Traumwagen zum Mieten

Ein Tag zum Verlieben Ein Tag zum Verlieben

Traumwagen zum Mieten

— 14.06.2002

Ein Tag zum Verlieben

Im Porsche zur Hochzeitskirche, ein Ferrari-Tag als Geburtstagsgeschenk oder einfach im Cabrio das Wochenende genießen – wo gibt es Traumautos für ein paar Stunden?

Ferrari – aber zu welchem Preis!

Klar, im Porsche eine schnelle Runde drehen oder sich im Rolls-Royce kutschieren zu lassen, das gefällt vielen. Doch weil dafür nicht gleich Oma ihr klein Häuschen versilbert werden soll, wollen vielen sich den Spaß nur mal mieten. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn nur wenige Mietwagenfirmen verfügen über das entsprechende Angebot (siehe Seite 3).

Meist bleibt nur der Gang zum Exklusiv-Anbieter. Wie zum Beispiel Special Cars, einem der größten Ferrari-Vermieter in Europa. Vom kleinen 208 bis zum Über-Ferrari F 40 ist fast jeder Renner zu haben, der mal in Maranello gebaut wurde. Erstes Problem: Die Preisliste fängt bei 300 Euro an. Pro Tag wohlgemerkt. Zweites Problem: Eine Kaution von mindestens 2500 Euro ist fällig. Drittes Problem: Es dürfen nur 200 Kilometer gefahren werden. Das reicht vom Mietort Kirchen-Hausen einmal zum Bodensee und zurück. Jeder Extra-Kilometer kostet 80 Cent zusätzlich.

Pech, wer in Berlin heiraten will. In solchen Fällen hilft nur ein Blick in die Gelben Seiten der Hauptstadt oder ins Internet. Leider sind Ferrari-Vermieter so häufig wie juwelenbesetzte Zündschlüssel. Wer nicht übers nötige Kleingeld verfügt, sich den Miet-Sportwagen frei Haus liefern zu lassen, der muss auf regionale Angebote ausweichen. Zumindest ein Porsche oder ein Mercedes SLK sind aber meist auch vor Ort zu kriegen.

Achtung, verschärfte Bedingungen

Grundsätzlich gelten aber für alle sogenannten Fun Cars verschärfte Mietbedingungen wie in unserem Ferrari-Beispiel. Meist wird ein Mindestalter von 25 oder 30 Jahren und entsprechende Fahrpraxis, sprich längerer Führerscheinbesitz vorausgesetzt. Die großen Vermietgesellschaften bestehen in der Regel zusätzlich auf Vorlage von zwei Kreditkarten. Die individuellen Bedingungen müssen vorher unbedingt erfragt werden, sonst gibt es am Ende trotz Reservierung nicht die begehrten Schlüssel.

Gleiches gilt für die Tarife: Die in unserer Tabelle aufgeführten Preise beziehen sich auf Online-Buchungen (Ausnahme Avis/Hertz/Sixt). Die Miete vor Ort oder telefonisch über die Reservierungs-Hotline kann und ist meist etwas teurer. Natürlich muss auch über Haftungsausschluss und Diebstahlschutz verhandelt werden. Die Selbstbeteiligung von einigen hundert bis tausend Euro kann aus einer Hochzeitsreise mit Pech einen sehr teuren Start ins Eheleben machen.

Doch was tun, wenn der gewünschte Traumwagen nicht im Angebot oder in zumutbarer Reichweite steht? Besonders Wünsche nach Oldtimermodellen können meist nur von Privatleuten erfüllt werden, die ein entsprechendes Schätzchen seit Jahren konservieren. Ein guter Adresse ist in solchen Fällen im Internet die Oldtimervermietung oder Rentmycar. Dort gibt es vom alten Alfa übers Käfer Cabrio bis zum Opel Rekord fast nichts, was es nicht gibt. Viele Angebote kleiner regionaler Vermieter wie zum Beispiel www.oldtimer-event.de gibt es außerdem bei autovona.

Vom Buggy bis zum Spider

Stuttgarter und Münchener Heiratswillige können sogar beim Hersteller fündig werden: Sowohl das Mercedes-Benz Classic Car Center (Stuttgarter Straße 90, 70736 Fellbach, Telefon 07 11-17 840 40) wie auch die Mobile Tradition von BMW (Schleißheimer Straße 416, 80788 München, Telefon 0 89-382 20 985) vermieten klassische Modelle. Bei BMW zum Beispiel die Isetta von 1962, das Coupé 3.0 CSI von 1973 oder einen Youngster wie den Z1 von 1990. Aber auch alte Motorräder mit Beiwagen sind zu haben.

Immer noch keinen Miet-Erfolg gehabt? Dann bleibt nur noch die Chance über einen privaten Autoclub, der sich oft über das Internet oder im Oldtimer-Adressen-Lexikon (Heel-Verlag) finden lässt. Vielleicht ist dort ein Privatmann bereit, das Hochzeitspaar zu fahren – oder gar fahren zu lassen. Wenn allerdings eine Corvette oder ein M5-Modell gewünscht wird, sollte als Alternative die klassische Hochzeitskutsche eingeplant werden. Denn solche Schätzchen geben ihre Besitzer so gut wie nie aus der Hand.

Das ist bei aktuellen Typen meist ein kleineres Problem: Wenn es auch ein Opel Astra Cabrio oder Mazda MX-5 sein darf, empfiehlt sich ein guter Kontakt zum heimischen Neuwagenhandel. Im günstigsten Fall kann gegen ein großzügiges Entgelt für die Kaffeekasse der Vorführwagen für ein paar Stunden geborgt werden – und schlimmstenfalls klebt das Logo des Autohauses auf den Türen.

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