Akio Toyoda

Toyota startet Qualitätsoffensive

— 30.03.2010

Neue Wege bei Toyota

Toyota-Chef Akio Toyoda will mit einer Qualitätsoffensive das Markenimage wieder aufpolieren. Ein Sonderkomitee soll neue Standards sichern, damit es nie wieder einen Riesenrückruf gibt.

(dpa/sb) Nach dem Rückruf von Millionen Autos startet der weltgrößte Autobauer Toyota eine neue Qualitätsoffensive. "Wir werden alles nur Mögliche tun, um das Vertrauen der Kunden wiederzuerlangen", sagte Konzernchef Akio Toyoda zum Auftakt der ersten Sitzung eines neugegründeten Sonderkomitees zur globalen Qualitätssicherung. Sämtliche Qualitätsstandards im Konzern würden auf den Prüfstand gestellt und Abläufe radikal neu gestaltet. Weltweit hat Toyota mehr als acht Millionen Autos zurückgerufen, um Gaspedale und Fußmatten zu richten. Drei von vier betroffenen Fahrzeugen sind in den USA zugelassen. Wegen kurzzeitig aussetzender Bremsen müssen zudem fast eine halbe Millionen Hybridautos in die Werkstätten. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit bringt 52 Tote mit den technischen Defekten in Verbindung. In den wenigsten Fällen ist bislang aber erwiesen, dass Toyota die Schuld trägt.

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Das in den vergangenen Jahren weltweit stark gewachsene Unternehmen, bei dem Entscheidungen traditionell von der Zentrale in Japan getroffen werden, will künftig Managern in den einzelnen Regionen mehr Einfluss und mehr Befugnisse bei Rückrufentscheidungen einräumen. Auf diese Weise will man schneller auf Kundenbeschwerden reagieren können. Das Sondergremium zur globalen Qualitätssicherung zählt 50 Personen, darunter die Qualitätschefs zentraler Regionen wie Nordamerika, Europa und China, und steht unter Vorsitz von Konzernchef Toyoda persönlich. Der Sonderstab soll sämtliche Prozesse einschließlich Fahrzeugdesign, Produktion und Verkauf überprüfen.

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Die jeweiligen Qualitätschefs in den Weltregionen werden dabei die Konzernzentrale in der Stadt Toyota über Kundenbeschwerden direkt informieren. Die Arbeit des Gremiums werde von vier außenstehenden Experten bewertet, sagte Toyoda. Erste Ergebnisse sollen im Juni 2010 vorgelegt werden. Konzernchef Toyoda hatte zuvor eingeräumt, dass im Zuge der rapiden weltweiten Expansion die Schulung der Mitarbeiter vernachlässigt worden sei. Um gegenzusteuern, werden zum Juli neue Trainingszentren unter dem Leitmotiv "customer-first" (Der Kunde hat Vorrang) in Japan, Nordamerika, Europa, Südostasien und China gegründet. Auf diese Weise sollen Top-Experten in Sachen Qualitätssicherung ausgebildet werden.

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