Toyota Präsident Akio Toyoda

Toyota-Rückrufe

— 17.02.2010

Toyota will neue Bremsen einbauen

Toyota will künftig ein neues Bremssystem in seinen Autos verbauen. Es soll den Motor drosseln, wenn Gas- und Bremspedal gleichzeitig betätigt werden. Gleichzeitig wies Toyota-Chef Toyoda Vertuschungsvorwürfe zurück.

Nach millionenfachen Rückrufen will der weltgrößte Autobauer Toyota in alle künftigen Modelle ein neues Bremssystem einbauen. Toyota-Chef Akio Toyoda wies zugleich Vorwürfe zurück, Sicherheitsprobleme vertuscht zu haben. "Wir haben niemals etwas verschleiert", versicherte er jetzt auf seiner dritten Pressekonferenz binnen eines Monats. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit hatte zuvor ein Ermittlungsverfahren wegen der klemmenden Gaspedale und rutschenden Fußmatten gestartet. Die Beamten wollen herausfinden, ob Toyota schnell genug auf die gefährlichen Defekte reagiert hat. "Wir haben keine Information zurückgehalten", sagte der Toyota-Chef.

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Der Autobauer prüft unterdessen mögliche Probleme mit der Steuerung bei seinem Erfolgsmodell Corolla. Was genau Ursache für die Beschwerden in den USA ist, sei noch unklar. Sollte es jedoch sicherheitsrelevante Details geben, "resultiert dies in einem Rückruf", sagte Shinichi Sasaki, für Qualitätskontrolle zuständiger Top-Manager. Toyota setzt angesichts des Debakels auf Qualitätsverbesserung: Neben der Ankündigung des neuen Bremssystems gründete der Konzern einen Sonderausschuss zur Qualitätskontrolle, dem Toyoda persönlich vorsitzt. Die erste Sitzung sei am 30. März 2010. Die zu prüfenden Sachverhalte werden zudem von externen Experten begutachtet. Das neue Bremssystem drosselt den Motor, wenn das Gas- und das Bremspedal gleichzeitig betätigt werden.

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In Japan entschuldigte sich der Konzern mit ganzseitigen Anzeigen in lokalen und nationalen Tageszeitungen für den Rückruf von vier Hybrid-Modellen, darunter der bisherige Verkaufsschlager Prius. "Wir entschuldigen uns von ganzem Herzen für die großen Unannehmlichkeiten und Ängste, die wir Ihnen allen verursacht haben", heißt es in den Anzeigen. Damit wollte Toyota auch darüber informieren, dass die Kunden das notwendige Software-Update nun auch für den Lexus HS350h und den nur in Japan angebotenen Sai erhalten. 70 bis 80 Prozent der Reparaturen für das Hybrid-Modell Prius seien bis Ende dieses Monats möglich, sagte der Toyota-Chef. Ähnliche Anzeigen mit Entschuldigungsworten für die massiven Rückrufe hatte das Unternehmen auch in amerikanischen Zeitungen geschaltet.

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