Fensterheber-Rückruf bei Toyota: 6,5 Millionen Autos betroffen

Toyota: Millionen-Rückruf

— 22.10.2015

Toyota ruft 6,5 Millionen Autos zurück

Toyota meldet einen Millionen-Rückruf: 6,5 Millionen Toyota müssen wegen möglicher Probleme mit dem fahrerseitigen Fensterheber in die Werkstatt.

(dpa/jb) Toyota ruft erneut eine große Anzahl seiner Autos in die Werkstätten. Betroffen sind weltweit 6,5 Millionen Fahrzeuge. Das teilten die Japaner am 21. Oktober 2015 mit. Ursache sei mangelhafte Schmierung des Schalters der elektrischen Fensterheber. In Europa sind 1,2 Millionen Autos betroffen, in den USA 2,7 Millionen und in Japan 600.000. Es geht dabei um Fahrzeuge der Modelle Urban Cruiser, Auris, RAV4 und Yaris aus dem Produktionszeitraum August 2005 bis August 2006 sowie August 2008 bis Dezember 2010. Toyota teilte mit, dass beim Werkstattaufenthalt die Schalterfunktion überprüft und Schmiermittel ergänzt wird. Gegebenenfalls wird die Schalterplatine ausgetauscht. Diese Maßnahme ist für Kunden kostenfrei und dauert etwa eine Stunde. Fahrzeughalter von betroffenen Modellen werden von Toyota selbst benachrichtigt.

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Erst 2014 hatte Toyota Millionen Autos wegen Problemen mit mehreren Bauteilen zurückgerufen. Vor vier Jahren hatte ein millionenfacher Rückruf das Image des Unternehmens schwer angeschlagen. Die US-Behörden hatten Toyota vorgeworfen, 2009/2010 Rückrufe wegen rutschender Fußmatten und klemmender Gaspedale verzögert zu haben. Als Lehre daraus hatte der Konzern eine Qualitätsoffensive gestartet. Bei Zweifeln an der Qualität will man konsequent alle betroffenen Autos zurückholen.

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Rückrufe häufen sich

In der Autoindustrie hatten Rückrufe zuletzt für viele Schlagzeilen gesorgt. So musste der japanische Airbag-Hersteller Takata im Frühjahr mögliche Gefahren bei insgesamt 19,2 Millionen Autos zugeben und die bis dahin größte Rückrufaktion der US-Autoindustrie einläuten. Die Konzerne Honda, Toyota, Nissan und BMW sowie deren Kunden waren die hauptsächlich Leidtragenden. Der US-Autobauer General Motors musste wegen Problemen an Zündschlössern Millionen von Autos zurückrufen. In beiden Fällen wurden mehrere Personen durch fehlerhafte Bauteile und dadurch verursachte Unfälle verletzt oder getötet. Die Autobauer setzen zunehmend auf gleiche Teile für mehrere Modelle, um Kosten zu sparen und schneller Autos bauen zu können. Das sogenannte Baukastenprinzip hat viele Vorteile – so lange alle Teile funktioneren. Macht ein einziges Teil Probleme, betrifft es gleich mehrere Baureihen und viele Fahrzeuge.

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