Toyota Prius Plug-in Hybrid Prime: Technik

Toyota Prius Plug-in Prime (2017): Technik

— 08.08.2016

Prius mit Reichweiten-Plus

Ein größerer Akku soll den neuen Toyota Prius Plug-in zum Langstreckenmeister machen. Fast 1000 Kilometer am Stück sollen möglich sein.

Futuristisch: Die Plug-in-Variante des Toyota Prius bekommt nun auch ein extravagentes Heckdesign.

Hybridfahrzeuge von Toyota kommen offenbar an: Neun Millionen Kunden haben sich bereits für das Konzept entschieden, mit dem der Verbrauch gesenkt werden soll – dem Geldbeutel und der Umwelt zuliebe. Der Erfolg soll sich fortsetzen, und dafür ab Ende 2016 die vierte Generation des Toyota Prius Plug-in-Hybrid sorgen. Wurden bis zur Neun-Millionen-Marke nach firmeninternen Berechnungen rund 67 Millionen Tonnen CO2 und 25 Milliarden Liter Kraftstoff eingespart, werden diese Einsparungen auch in Zukunft weiter steigen. Der neue Prius Plug-in wird dank neuer Technologien in puncto Antrieb und Infotainment nicht lange brauchen, um neben den bisherigen Toyota-Kunden auch neue Interessenten in die Autohäuser zu locken. Mit dem Prius Plug-in haben die Japaner 33 Pkw-Modelle mit Hybridantrieb im Angebot.
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Die größte Neuheit beim von Toyota Prius Plug-in ist die Vergrößerung der Lithium-Ionen-Batterie auf nun 8,8 Kilowattstunden. Nicht nur, dass das Fahrzeug dadurch längere Strecken rein elektrisch, also im EV-Modus zurücklegen kann – es schafft somit eine Gesamtreichweite von fast 1000 Kilometern! Neben der größeren Batterie verfügt der neue Toyota Prius Plug-in über ein duales Motor-Generator-System. Ein Motorstart während der EV-Phase soll somit ausgeschlossen werden. Es sei denn, der Fahrer drückt das Gaspedal bis zum Bodenblech durch: Dann findet noch immer eine maximale Abgabe von Leistung und Kraft statt, bei der auch der 1,8 Liter große Vierzylinder zum Einsatz kommt. Der Prius-Tank fasst weiterhin gut 45 Liter Benzin.

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Leistung, Geschwindigkeit und Reichweite steigen

Volle Sonnenpower: Mit dem Solardach lassen sich die Akkus zusätzlich aufladen.

Weitere Vorteile des dualen Systems liegen in der Gesamt-EV-Leistung, der maximalen EV-Geschwindigkeit und der EV-Reichweite. Der Prius Plug-in schafft rein elektrisch nun 50 Kilometer im Vergleich zum Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit im rein elektrischen Fahrmodus erhöht sich von 85 auf 135 km/h, und die EV-Leistung erfährt einen Zuwachs von 31 Kilowatt auf jetzt 68 kW. Dass sich weder Physik noch Chemie sonderlich davon beeindrucken lassen, zeigt der einzige Nachteil der neuen Technik: Reichten beim Prius 3 Plug-in noch 1,5 Stunden an der heimischen 230-Volt-Steckdose, darf beim Prius 4 Plug-in zwei Stunden länger auf die volle Akkuladung gewartet werden. Verfügt der Toyota-Kunde über die Möglichkeit des "Mode 2"-Ladens, dauert die volle Ladung nur noch gut zwei Stunden und 20 Minuten. Mithilfe des regenerativen Bremssystems wird die beim Verzögern gewonnene elektrische Energie gespeichert, was wiederum den Spritverbrauch senkt. Für bis zu fünf Kilometer mehr Reichweite pro Tag soll auch das neue Solardach sorgen – das perfekte Wetter vorausgesetzt.

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Energiesparen steht an erster Stelle

Zur Spritersparnis und den gestiegenen, rein elektrischen Fahranteilen fügt sich die neue Plattform auf Basis der Toyota New Global Architecture, kurz TNGA, komfortsteigernd hinzu. Ein niedrigerer Schwerpunkt und weniger Karosseriebewegungen sowie die neue Doppelquerlenker-Hinterachse und die überarbeitete Vorderradaufhängung bieten mehr Fahrkomfort und eine höhere Fahrdynamik. Etwas einfacher auszumachen sind die aerodynamischen Maßnahmen am 16,5  Zentimeter länger, 1,5 Zentimeter breiter und zwei Zentimeter flacher gewordenen Prius 4 Plug-in Hybrid. Ein spezielles Heckscheibenglas, automatische Luftklappen im Kühlergrill (werden geschlossen, sollte kein Bedarf an Kühlluft bestehen) und eine um neun Zentimeter niedrigere Motorhaube sorgen am Ende für einen Luftwiderstandsbeiwert (cw) von 0,24. An Gewicht wurde ebenfalls gespart, indem die Motorhaube aus Aluminium und die Heckklappe aus carbonfaserverstärktem Kunststoff gefertigt wurden. Zu erkennen ist der Plug-in Hybrid aber noch viel signifikanter an seinen energiesparenden LED-Projektionsleuchten und LED-Rückleuchten.

Gebrauchtwagen-Test Toyota Prius I

Toyota Prius I Toyota Prius I Toyota Prius I

Marktstart in Europa ist Ende 2016

Auffälligster Unterschied zum herkömmlichen Prius: Der hochkant stehende Bildschirm.

Im Innenraum herrscht Zukunftsatmosphäre – die positive Umschreibung von praktischem Plastiküberfluss. Das Zentrum des Infotainments ist ein acht Zoll großer Touchscreen in der Mittelkonsole. Zwei 4,2 Zoll große und individuell konfigurierbare TFT-Farbbildschirme bilden die Instrumenteneinheit. Zusätzlich projiziert ein Head-up-Farb-Display Informationen wie Fahrgeschwindigkeit, Status des Hybridantriebs, Ladezustand der Batterie und Warnungen des Spurhalte-Assistenten auf die Windschutzscheibe. Das Einparksystem S-IPA nutzt die passenden Informationen aus bis zu 22 Sensoren.

Bisherige Bilanz Umweltprämie nach Modellen

Wann genau und zu welchen Konditionen der neue Toyota Prius Plug-in-Hybrid in Deutschland auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. In Europa startet der Verkauf ab Ende 2016. Das noch aktuelle Modell der dritten Generation kostet mindestens 36.600 Euro. Werden 3000 Euro Umweltprämie abgezogen, sollte der Nachfolger auch trotz seiner verbesserten Technik – Toyota spricht von der "Neuerfindung des Hybridsystems" – bei einem ähnlichen Preisniveau beginnen.

Toyota Prius Plug-in Hybrid Prime: Technik

Autor: Marcel Sommer

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