Trennung von GM kommt näher

Opel GT 1971 Opel Kapitän 1938

Trennung von GM rückt näher

— 27.02.2009

Opel will sich lösen

Die Zeichen stehen endgültig auf Trennung. Der Opel-Aufsichtsrat hat die Loslösung von der sterbenskranken Mutter GM als Voraussetzung für eine Rettung beschlossen. Von öffentlicher Hand sollen 3,3 Milliarden Euro als Hilfe fließen.

(dpa/cj) Jetzt ist es amtlich: Opel will sich von seiner US-Mutter General Motors (GM) abkoppeln. Das ist das Ergebnis einer rund fünfstündigen Sitzung des Aufsichtsrates der Adam Opel GmbH am Freitag (27. Februar 2009), wie dessen Vorsitzender Carl-Peter Forster am Stammsitz in Rüsselsheim mitteilte. Opel habe eine Zukunft, betonte Forster. Diese sieht das Management in einer rechtlich selbstständigen Geschäftseinheit. Ein ausgearbeiteter und vom Aufsichtsgremium abgesegneter Rettungsplan soll am Montag der Bundesregierung vorgelegt werden Das Zukunftskonzept ist Voraussetzung dafür, dass die Bundesregierung Opel wie gewünscht unter die Arme greift.

3,3 Milliarden Euro der öffentlichen Hand nötig

Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital eines neuen europäischen Unternehmens Opel/Vauxhall ohne den GM-Konzern bezifferte Forster auf 3,3 Milliarden Euro. Diese Zahl beziehe sich aber nicht nur auf die Bundesregierung, sondern auf alle Länder und Bundesländer, in denen Opel und Vauxhall vertreten sind. Das Geld könne beispielsweise über Bürgschaften oder Darlehen fließen und bis 2014 oder 2015 zurückbezahlt werden, so der Chef von GM Europe. Opel wolle auch als selbstständige europäische Gesellschaft Teil des GM-Konzerns bleiben, unter anderem um den Zugang zu Technologien zu behalten und von der Größe des Konzerns zu profitieren. Die Gesellschaft sei zudem offen für Investitionen von Dritten. Ein künftiger Investor könne zwischen 25 und 50 Prozent der Anteile erwerben, möglicherweise auch mehr. Forster sagte, er wolle Verhandlungen mit möglichen Interessenten nicht vorgreifen. GM sei bereit, Teile abzutreten.

Verkäufe von Opel-Werken nicht ausgeschlossen

Von General Motors sei ferner eine Unterstützung in Höhe von drei Milliarden Euro erforderlich, außerdem eine Kostensenkungen von einer Milliarde Euro. Dazu müssten Überkapazitäten abgebaut werden, betonte Forster. Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sollten aber vermieden werden. Wenn es aber die Möglichkeit gebe, die Überkapazitäten durch den Verkauf eines Werkes zu senken, werde das geprüft, betonte Forster. Laut Medienberichten hat Konkurrent Daimler Interesse am Werk in Eisenach. In Deutschland hat Opel neben seinem Stammwerk in Rüsselsheim Standorte in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach.

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