Tracktest Volland Skoda Fabia
— 11.08.2009Der macht alle nass
Mit viel Aufwand, Ideen und Kosten hat Tüftler und Fahrer Rolf Volland einen Skoda Fabia zum Rallycross-Geschoss umgebaut. AUTO BILD MOTORSPORT durfte den neuen Leichtbau-Krawallzwerg testen.
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Durch Spezialfelgen und Kohlefaserteilen speckt der Fabia 320 Kilo ab
"Ich habe versucht, diesen Fabia so leicht wie möglich zu konstruieren", erklärt Volland. "Aber dadurch, dass Autos in der Serie immer mehr wiegen, ist das keine leichte Aufgabe." Der Tüftler setzte alles daran, seinen Tschechen auf Diät zu setzen. Die meisten Blechteile der Serienkarosserie fertigte er Stück für Stück aus Kohlefaser nach. In Russland ließ er Felgen einzelanfertigen, die pro Stück nur acht Kilogramm wiegen – normale Rennfelgen aus dem Katalog wiegen zehn Kilo. Wo immer es ging, drehte er teure Titanschrauben bei der Montage in die Gewinde. "Ich überlege ständig, in welchen Details ich das Fahrzeug noch leichter machen kann", beschreibt Volland sein Erfolgsrezept. Eine seiner Ideen: An der Hinterachse ist rechts und links der vordere Bremssattel samt -Scheibe eines Suzuki-Rollers aus dem Ersatzteilkatalog montiert. Grund: Das Reglement schreibt Bremsscheiben vor. Aber die eines Autos waren Volland zu schwer. Und auf deren Verzögerungsleistung kann er verzichten: "Vorne muss alles bremsen, hinten nicht." Nur 825 Kilo bringt sein Fabia leer auf die Waage. Zum Vergleich: Der Straßen-Fabia mit 1,6-Liter-Motor wiegt ohne Fahrer 1145 Kilo. Vollands Ersparnis: stolze 320 Kilo. Da das Reglement aber ein Mindestgewicht von Fahrer und Auto von 950 Kilo vorschreibt, muss er wieder Gewicht zuladen. "Aber" wendet er ein, "damit kann ich das Auto zusätzlich ausbalancieren." Die Last ist so verlagert, dass sie sich auf die angetriebene Vorderachse konzentriert. Das Auto hinter dem Fahrer so leicht, dass sich das Heck von einem Mechaniker hochheben lässt.Driften verboten beim Rallyecross
Beim Fahren ist das ein irres Gefühl: Agil wie ein Kart fegt der Fabia über den Rundkurs, auf dem sich Asphalt und Schotter abwechseln. Die Vorderräder reagieren auf jeden Millimeter, den ich am Lenkrad drehe. Vor mir blitzt ständig die Schaltlampe auf. Zwei, drei, vier – und wieder bremsen. Mit einem Prasseln aus dem Auspuff biege ich in eine sehr enge, asphaltierte Linkskurve ein. Das Heck rutscht. Vollgas. Die Traktion der Vorderreifen ist irre. Ohne Durchdrehen reißen die maximal 225 PS des 1,6-Liter-Saugmotors an ihnen, ziehen den Fabia raus auf die nächste Gerade. "Sauber ohne Drifts ist die schnellste Art Rallycross zu fahren", beweist mir Volland anhand von Datenaufzeichnungen. Dieser Mann ist eben ein besessener Tüftler – und "schraubt" auch an seinem Fahrstil. Mit ein Grund, warum er im neuen Fabia gleich beim zweiten Rennen alle nass gemacht hat.| Technische Daten | Volland Skoda Fabia |
|---|---|
| Motor | Reihen-Vierzylinder |
| Einbaulage | vorn quer |
| Hubraum | 1597 cm3 |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/1 |
| Nockenwellenantrieb | Zahnriemen |
| PS bei U/min | 225/8900 |
| Literleistung | 141 PS/Liter |
| Nm bei U/min | 190/7600 |
| Antriebsart | Vorderrad |
| Getriebe | 6-Gang sequenziell |
| Reifen vorn / hinten | 205/620-17 |
| Reifentyp | Avon/BF Goodrich |
| Länge/Breite/Höhe | 3992/1798/1400 mm |
| Radstand | 2462 mm |
| Leergewicht | 950 kg* |
| Leistungsgewicht | 4,22 kg/PS |
| Tankvolumen | 9 Liter |
| Kraftstoffsorte | Rennbenzin, 101 Oktan |
| Messwerte | Volland Skoda Fabia |
| Beschleunigung 0–100 km/h | 5,9 s |
| Beschleunigung 0–200 km/h | entfällt |
| Bremsweg aus 100–0 km/h | 33 Meter** |
| Höchstgeschwindigkeit | 191 km/h |
| Fahrzeugpreis inkl. MwSt. | 178500 Euro |
| *Mindestgewicht mit Fahrer | **Asphalt schmutzig |
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07.10.2010 23:14Uhr
http://www.youtube.com/watch?v=fyhcfOKtMUo
njoy it!!!
15.08.2009 17:09Uhr
Sieht eher aus wie die original hängende Pedalerie...
13.08.2009 22:24Uhr