinstwagen.

Dafür protzt der Bonsai-Transporter mit liebevollen Design-Details, ein wenig Alu an den Türgriffen, abgedunkelte Scheinwerfer oder Blinker in den Seitenspiegeln sind in dieser Klasse längst nicht selbstverständlich. Die Kunststoffe im Innenraum wirken wertig und sind farblich gekonnt aufeinander abgestimmt, auch wenn violette Applikationen an Lenkrad oder Schalthebel sicher Geschmackssache sind. Toyota hat für das Design sogar einen eigenen Namen kreiert: "Vibrant Clarity" wird die Mischung zwischen gradlinig und edel heißen.

Extrem kluges Packaging

Durchaus edel ist der Innenraum des iQ. Maximal vier Personen haben Platz.

Die Japaner bezeichnen den iQ als 3+1-Konzept. Drei Erwachsene und ein Kind sollen bequem reisen. Dazu tragen auch der Radstand von zwei Metern (Smart 1,86) und die Höhe von 1,50 Meter bei. Auch beim Packaging haben die Ingenieure eine Menge Hirnschmalz verwendet: Ein neu entwickeltes, quer verbautes Differenzial macht möglich, dass der Motortaum extrem kurz ist und die Vorderräder weit nach vorn rücken. Der Tank wurde unterflurig angebracht und nimmt den Fondpassagieren keinen Platz weg. Innen wurden Komponenten wie das Armaturenbrett auf der Beifahrerseite oder die Vordersitzlehnen extrem schmal angelegt, um mehr Platz für die Passagiere zu schaffen. Die Heizeinheit wurde für den iQ in XXS entwickelt.

Laut Toyota hat der Dreimeter-Knirps einen größeren Innenraum als der zwei Klassen höher angesiedelte Yaris. Hinter dem Fahrer kann entweder ein Kind mitfahren – oder zusätzlich Gepäck verstaut werden. Hier könnte der Smart einen Vorsprung herausholen: Immerhin schluckt der fortwo 220 Liter Gepäck, zum iQ liegen dazu noch keine Angaben vor. Bedeckt hält sich Toyota noch bei den Motoren. Zwei Benziner und einen Diesel soll es geben, der Sparsamste im Trio soll um die 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und wird damit ein echtes Dreiliter-Auto.

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