Toyota Yaris 1.4 D-4D linea sol

Toyota Yaris 1.4 D-4D linea sol Toyota Yaris 1.4 D-4D linea sol

Toyota Yaris 1.4 D-4D linea sol

— 05.06.2003

Schon erwachsen?

Nach vier Jahren kriegt Toyotas Kleinster ein neues Gesicht – und einen 75-PS-Diesel, der trinken kann wie ein Großer.

Tränen in den großen Augen

Vier Jahre alt bist du schon. Kaum zu glauben. Der Toyota Yaris entwächst den Kinderschuhen. Die Milchzähne sind weg. Ebenso wie die unschuldigen Glupschaugen. Ein bisschen zumindest. Stattdessen glotzt er mit großen Scheinwerfern auf die Straße, aus denen rechts und links eine Träne auf den lackierten Stoßfänger zu kullern scheint. Als sei er traurig, erwachsen zu werden.

Aber warum? Zum Weinen besteht kein Anlass. Im Gegenteil: Der Yaris bleibt auch mit neuem Gesicht ein sympathisches Auto. Gut, ein wenig ernster sieht er aus. Reifer eben. Man muss schon genau hinsehen, um die Änderungen zu erkennen. Hauptsächlich sind dies zwei zusätzliche Lufteinlassattrappen in der Bugschürze, ein neues Gittermuster im Grill sowie leichte Retuschen an Rückleuchten und am Heckstoßfänger.

Nachlässig, dass Toyota nicht auch die Sitze überarbeitet hat. Die haben noch immer Küchenhocker-Charakter, bieten wenig Seitenhalt und machen groß gewachsenen Fahrern eine bequeme und optimale Positionierung hinterm Lenkrad unmöglich. Obwohl der Instrumententräger neu gestaltet wurde, blickt der Fahrer nach wie vor auf ein zerklüftetes Cockpit, das aber erfreulich viele Ablagen und Fächer bietet. Der Luftzufuhrschieber fühlt sich leider billig an wie ein Spielzeug aus dem Ü-Ei. Kein Fortschritt auch beim Zentral-Display. Die digitale Tempoanzeige ist noch halbwegs zu erkennen, Drehzahl und Tankinhalt dagegen kaum. Die Analog-Instrumente des Yaris TS wären ein Segen für alle Modell-Versionen. Aber genug gemeckert.

Bei Vollgas durstig wie ein Großer

Erfreuliches bietet der 1,4-Liter-Dieselmotor. Das kleine Common-Rail-Aggregat hängt willig am Gas. Bereits ab 2000 Umdrehungen zieht es den Yaris stramm voran. Bei 2800/min ist die Drehmomentspitze überschritten. Trotzdem wirkt das effektiv nutzbare Drehzahlfenster groß und angenehm. Besonders die niedrigtourige Fahrweise in höheren Gängen ermöglicht souveränes Vorwärtskommen.

Allerdings verbraucht der 75-PS-Motor selbst bei äußerst zurückhaltender Gangart immer noch 5,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Kein Spitzenwert. Dafür beeindruckt er mit leisem Laufgeräusch und geringen Vibrationen. Bei Bedarf zieht der Selbstzünder den Yaris D-4D auf 170 km/h. Dann steigt der Verbrauch auf fast acht Liter. Und damit ist der Kleine so durstig wie ein Großer.

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