Traumwagen für 5000 Euro

Traumautos für 5000 Euro

— 20.06.2009

Die Traumautos von AUTO BILD

5000 Euro und den Kopf voller Träume – zehn AUTO BILD-Redakteure stellen ihre persönlichen Traumautos vor. Für nur 5000 Euro gibt es alles, vom quirligen Mini über den exotischen Citroën Méhari bis hin zum sportlichen BMW 6er.

Mein Traumwagen: Groß und stark soll er sein. Mindestens sechs Zylinder und ordentlich PS unter der langen Haube. Auf der Reeperbahn ebenso wie auf der Autobahn zu Hause. Mein ganzes Autoleben, von VW Golf bis Polo, war ich vernünftig. Damit ist jetzt Schluss. Ab jetzt wird geklotzt und nicht mehr gekleckert. Meine Wahl: BMW 635 CSi. Ein Stahl gewordener Traum – reine Unvernunft, die mir prima steht. Der bayerische Bulle hat einen 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit 218 PS unter der Haube. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 222 km/h war er 1983 eines der schnellsten viersitzigen Seriencoupés Deutschlands.

BMW 635 CSI für 4200 Euro – ein Fall für Bastler

Traumhaftes BMW-Cockpit mit zum Fahrer geneigter Mittelkonsole. Größter Minuspunkt: das ruppig schaltende Automatikgetriebe.

Mein 6er steht in Hamburg. Erstzulassung 9/83, drei Vorbesitzer, 275.000 km auf der Uhr. Verkäuferin ist eine ältere Dame – sie will für den Wagen ihres verstorbenen Mannes 4200 Euro haben. Seit zwei Jahren wartet der Bayer in einer Garage und im Internet auf einen Käufer. Man merkt es: Für seine 26 Jahre macht der Wagen zwar einen gepflegten Eindruck, jedoch nagt der Rost an Türen und Radkästen. Keine schlimme Bastelbude, aber etwas Arbeit wartet noch, auch im Innenraum. Dafür gibt es viel Luxus: Ledersitze mit Heizung, Tempomat, Bordcomputer, Klimaanlage. Der Motor springt sofort an und läuft rund. Kleiner Wermutstropfen: das Automatikgetriebe. Das geht ja gar nicht bei meinem Traumwagen!
Fazit: Ein Coupé-Klassiker der 80er für den schmalen Geldbeutel. Aber Vorsicht: Der Bayer schluckt locker 15 Liter Super, sein Käufer sollte basteln und schweißen können.
AUTO BILD-Urteil: für Bastler empfehlenswert.

Traumauto von AUTO BILD-Redakteur Leif Rohwedder: Citroën Méhari

In Südfrankreich sieht man ab und an mal einen Citroën Méhari, in Deutschland ist er extrem selten.

Einen Franzosen habe ich noch nie besessen. Wird mal Zeit! Meine Wahl fällt auf den Méhari. Das 1968 debütierte "Freizeitauto" (so nannte es Citroën) auf Basis der Ente reizt mich, seit Louis de Funès darin als Wachtmeister Cruchot durch Saint-Tropez brauste. Prägende Kindheitserinnerungen – dieser Citroën verheißt ein leichtes Leben, gute Laune und Sonne satt. Gar nicht leicht, einen als Gebrauchten zu finden. Bei Jørgen Hansen Biler A/S im dänischen Skærbæk steht einer. Fröhlich gelb, auf die Welt gekommen im Februar 1972, so wie ich. Das 555 Kilogramm leichte Spaßmobil ist weitgehend original, die Kunststoffkarosserie fast unbeschädigt. Der 602-ccm-Zweizylinder (28,5 PS) samt Getriebe sowie die übrige Technik haben schon bessere Zeiten gesehen. Die Bremse funktioniert kaum, und der Gaszug hakt in Stellung Vollgas – eine irre Kombination. Restaurierungsarbeit ist also nötig, aber die Mechanik ist überschaubar, und 2CV-Teile sind günstig. Gern würde ich zuschlagen – für mehr mediterrane Momente in der Hansestadt Hamburg.
Fazit: Der Méhari wurde nie offiziell in Deutschland verkauft, ist megaselten – Grund genug, sich dieses spartanischen Leichtgewichts anzunehmen. Zulassung als Lkw ist möglich. AUTO BILD-Urteil: für Bastler empfehlenswert.
Mehr Traumautos von AUTO BILD-Autoren finden Sie oben in der Bildergalerie!

Autor: Bendix Krohn

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