Toyota, VW, Volvo

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 8) Werks-Tuning von A bis Z (Teil 8)

Toyota, VW, Volvo

— 18.12.2002

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 8)

Getunte Fahrzeuge werden immer beliebter. Die etablierten Hersteller widmen sich deshalb auch ihrer sportlichen Klientel.

Toyota Yaris TS: GTI-Geheimtipp

Dass Fahrspaß nicht viel kosten muss, beweist Toyota mit dem Yaris TS. Denn mit glatten 15.000 Euro ist der Japaner einer der günstigsten sportlich angehauchten Kleinwagen. Für 510 Euro mehr ist er sogar als Fünftürer zu haben. Dafür gibt es natürlich keinen Super-Turbo-Kompressor-Sechszylinder als Lustquelle, dafür einen soliden Vierzylinder mit 1,5 Liter Hubraum und vernünftigen 106 PS. Die reichen immerhin für 190 km/h Spitze und einen flotten Sprint von null auf 100 km/h in 9,0 Sekunden.

Der Motor will dabei kräftig gedreht und geschaltet werden, was aber durchaus Vergnügen bereitet. Denn der Yaris TS klingt sportlich, und das serienmäßige Fünfganggetriebe flutscht knackig durch die Schaltkulisse. Statt Mäusekino kommen beim TS weiß unterlegte "richtige" Zeiger in den Armaturen zum Einsatz. Front- und Heckschürze sowie ein strafferes Fahrwerk machen den TS zu einem runden Paket.

Toyota Corolla TS: Wölfchen im Schafspelz

Aufreizendes Imponiergehabe ist nicht sein Ding. Der Toyota Corolla TS gibt sich eher dezent und zurückhaltend. Ein Langweiler also? Nicht unbedingt, denn unter der Haube lauert der 192 PS starke Vierzylinder aus dem Celica TS. Der 1,8-Liter geizt zwar mit Drehmoment (nur 180 Newtonmeter bei 6800 Umdrehungen), ist aber dafür mit einer herrlich sportlichen Charakteristik versehen.

Ab 6000 Umdrehungen zündet die variable Ventilsteuerungdie zweite Brennstufe und katapultiert den Kompaktwagen schlagartig nach vorne. Dann klingt der Vierzylinder kehligrau und wird erst bei 8000 Touren wieder eingebremst. Möchte man also flott vorankommen, ist fleißiges Schalten absolut notwendig. Sportsitze und hübsche 16-Zoll-Felgen sind neben einer Auspuffblende die einzigen Accessoires, die dem Corolla einen sportlichen Touch geben. Etwas mehr Selbstbewusstsein könnte ihm nicht schaden.

Toyota Celica TS: rassiger Renner

1972. Vor gut dreißig Jahren schickte Toyota den ersten Celica auf deutsche Straßen. Seitdem gab es zahlreiche Neuauflagen des schnellen Sportcoupés. Die jüngste (siebte) Generation trägt das Kürzel TS (Toyota Sport) am Heck. Und wo Sport draufsteht, ist auch Sport drin: Dem Fahrer des rassigen Renners steht ein 192 PS starkes Aggregat zur Verfügung. Das temperamentvolle Triebwerk schickt den Celica in 8,3 Sekunden über die Tempo-100- Marke.

Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 Stundenkilometer. Die japanische Fahrmaschine giert nach Drehzahl. Ab 6000 Touren presst der VVTL-i-Vierzylinder (Variable Valve Time and Lift – intelligent: reguliert Zeit und Hub der Ventile) die Passagiere mit einem heftigen Extra-Kick in die straffen, gut konturierten Sportsitze. Dabei ist er kein bisschen leise. In den oberen Drehzahlregionen ist die Geräuschkulisse des Renners wirklich ohrenbetäubend.

VW Golf R32: Wolf im Golf-Gewand

Auch in Wolfsburg hat Leistung, gepaart mit Luxus, einen Namen: "R". Die Linie für die sportliche Klientel. Der Golf R32 wird vom V-Sechszylinder aus dem Phaeton befeuert. Und wie! Er ist der leistungsstärkste bisher gebaute Serien-Golf. Auch sonst nur feinste Zutaten: Allradantrieb, kurz übersetztes Sechsgang-Getriebe, H&R-Fahrwerk und Bilstein-Dämpfer. Dazu eine Doppelauspuff-Anlage von Remus und Schalensitze von König.

Die um 20 Millimeter abgesenkte Karosserie steht auf 18-Zoll-Felgen. Spoiler mit Lufteinlässen vorn und hinten sowie verbreiterte Seitenschweller machen den Unterschied zu einem herkömmlichen Golf sofort sichtbar. Ein Dreh am Zündschlüssel und der Motor röchelt heiser durch die beiden Auspuffrohre. Das Radio bleibt ausgeschaltet. Zu schön ist der Sound, den der 3,2-Liter-V6 entwickelt. Dazu 241 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment. Von null auf 100 geht’s damit in 6,6 Sekunden.

Volvo S60-R/V70-R: starke Schweden

Besser spät als nie: Volvo schickt die sportlichen Ableger von S60 und V70 erst im Juni 2003 ins Rennen. Mit jeweils turbogeladenen 300 PS unter der Haube sind die Schweden die stärksten und schnellsten Modelle der Firmengeschichte. Via Allradantrieb werden die 400 Newtonmeter auf die Straße übertragen. Der Sprint von null auf 100 km/h in 5,7 (S60) und 5,9 Sekunden (V70) geht recht zügig vonstatten, auf Gasbefehle könnten die Turbos aber aber noch einen Hauch spontaner reagieren.

Eine nette Zugabe ist das aktive Fahrwerk, das sich in drei Stufen von Komfort in Richtung Sport trimmen lässt. Die härteste Einstellung "Advanced" erfordert Nehmerqualitäten, macht die Schweden dafür fit für die Rennstrecke. Seitenneigung ist dann kaum noch vorhanden, der Spaßfaktor bei flotter Fahrt ungetrübt. Von außen präsentieren sich die R-Modelle zurückhaltend. Serie: 18-Zoll-Räder und dezente Spoiler.

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