Toyota Supra von Stefan Fuchser

Toyota Supra von Stefan Fuchser

— 30.12.2004

Supra Star

Seit "Fast & Furios" gehrt die Toyota Supra fest zur Szene. Der Schweizer Stefan Fuchser hat seinen 350Z-blauen MK IV dem Trend mit Teilen von Bomex, Blitz, HKS und 5Zigen angepat.

Stefans Traum: eine Supra in der Garage

Wenn die Szene an die nun fast schon legendren Streifen von "The Fast and the Furious" denkt, kommt fast immer nur ein Bolide in den Sinn: die Toyota Supra MK IV. Kein Japaner hat schon ab Werk so viel Sportsgeist samt durchtrainiertem Body. Kein Wunder, da die Fan(g)-Gemeinde dieser Flunder immer weiter wchst.

Zu den "Fischern" zhlt auch der Schweizer Stefan Fuchser. Der 26-jhrige Lkw-Mechaniker trumte schon vor den Furious-Streifen vom MK IV. Smtliche Prospekte und Poster dieses Typs lagen und hingen bei ihm zu Hause. Fr ihn war klar: "Eines Tages steht so eine Supra in meiner Garage." Das sollte schneller gehen, als der Schweizer dachte.

Kaum 24 geworden, sah Stefan eines Tages bei einer Toyota-Garage (Garage bezeichnet in der Schweiz ein Autohaus) im Nachbarort eine stark gebrauchte Supra in Blau. Schnell griff er sich den Hndler und handelte mit ihm einen sensationellen Preis aus. Dabei war Stefan das eigentlich egal, er htte wohl fast jeden Preis dafr gezahlt. Denn Supras dieser Gattung findet man in Europa sehr selten.

Historie des Japan-Coups

Bevor wir Euch die Geschichte um Stefans MK IV weitererzhlen, noch eine kleine Historie zum Japan-Coup. Die Supra MK IV, also die vierte und bis dato auch letzte Generation des Toyota-Paradepferdes, wurde im Juli 1993 der staunenden ffentlichkeit vorgestellt. Die in Europa angebotene Twin-Turbo-Version leistete mit ihrem Reihensechszylinder 326 PS und kam damals als Sechsgnger oder als Automat mit vier Stufen auf den Markt.

Wahlweise konnte die Supra als Targa mit abnehmbarem Dach bestellt werden. Das Fahrwerk und die Bremsen waren in dieser Klasse einzigartig, die Supra hatte eine bessere Straenlage als jeder andere Wagen aus Japan zu dieser Zeit. Sie brauchte sich auch nicht vor der internationalen Konkurrenz zu frchten: Mit ihren Beschleunigungs- und Bremswerten war sie allen Sportwagen der Welt gewachsen. 1996 wurde der Verkauf in Europa wegen zu schlechter Zahlen eingestellt. Grund, da der Wagen nur wenige Kufer fand, war wohl das fehlende Prestige an der Potenz kann es nicht gelegen haben. In Japan ist er nach wie vor zu haben, und zwar mit mehreren Triebwerken (3,0-Liter mit und ohne Turbo, 2,0-Liter-Turbo).

Die Supra hatte das klassische Sportwagen-Antriebskonzept: Frontmotor mit Heckantrieb. Unter dem Blech wurde auerdem hochkartige Technik eingesetzt: Ein Torsen-Differential mit begrenztem Schlupf, innenbelftete Scheibenbremsen mit Servo-Untersttzung und ABS vorn und hinten waren einige Merkmale des heutigen Fast & Furious-Imagetrgers.

Vom Hagelschaden zum Tuningumbau

Doch zurck zu Stefans Exemplar. Mittlerweile war der Kauf perfekt, und der Wagen stand endlich in seiner Garage (diesmal nicht schweizerisch gemeint). Doch der recht miserable Zustand machte ihm noch zu schaffen. Ein Neuaufbau war in nchster Zeit nicht drin. Mit etwas Politur und neuen 17-Zllern stand die Supra nach wenigen Tagen deutlich besser da. Nun konnte Stefan die Flunder erst einmal ausgiebig fahren und genieen. Seine Freunde trafen ihn deshalb nur selten zu Hause an.

