Toyota Proace Verso (2016) im Test: Fahrbericht, Motoren, Preis

Toyota Proace Verso (2016): Fahrbericht

— 02.09.2016

Rollendes Platzwunder

Toyota hat den Proace als Transporter, Van und Großraumlimousine entwickelt. AUTO BILD hat ihn in der Van-Version Verso getestet!

Alles neu beim Toyota Proace. Das Vielzweck-Mobil kommt mit zwei Radständen, drei Karosserielängen, als Transporter (für Handwerk und Gewerbe), Van (etwa für Hotels) und Großraumlimousine für Familien, die viel Platz brauchen. Dazu kommen diverse Ausstattungsvarianten, der New-Yorker-U-Bahn-Fahrplan ist jedenfalls übersichtlicher als die Proace-Modellübersicht.
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Der Zweiliter-Diesel in unserem Testwagen leistete 150 PS und beschleunigte den Proace sehr flott.

Die neue Generation wurde gemeinsam mit Peugeot/Citroën entwickelt, wird in Frankreich gebaut. Kein Wunder übrigens, die Kooperation hat sich beim Gemeinschaftsprojekt Toyota Aygo, Citroën C1 und Peugeot 108 bewährt. Gefahren sind wir einen Proace Verso, das ist die gut ausgestattete Van-Version, mit dem längeren Radstand (3275 mm), aber als kurze Karosserie-Variante (4,96 Meter). Die lange Version mit dem gleichen Radstand wäre dann 5,31 Meter lang. Verwirrung komplett? Nee, noch lange nicht, denn es gibt ja noch die Ausstattungsvarianten: Shuttle, Family oder Executive. Einfachste Unterscheidungsmöglichkeit sind die Sitze hinten: Beim Shuttle stehen sie fest, beim Family sind sie längs verschiebbar, beim Executive einzeln und drehbar. So, dazu noch das Comfort-Paket für 1850 Euro (u. a. mit 7-Zoll-Touchscreen, 17-Zoll-LM-Rädern, Rückfahrkamera) – und schon ist das Test-Auto fertig.

Der Platz reicht von 0 bis fast unendlich

Übersichtliches und ordentlich verarbeitetes Cockpit im franko-japanischen Proace.

Die Autos sind einheitlich 1,92 Meter breit und 1,90 hoch. Und es gibt jede Menge Platz an Bord. Vorn sitzt man sehr hoch und angenehm aufrecht, die bequemen Sitze gibt es sogar mit Massage-Funktion. Das Cockpit ist schmuck gemacht, ordentlich verarbeitet und die Bedienung problemlos, das Touch & Go-Multimedia bietet jede Menge Funktionen. Die zweite und dritte Sitzreihe sind 60:40 geteilt und lassen sich längs verschieben, auch die Lehnen-Neigung ist verstellbar. Je nach Lust und Laune gibt es also Riesen-Kniefreiheit in der Mitte, ganz hinten wird es dann eng, oder man einigt sich auf einen Mittelwert, Unterhaltung ist jedenfalls garantiert. Ach ja, ausbauen lassen sich die Sitze auch noch. Das geht erstaunlich mühelos, und auch der Einbau ist selbst dem von mittelschweren Rückenleiden geplagten Redakteur auf Anhieb gelungen. So gilt als Maßangabe für den Kofferraum praktisch: von null bis (fast) unendlich. Hinter der zurückgeschobenen dritten Sitzreihe bleibt nur wenig Platz, baut man aber alle Sitze aus (wofür wir einfach keine Zeit hatten) gibt Toyota für diesen Radstand einen Maximalwert von 5,8 Kubikmeter an, schlichtweg gewaltig. Wie auch die maximale Nutzlast von 1,2 Tonnen.

Bis zu 177 PS sind möglich

Die Variabilität des Innenraums ist extrem groß – ebenso das Platzangebot auch für größere Insassen.

Als Motorisierung stehen drei Diesel zur Wahl, ein 1,6-Liter mit 115 PS und der 2,0-Liter mit 150 und 177 PS (nur mit Automatik). Klar, die Aggregate kommen von Peugeot/Citroën. Der Testwagen besaß den 2,0-Liter mit 150 PS, und das ist eine gute Wahl. Denn der steht richtig gut im Futter, klingt durchaus kernig, aber nicht zu laut und beschleunigt den Proace überraschend flott. Los geht es bei uns am 17. September 2016, die Preise für den Proace Verso starten bei 35.300 Euro, dafür liefert Toyota den 1,6-Liter-Diesel mit kurzem Radstand als Shuttle. Der Test-Proace Verso Family mit langem Radstand, 150 PS und Komfort-Paket steht mit 42.000 Euro in der Liste. Die teuerste Version ist der lange Executive mit 177 PS und einem Preis von 53.755 Euro.

Autor: Dirk Branke

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