Toyota iQ in Paris

Toyota iQ in Paris Toyota iQ in Paris

Toyota iQ in Paris

— 07.10.2008

Mini-Revolution

Jetzt ist es amtlich: In wenigen Monaten mischt Toyota mit dem iQ das Kleinstwagensegment auf. Nach der Premiere auf der Paris Motor Show 2008 geht es ab in die Schauräume.

Auch für Toyota hängen die Trauben inzwischen etwas höher: Produktion runter gefahren, Warnung vor einem Gewinneinbruch – selbst der profitabelste Autobauer der Welt muss sich derzeit strecken. Aber die Japaner strecken sich nicht, sie kürzen. Und zwar den iQ auf 2,99 Meter Länge. Er soll den Markt der trendigen Minis ab Anfang 2009 beleben. Auf dem Pariser Salon 2008 steht der iQ erstmals im fertigen Blechkleid, endlich gibt es genaue Informationen zur Ausstattung und zu den Motoren. Eines vorneweg: Der Japaner wird kein Billigheimer, sondern bedient Lifestyle-Kunden ohne "Geiz ist Geil"-Mentalität. Die Preise stehen immer noch nicht fest, aber irgendwo zwischen 12.000 und 13.000 Euro wird sich der iQ einsortieren. Damit ist er keineswegs ein Schnäppchen.

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Billig ist anders: Innen ist der kleine Japaner sehr ansehnlich, besticht mit vielen netten Details.

Dafür kommt der iQ aber mit jeder Menge Design und vielen innovativen Lösungen. Nicht umsomst spricht Toyota vom kleinsten Viersitzer der Welt – auch wenn es sich genau betrachtet um einen 3+1-Sitzer handelt, denn hinterm Fahrer wird es eng für erwachsene Passagiere. Der iQ steht stämmig da, er ist ganz schön breit – knapp 1,70 Meter bei drei Metern Länge und zwei Metern Radstand. Dafür ist er nur 1,50 m hoch. Fürs Gepäck bleiben bei voller Bestuhlung nur 32 Liter Stauvolumen – soviel wie in einem größeren Rucksack. Wird ein Sitz umgelegt, sind es 168 Liter, maximal sind 242 Liter drin. Irgendwo hat der Nippon-Zwerg also auch seine (Raum)-Grenzen. Dafür schützt er als erstes Auto weltweit die Fondpassagiere mit zwei Heck-Airbags. Die schießen im Fall der Fälle blitzschnell aus dem Dachhimmel und sollen Kopfverletzungen minimieren. Auch ansonsten ist das Airbag-Paket mit neun Luftsäcken überaus komplett, zusätzlich hält VSC (ESP bei Toyota) den Kleinen in der Spur.

Die Motoren sind alte Bekannte

Die Heckscheibe wurde mutig herumgezogen, polierte 15-Zoll-Felgen gibt es in der höheren "iQ+"-Ausstattung.

Zu Beginn wird es zwei Motoren geben: Den 1,0-Liter-Benziner kennen wir bereits aus dem Aygo, er leistet 68 PS und dürfte den zwischen 850 und 960 Kilo schweren Aygo durchaus munter bewegen. Der Dreizylinder soll je nach Getriebe (Fünfgang oder Multidrive CVT-Gertiebe) zwischen 4,2 und 4,7 Litern Superbenzin verbrennen, entsprechend ist der CO2-Ausstoß mit 99 bis 112 g/km erfreulich gering. Der 1,4-Liter-Diesel aus dem Yaris leistet 90 PS und soll sogar mit 4,1 Liter Diesel auskommen. Respekt. Hier gibt es ein manuelles Sechsgang-Getriebe und eine Dieselpartikelfilter in Serie. Etwas später will Toyota einen 1,3-Liter-Benziner mit 99 PS nachschieben, der dem Leichtgewicht fast schon Sportsgeist einhauchen dürfte. Der 32-Liter-Tank ist platzsparend im Unterboden integriert, dem flotten Wieseln durch Großstadtschluchten dürfte der Mini-Wendekreis von 7,2 Metern sehr zuträglich sein.

Ausstattung wie ein Großer

Toyota betont immer wieder, der iQ ist kein Billigauto, sondern ein Lifestyle-Fahrzeug. Deshalb setzt er innen auf ein mutiges Styling und gehobene Ausstattung. Bereits bei der Basis sind Lenkrad (in der Höhe verstellabr) und Schalthebel mit Leder eingekleidet. Das Interieur ist stets in zwei Farben gehalten, die Rücksitzlehnen im Verhältnis 50:50 geteilt umklappbar. Unter dem Rücksitz befindet sich ein Staufach. Eine manuelle Klimaanlage ist ebenso serienmäßig wie 15-Zoll-Leichtmetallräder und elektrisch einstellbare Rückspiegel in Wagenfarbe. Elektrische Fensterheber, dunkel getönte hintere Seiten- und Heckscheibe und ein CD-Audiosystem vervollständigen das Basis-Paket. Darüber rangiert die Ausstattung "iQ+". Hier sind sämtliche Audio-Bedienelemente in das Lenkrad integriert, den Komfort steigern ein Regensensor und eine Abblendlichtautomatik sowie die beheizbaren, heranklappbaren Außenspiegel und der automatisch abblendende Innenspiegel.

Von außen ist der "iQ+" an der getönten Verschalung der Klarglas-Abdeckungen, Halogen-Scheinwerfer und einer Chrom-Applikation innerhalb der Rückleuchten erkennbar. Nebelscheinwerfer und auf Hochglanz polierte 15-Zoll-Leichtmetallräder runden das Ausstattungspaket gemeinsam mit der Klimaautomatik und einem Start-Stopp-Knopf ab. Auf Wunsch ist ein Audio-Navigationssystem mit Farbdisplay und Touchscreen-Funktion und Bluetooth-Schnittstelle für die Freisprecheinrichtung und den Anschluss portabler MP3-Spieler oder eine Teillederausstattung erhältlich. Noch ist unklar, ob der iQ auch in den USA angeboten wird. Allein für Europa und Asien sind für das erste Jahr 80.000 Einheiten angedacht, Bescheidenheit sieht anders aus. Zumal die Konkurrenz nicht schläft: Auch der VW up! wird bald exakt in diesem Segment um Kunden buhlen.

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