Ein halbes Jahr spter dann der Schock. Nach einem blen Gewitter mit Hagelschlag sahen Dach und Haube der Supra ziemlich wellig aus. Grund genug, um sehr traurig zu sein und eine Reparatur zu planen. Weil der Schweizer fast gleichzeitig Patrick Meyer von Coyote Tuning (Celica aus dem Juni-Heft) kennenlernte, kam den beiden die Idee eines Tuningumbaus. Patrick hoffte schon lange auf eine Supra, die veredelt werden will. Zusammen schmiedete man tage und nchtelang eifrig Plne.

Welche Rder? Welches Karosserie-Kit? Welcher Motorumbau? Fragen ber Fragen. Zum Winter 2003 hatte man dann alles zusammen und war sich einig. Stefan traute seinen Augen nicht, als Patrick munter mit dem Zerreien der Supra anfing. "Ich dachte nur noch: Hoffentlich geht alles gut", so der Schweizer.

Komplettes Body-Kit aus Amerika

Nachdem das komplette Interieur entfernt war, konnten sich die beiden an die Karosserie machen. Whrend Stefan eifrig die Beulen aus der Motorhaube entfernte, sa Patrick schon am Telefon mit dem Draht zu den USA. Dort bestellte er bei Tuner Bomex einen kompletten Body-Kit mit Frontschrze, Seitenschwellern und seitlichen Heckschrzen-Flgeln.

Da Stefan eine Supra mit serienmig kleinem Heckflgel erwischt hatte, orderte man die sehr ppige Werksversion bei Toyota. Fr neues Leichtmetall unter den Radhusern klotzten die beiden noch ordentlich ran. Schlielich galt es, 19-Zller aus dem Hause 5Zigen ohne Verbreiterungen zu montieren. Mit viel Handarbeit und Feingefhl weitete man die Blech-Rundungen an Vorder- und Hinterachse. Immer wieder probierte Stefan die 9,5- und 10x19-Zller. Zumal noch die ppige Tieferlegung um 70 Millimeter des Tein-Gewindefahrwerks zu beachten war. Auerdem wollte der 26jhrige in Zukunft mit mehr Power die 300-km/h-Schallmauer ohne Probleme erreichen.

Nach ein paar Tagen war alles so, wie es sein sollte. Kein Schleifen der 245er- und 275er-Bridgestone-Pneus, kein Aufsetzen des Unterbodens, alles war perfekt. Alles? Nicht ganz, noch fehlte Power und Musik.

Mehr Power fr den Motor

Wieder setzte sich Freund Patrick Meyer ans Telefon und bestellte in den USA diverse Teile von Blitz und HKS. Zum Beispiel einen Boost Controler, ein Blow-off-Ventil, einen Turbo-Timer und eine fette Sportauspuffanlage. Letztere trgt den Namen "NR SPEC". Diese Variante wurde speziell fr die Nrburgring-Nordschleife entwickelt. Das dicke 100er-Endrohr klingt so heftig, wie es aussieht.

Das ganze Power-Paket brachte Stefans Supra auf dem Prfstand nachweislich 416 PS. Damit geht sein Toyota in 4,4 Sekunden auf 100 und ist ber 300 km/h schnell. Nicht weniger beeindruckend ist das HiFi-Equipment ausgefallen. Der Kofferraum verlor seine ursprngliche Bestimmung, gewann aber ein formschnes Polyester-Gehuse in Wagenfarbe. Darin pflanzte Stefan einen 38er-Rodek-Subwoofer mittig sowie Verstrker und Kondensator. Als Speaker verwendete er 10er und 16er-Compo-Modelle.

Nun war es Zeit, die neuen Teile wie Targadach, Bomex-Kit und entbeulte Haube neu anzustreichen. "Ich wute nicht, ob ich einen Effektlack oder etwas mit Airbrush nehmen sollte. Zuletzt entschied ich mich fr das Blau des gerade auf dem Markt erschienenen Nissan 350Z", so Stefan. Eine gute Wahl, wie die Auswahl in der Bildergalerie beweist.

Weitere Planung und Facts

Wie wird man die Toyota Supra 2005 bei den Tuning-Treffen erleben? Stefan will die beigen Ledersitze gegen neues Material austauschen und nochmals fr etwas mehr Power sorgen. An die 500 PS sollten es sein. Wer sich ber den aktuellen Stand der blauen Supra von Stefan Fuchser informieren will, kann auch die Homepage des Tuners aus der Schweiz www.coyotetuning.ch anklicken.

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