Toyota Auris (Facelift 2010)

Toyota-Rückruf

— 05.02.2010

Toyota startet riesige Imagekampagne

Nach dem Massenrückruf von knapp 216.000 Autos in Deutschland hat Toyota Angst vor der Reaktion der Kunden. Deswegen startet der Konzern in der zweiten Februarwoche eine Imagekampagne.

Das Debakel wegen klemmender Gaspedale mit insgesamt 1,8 Millionen Fahrzeugen in Europa hat finanzielle Auswirkungen für den Konzern. Toyota schätzt, dass für das laufende Geschäftsjahr bis zu 100 Milliarden Yen (820 Millonen Euro) an Reparaturkosten entstehen könnten. Hinzu kämen die Auswirkungen auf das operative Geschäft in Folge von Absatzrückgängen im Umfang von 70 bis 80 Milliarden Yen (570 bis 650 Millionen Euro). Der globale Absatz werde vor allem mit Schwerpunkt Europa und Nordamerika voraussichtlich um 100.000 Autos sinken. Um diese Folgen abzumildern, hat sich der deutsche Importeur entschlossen, eine riesige Imagekampage zu starten. Bereits in der zweiten Februarwoche 2010 soll sie gestartet werden, heißt es aus dem Unternehmensumfeld. Vorbild könnte die Werbekampagne von Mercedes-Benz sein, kurz nachdem sich die erste Generation der A-Klasse bei einem Ausweichtest überschlagen hatte.

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"Es gilt nun, das Vertrauen in Toyota wieder herzustellen", sagt der Präsident der Toyotahänder in Deutschland, Burkhard Weller. Zwar sei die Stimmung bei den Händlern und Toyota-Kunden gut, mit einer Imagekampagne müssten aber alle Nicht-Toyota-Kunden erreicht werden, um einem weiteren Rückgang der Verkaufszahlen vorzubeugen. Im Januar hatte Toyota in Deutschland mit 4328 Autos 36,6 Prozent weniger Autos verkauft, als noch ein Jahr zuvor.

So funktioniert das Distanzstück von Toyota

Unterdessen mehren sich die Anzeichen für einen erneuten Rückruf beim Prius. Nach japanischen Medienberichten erwägt Toyota in Japan und den USA den Hybridwagen wegen Problemen mit den Bremsen in die Werkstätten zu rufen. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete am 5. Februar 2010, Toyota habe einen Rückruf bereits entschieden. Betroffen seien rund 270.000 Prius-Modelle der dritten Generation, die zwischen Mai und Dezember 2009 ausgeliefert wurden.

News und Tests Toyota

Toyota Deutschland nahm dazu keine Stellung. Man habe noch keine Entscheidung getroffen, wie der Autobauer mit den Bremsenproblemen beim Prius verfahren wolle, hieß es. "Ich habe angewiesen, so schnell wie möglich Maßnahmen auszuarbeiten", sagte Toyota-Chef Akio Toyoda bei einer Pressekonferrenz am Firmenhauptsitz in Nagoya. "Nikkei" berichtet hingegen, dass der weltgrößte Autobauer schon in Kürze den Rückruf bei den Transportministerien in Japan und den USA melden werde. Dabei gehe es darum, das Kontrollprogramm für das ABS-System zu ändern.

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Autor: Stefan Voswinkel

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